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(Engel) so eine art Luther?
Turgon:
Helder der Ketzer ist mir auch direkt eingefallen :-)
Der ist aber eher an Hans Küng angelehnt als an Luther.
Der muss allerdings seinen Kopf unten halten, sonst ist der schneller ab, als er „Alphabetisierung“ sagen kann …
Waldviech:
Richtig - Helder flieht deshalb ja auch von Herrscherhof zu Herrscherhof. Allerdings macht es einen potentiellen Luther schon etwas glaubhafter, wenn es Leute wie Helder gibt. Ich glaube nur nicht so ganz, dass eine wie auch immer geartete Reformation den "Angelismus" besser mache würde. Wie sollten die "Protestanten" beispielsweise mit dem großen Mysterium hinter den Engeln umgehen? Die Wahrscheinlichkeit, dass sich an einer der größten Kern-Schweinereien der Kirche grad mal nix ändert, ist groß. Ok, wenn sie vergleichsweise "ehrlich" predigen würden "Gott gab uns das Geheimnis der Tätowierfarbe, um unsere auserwählten Kinder zu Engeln zu erheben" (das ist immerhin näher an der Wahrheit als die Ursprungsvariante) und sie Engel erst als Erwachsene ins Feld schicken...aber Geschmäckle bliebe schon....
alexandro:
Ich denke eher eine Reformation würde die Kirche (entweder intern oder extern) stärker auf einen "jenseitigen" Gott orientieren - weg von der Rolle der Engel als gefaketer "Gottesbeweis", und Legitimation weltlicher Macht, hin zu Glauben an eine jenseitige Macht und Orientierung auf die karitative Rolle der Kirche. Die Halbwertszeit der Engel ist ja ohnehin abgelaufen (da man keine neuen mehr herstellen kann), also muss man sich früher oder später sowieso Gedanken machen, wer oder was sie ersetzen (und die Traumsaat weiter bekämpfen) soll. Die Fakten zu verschleiern und so zu tun, als würde Gott immer neue Engel entsenden, geht auf Dauer sicher in die Hose.
Turgon:
--- Zitat von: Waldviech am 31.10.2016 | 21:12 ---Ich glaube nur nicht so ganz, dass eine wie auch immer geartete Reformation den "Angelismus" besser mache würde. Wie sollten die "Protestanten" beispielsweise mit dem großen Mysterium hinter den Engeln umgehen? Die Wahrscheinlichkeit, dass sich an einer der größten Kern-Schweinereien der Kirche grad mal nix ändert, ist groß. Ok, wenn sie vergleichsweise "ehrlich" predigen würden "Gott gab uns das Geheimnis der Tätowierfarbe, um unsere auserwählten Kinder zu Engeln zu erheben" (das ist immerhin näher an der Wahrheit als die Ursprungsvariante) und sie Engel erst als Erwachsene ins Feld schicken...aber Geschmäckle bliebe schon....
--- Ende Zitat ---
Hm, das würde alleine schon daran scheitern, dass das Geheimnis um die Engel praktisch niemandem bekannt ist außer den Ordensoberen und den Täufern.
Und aus dieser Gruppe ein Reformator wie Luther? Unvorstellbar! Die Ordensoberen sind die größten Profiteure des Status Quo, die Täufer die größten Fanatiker, die die Kirche aufzubieten hat. Ein „angelititischer Luther“ würde die Engel wohl ähnlich in das Zentrum seines Glaubens stellen, wohl „nur“ die Rolle der Kirche anders sehen und die Engel vielleicht nicht in eine so enge Hierarchie einbinden.
Infernal Teddy:
--- Zitat von: alexandro am 31.10.2016 | 21:49 ---Ich denke eher eine Reformation würde die Kirche (entweder intern oder extern) stärker auf einen "jenseitigen" Gott orientieren - weg von der Rolle der Engel als gefaketer "Gottesbeweis", und Legitimation weltlicher Macht, hin zu Glauben an eine jenseitige Macht und Orientierung auf die karitative Rolle der Kirche. Die Halbwertszeit der Engel ist ja ohnehin abgelaufen (da man keine neuen mehr herstellen kann), also muss man sich früher oder später sowieso Gedanken machen, wer oder was sie ersetzen (und die Traumsaat weiter bekämpfen) soll. Die Fakten zu verschleiern und so zu tun, als würde Gott immer neue Engel entsenden, geht auf Dauer sicher in die Hose.
--- Ende Zitat ---
Die Traumsaat ist doch am Ende auch weg...
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