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[Empfehlt mir] SciFi oder Fantasy mit "sense of wonder"

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pharyon:
Hallo liebe Tanelornis,

so langsam bin ich mit allen Post-Nemesis Star Trek-Romanen durch. Die New Frontier-Reihe spricht mich nicht so an. Dadurch entsteht so langsam eine Lücke. Kennt ihr denn gute Bücher aus dem Bereich Science Fiction oder Fantasy, bei denen es auch um das Entdecken unbekannter "Regionen" geht?
Meine Sehgewohnheiten gehen in Richtung Star Trek, Firefly, Star Wars, Galaxy Rangers und Saber Rider and the Starsheriffs.

Meine Like to haves:
- Genre: Science Fiction (muss nicht hart sein, sollte aber auch nicht offensichtlich unplausibel sein, bitte nicht zu abgefahren) oder Fantasy
- Stimmung: tendenziell positiv, zwischen realistischen Grautönen und Utopie
- Thema: Entdeckung, Kontakt mit neuen/unbekannten Rassen (diese dürfen gerne besser durchdacht sein, als typische "humans with funny faces")
- Alter: gerne jüngere Literatur (ich sag mal, die letzten 15-25 Jahre)
- Mischung aus Spannungselementen und Charakterentwicklung

Meine NoGos:
- zu dystere Stimmung, Alien-Survival-Horror, Schwerpunkt Military-SciFi (bei Military-Fantasy käme es im Einzelfall darauf an)
- nicht zu abgefahrene High Fantasy / Science Fiction

Wenn ihr Vorschläge habt, schreibt bitte zusätzlich, was euch an denen besonders gut gefällt.

Ich bin gespannt auf eure Vorschläge und danke euch schonmal vorab.

Liebe Grüße,

p^^

Pyromancer:
Jasper Fforde: Shades of Grey (nicht zu verwechseln mit "50 Shades of Grey"!)

Das spielt in einer fernen Zukunft, und hat einen unglaublich hohen "Sense of Wonder". Gefühlt wird da auf jeder Seite ein neues Setting-Element eingeführt, und das Lesegefühl schwankt ständig zwischen "Hä?", "WTF?" und "Ah, jetzt ergibt's Sinn!" Ich hab den Roman damals geschenkt bekommen, hatte vorher nichts davon gehört, war total unverspoilert, und er hat mich einfach weggeblasen.


--- Zitat von: pharyon am  2.12.2016 | 20:29 ---Meine Like to haves:
- Genre: Science Fiction (muss nicht hart sein, sollte aber auch nicht offensichtlich unplausibel sein, bitte nicht zu abgefahren) oder Fantasy

--- Ende Zitat ---
Es ist ein bisschen abgefahren, vor allem aber wirkt es abgefahren. Wenn man die Grundprämisse akzeptiert gibt es aber keine auffälligen Logikbrüche oder Plotholes; die Welt ist erstaunlich konsistent und (unter der Grundprämisse!) plausibel.


--- Zitat ---- Stimmung: tendenziell positiv, zwischen realistischen Grautönen und Utopie

--- Ende Zitat ---
Ich sag mal "realistische Grautöne", der Roman heißt ja auch "Shades of Grey".  8)

--- Zitat ---- Thema: Entdeckung, Kontakt mit neuen/unbekannten Rassen (diese dürfen gerne besser durchdacht sein, als typische "humans with funny faces")

--- Ende Zitat ---
Vor allem entdeckt der LESER die Welt; der jugendliche Protagonist stößt erst im späteren Verlauf des Romans auf neue, unbekannte, mysteriöse Dinge, geht dann aber auch auf Entdeckungsreise.

--- Zitat ---- Alter: gerne jüngere Literatur (ich sag mal, die letzten 15-25 Jahre)

--- Ende Zitat ---
Jupp.

--- Zitat ---- Mischung aus Spannungselementen und Charakterentwicklung

--- Ende Zitat ---
Zumindest so halb. Große Charakterentwicklung gibt es nicht.


--- Zitat ---Meine NoGos:
- zu dystere Stimmung, Alien-Survival-Horror, Schwerpunkt Military-SciFi (bei Military-Fantasy käme es im Einzelfall darauf an)

--- Ende Zitat ---
Gar nicht. Alles sehr zivil und zivilisiert.


--- Zitat ---- nicht zu abgefahrene High Fantasy / Science Fiction

--- Ende Zitat ---
Wie gesagt: Es ist schon ein bisschen abgefahren. Aber jede Seite wert!

Großer, großer Nachteil: Es ist Band 1, und Band 2 lässt sein Jahren auf sich warten.
Persönlich halte ich das Buch aber auch für sich alleine als lesenswert. Und ich bezweifle, dass Band 2 den "Sense of Wonder" beibehalten kann.

Kowalski:

--- Zitat von: pharyon am  2.12.2016 | 20:29 ---Hallo liebe Tanelornis,

so langsam bin ich mit allen Post-Nemesis Star Trek-Romanen durch. Die New Frontier-Reihe spricht mich nicht so an. Dadurch entsteht so langsam eine Lücke. Kennt ihr denn gute Bücher aus dem Bereich Science Fiction oder Fantasy, bei denen es auch um das Entdecken unbekannter "Regionen" geht?
Meine Sehgewohnheiten gehen in Richtung Star Trek, Firefly, Star Wars, Galaxy Rangers und Saber Rider and the Starsheriffs.
--- Ende Zitat ---

David Brin Die Uplift Trilogie

Ich würde mit dem 2-ten Band, Sternenflut anfangen, Sonnentaucher findet deutlich VOR Sternenflut auf und ist mit mehr Hintergrundinformationen versehen. Mehr Aktion hat man in Sternenflut. Entwicklungskrieg als dritten. Jedes Buch steht für sich und ist erst mal lose miteinander verbandelt.


--- Zitat von: pharyon am  2.12.2016 | 20:29 ---Meine Like to haves:
- Genre: Science Fiction (muss nicht hart sein, sollte aber auch nicht offensichtlich unplausibel sein, bitte nicht zu abgefahren) oder Fantasy
--- Ende Zitat ---

Mit die plausibelste Space Opera die man sich denken kann. Erklärt warum wir, heute, bis dato keine Aliens getroffen haben.


--- Zitat von: pharyon am  2.12.2016 | 20:29 ---- Stimmung: tendenziell positiv, zwischen realistischen Grautönen und Utopie
--- Ende Zitat ---

Sogar sehr positiv. Mit einem kleinen Haken. Die Menschheit gehört zu den ABSOLUTEN Underdogs. Und sind gleichzeitig mit die impertinentesten Galaktischen Emporkömmlinge überhaupt.


--- Zitat von: pharyon am  2.12.2016 | 20:29 ---- Thema: Entdeckung, Kontakt mit neuen/unbekannten Rassen (diese dürfen gerne besser durchdacht sein, als typische "humans with funny faces")
--- Ende Zitat ---

Umm. Kreideiki ist kein Human mit einer Funny Face. Auch wenn seine Face ggf. von Menschen als Funny gesehen werden kann. Einer der Protagonisten des "Sternenflut" ist Kreideiki, der Erste Offizier des Raumschiffs, ein Geuplifteter Delfin. So richtig "unhuman" wird es aber erst in der 2-ten Trilogie.


--- Zitat von: pharyon am  2.12.2016 | 20:29 ---- Alter: gerne jüngere Literatur (ich sag mal, die letzten 15-25 Jahre)
- Mischung aus Spannungselementen und Charakterentwicklung
--- Ende Zitat ---

Ja, paßt denke ich.


--- Zitat von: pharyon am  2.12.2016 | 20:29 ---Meine NoGos:
- zu dystere Stimmung, Alien-Survival-Horror, Schwerpunkt Military-SciFi (bei Military-Fantasy käme es im Einzelfall darauf an)
- nicht zu abgefahrene High Fantasy / Science Fiction

--- Ende Zitat ---

Es ist ABGEFAHREN. aber auf positive Art und Weise. Die Helden sind Forscher. Aber Dummerweise braut sich gerade ziemlich was in der Galaxis zusammen (zumindest wenn man nicht mit Sonnentaucher anfängt, wie gesagt, Sternenflut ist meiner Meinung nach DIE Einstiegsdroge zum Uplift-Universum.

Nach dem Lesen dieser Trilogie findet man Universen wie Star Trek oder Star Wars im Grunde lächerlich.

Alternativ gerne auch die Culture Bücher von Iain M. Banks (Friede seiner Asche). "Bedenke Phlebas" hatte mich auch weggehauen. Die Bücher von Banks können an manchen Stellen schon sehr drastisch sein. Wenn man mehr auf AHA-Effekte steht dann bitte bitte Brin.

pharyon:
Hallo ihr beiden, vielen Dank für eure Tipps. Shades of Grey habe ich mir besorgt. Bei der Uplift-Trilogie überlege ich, trotz deiner Empfehlung mit Sonnentaucher anzufangen. Lesen möchte ich die Trilogie auf jeden Fall.

Habe jetzt noch den dritten "Transport"-Roman von Philipp P. Peterson vor mir. Finde die Reihe auch sehr interessant, wenn auch stellenweise sehr "leserbelehrend" geschrieben.

Kennt denn sonst niemand explorative SciFi-Romane?

Grüße,

p^^

Timberwere:
Peter F. Hamilton. "The Great North Road" (Einzelroman), "Fallen Dragon" (Einzelroman) und "Pandora's Star"/Judas Unchained" (Zweiteiler).

Für mich mit einer der besten SciFi-Autoren der letzten Jahre. Sense of Wonder: check, interessante Aliens: check, tendenziell positiv: hatte ich schon den Eindruck, auch wenn es natürlich um Konflikt, auch Krieg, geht. Trotzdem klang da immer so ein generell positiver Grundton durch, wenn ich mich recht entsinne, zumindest im Groben.

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