Medien & Phantastik > Sehen
Ist Arrival sehenswert?
Issi:
@ Bad Horse.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wenn ich zeitgleich existiere(Vergangeheit, Gegenwart, Zukunft), dann existieren auch zeitgleich sämtliche Optionen(Entscheidungsmöglichkeiten), die ich in Zukunft habe. Dann darf es nicht nur eine einzige Option geben. Die Option für die ich mich entscheide passiert, die anderen werden von miraus gelöscht.
Ansonsten gäbe es vielleicht alle Zeitebenen gleichzeitig, da will ich nicht widersprechen. Was es aber ganz sicher nicht geben würde, (und das ist dass, was ich kritisiere), ist einen Freien Willen. Die Zukunft ist nur dann eine Zukunft, wenn sie in der Gegenwart noch nicht festgelegt ist. Ansonsten sieht man nur einen Film, von mir aus auch gleichtzeitig, der schon abgedreht wurde. Keine schöne Vorstellung.
Wandler:
Naja aber im Film - ich kenne das buch nicht - ist
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)es ja nicht klar ob es nur ein Vision einer möglichen Zukunft ist. Eine Vision einer möglichen Zukunft hat immer noch die Entscheidungsfreiheit und vor allem hat es eines, die Angst: Was wäre wenn ich es nicht tue? Was ist wenn ich diesen Pfad den ich kenne nicht einschlage? Ist die unbekannte Alternative wirklich besser als die bekannte und ihre Schmerzen/Trauer?Zumindest sehe ich das so. Das ist sicher nicht die einzige mögliche Interpretation und muss schon gar nicht mit dem Buch kohärent sein, aber es ist auf jedenfall meine Interpretation.
Nick-Nack:
Für mich war es gerade eine Stärke des Films, dass
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)es eben keinen freien Willen gibt, sondern man nur Teil einer Geschichte ist, deren Ende man dann kennt. Daran haben die Aliens auch nichts geändert: Die Menschen hätten so oder so keine Auswirkung gehabt auf ihre Zukunft. Sie hätten sie nur nicht gekannt. Für mich passt diese Interpretation auch super zu vielen anderen Teilen des Films, z. B. opfert sich das eine Alien ohne zögern im genau richten Zeitpunkt der Explosion, und sie unterrichten stoisch diese Sprache, weil sie einfach wissen: So war es, so wird es sein.
Für mich macht da sauch den größten melancholischen Teil des Films aus: Die Erkenntnis, dass man in einer vorbestimmten Welt lebt. In diesem Sinne ändert die neue Sprache auch nichts an der Realität der Menschen, sondern nur an ihrer Wahrnehmung der Welt.
alexandro:
Der Macher hat relativ klar gesagt, dass es
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)im Film, im Gegensatz zur Vorlage, durchaus freien Willen gibt (hier).
Und ich fand die Entscheidung auch folgerichtig: klar ist es hart zu wissen, dass die Tochter sterben wird. Aber wäre deren Nichtexistenz wirklich besser? Ich würde so eine Entscheidung nicht treffen wollen.
Wandler:
Ich sehe für diese Interpretation eigentlich keine Grundlage Nick.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Es opfert sich weil es weiss sein Volk die Hilfe der Menschen braucht. Man kann es natürlich Sehen wir du, nichts im Film spricht für mich dagegen. Es spricht aber auch Leine Szene dafür, zumindest kann ich mich an keine erinnern.
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