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First-Move Vorteil in Rollenspielkämpfen
nobody@home:
--- Zitat von: OldSam am 2.11.2016 | 21:42 ---Vom Prinzip her sprichst Du da sicherlich einen richtigen Punkt an - Wahrnehmung vs. Reaktion - aber schon an dem Beispiel sieht man meiner Meinung nach die große Problematik mit der Dauer der Handlungen: Wenn Du wirklich in einer Real-Situation "den Flintenlauf aus dem Augenwinkel" bemerken würdest... und wir nehmen mal an, dass Du im "Reaktions-Idealfall" in einer komplett feindlichen Umgebung bist und keinen Moment für die Gegner-Verifikation brauchst etc., sondern einfach nur maximal schnell den Präventivschlag willst...
...dann will ich trotzdem mal denjenigen sehen, der es schaffen will hier noch sein Messer irgendwie sinnvoll zu werfen... IMHO praktisch ein Ding der Unmöglichkeit in dem Beispiel, wenn wir nicht von Cyber-Reflex-Monstern sprechen.
--- Ende Zitat ---
Eh, Winnetou würde das hinkriegen...und wenn nicht der, dann spätestens Britt. 8) Gerade auf dem Gebiet Kampf kann man's mMn mit den Ansprüchen an den sogenannten Realismus schnell übertreiben.
YY:
Das ist dann kein Problem, wenn das System (auschließlich) Leute wie Winnetou darstellen will und SCs anders behandelt als NSCs.
Aber wenn das nicht an irgendwelchen Charakterwerten festgemacht wird, sondern direkt bei den Ini-Regeln, gilt es eben auch für Farmer Joe - der dann je nach genauer Regelung öfter mal so blitzschnell reagiert wie Winnetou, nur dann nichts auf die Reihe kriegt, weil er kein bisschen Messerwerfen kann ~;D
Wie ich im Ableger-Thread drüben angemerkt habe, sind natürlich die Ansprüche unterschiedlich hoch.
Aber wenn ein Spiel hergeht und z.B. sagt, dass eine Kampfrunde 20 Sekunden lang ist und ein einzelner Attackewurf einen ganzen Komplex von Abtasten, Fintieren, Angreifen usw. darstellt, dann ist es mehr als unglücklich gelöst, wenn eine überraschte Partei immer komplett auf ihre erste Kampfrunde inkl. Verteidigung verzichten muss und dann trotzdem "nur" ein einzelner Angriff durch kommt, der je nach Schadenssystem auch noch weitgehend egal ist.
Das ist dann im wahrsten Sinne des Wortes unvorstellbar und je mehr man darüber nachdenkt, um so mehr macht man den hier:
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Soll nicht heißen, dass alles haarklein verregelt sein muss.
Im Gegenteil ist man da mit dem richtigen Maß an Abstraktion meist besser dran, aber zumindest die Standardsituationen und ein paar Gedankenexperimente, die ein bisschen an den Regeln rütteln, muss ein System mMn schon aushalten, ohne akuten Unfug auszuwerfen.
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