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Ist Arrival sehenswert?

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Sashael:
Die Geschichte, auf der The Arrival basiert, ist da wesentlich expliziter.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die treffen gar keine Entscheidung. Die nehmen nur ihren Platz in der Inszenierung ein und handeln die Geschichte ab, an die sie sich "erinnern". Punkt.
Würden sie sich daran "erinnern", dass sie bei einer Katastrophe draufgehen, würden sie trotzdem hinfliegen und genau das machen, was zu der Katastrophe führt. Denn sie erinnern sich ja daran und deshalb muss es auch so geschehen.

Kann den Autor nicht wirklich empfehlen, der schreibt nämlich nur so fatalistisches Zeug.

Issi:
@ Bad Horse
Zum Nachdenken hat er mich auch gebracht, und zum Versuch mal Wörter von links und rechts gleichzeitig zu schreiben. aber:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Sie hat das Kind ja bereits gesehen, als sie den Vater noch nicht mal getroffen hatte. Man dachte anfangs es sei ihre Vergangenheit.
Sie hat praktisch das Resultat einer Entscheidung gesehen, die sie in der Zukunft mal treffen wird. Zudem setzt die Möglichkeit diese Entscheidung zu treffen voraus, dass bestimmte Dinge ganz sicher passieren werden. Nämlich dass sie sicher den Auftrag bekommt die Aliens zu treffen und ihren Job zu machen und auch, dass sie verhindern wird, dass das Ganze eskaliert und sie den Staatsmann überreden kann nicht anzugreifen. Ebenso, dass sie dem Vater des Kindes näherkommt. Das alles muß ja sicher passieren, bevor die Möglichkeit zu der Entscheidung Kind ja oder nein überhaupt gegeben ist.
Insofern sehe ich da keine große Entscheidungsfreiheit mehr. Sie hat die Dinge der Zukunft ja bereits als Vergangenheit gesehen. Und Alles was ich in Vergangenheits sehe, ist bereits passiert. Ansonsten wäre es keine Vergangenheit.

Bad Horse:
Issi:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das ist alles richtig, wenn man von einer linearen Zeit ausgehen, wo man die Entscheidung X eben nur dann treffen kann, wenn Y schon passiert ist. Aber wenn man gleichzeitig an allen Punkten ist, dann trifft man auch alle Entscheidungen mit allen Informationen. Man kann nicht nicht alle Informationen haben.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie der Entscheidungsprozess da abläuft - aber einfach davon auszugehen, dass es keinen gibt, weil ich mir das nicht vorstellen kann, werde ich auch nicht.  ;)

Sashael:
@Bad Horse
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Vielleicht solltest du doch mal spaßeshalber die Geschichte "Geschichte deines Lebens" von Ted Chiang lesen, auf der der Film basiert.
Da wird an einer Stelle sogar explizit davon gesprochen, dass die Linguisten ihren Part in der folgenden Szene spielen und von vornherein wissen, wie alles ausgehen wird. Die Hauptfigur tut aber nichts, um irgendwas zu ändern. Wird sie auch in ihrem späteren Leben nicht mehr. Weil sie sich an etwas "erinnert", muss es ja so geschehen "sein". Egal was dabei passiert und wer dabei zu Schaden kommt.

Bad Horse:
Sashael: Das ist schade. (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich fand diese Offenheit um den Entscheidungsprozess eines der stärksten Elemente im Film.  :)

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