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The Great Wall - Bourne hoppelt über die chinesische Mauer

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Ludovico:
Moin Leute!

Demnächst ist Matt Damon in einem chinesischen Film über die chinesische Mauer zu sehen, wobei es wohl weniger um mongolische Horden geht, die es abzuwehren gilt als um Monster.

Die Trailer sind insofern etwas merkwürdig, als dass sie vor allem Matt Damon zeigen, der einen Söldner spielt, der im 15 Jh. nach China kam, um Schießpulver zu stehlen, was in die Hose ging. So findet er sich plötzlich an der Mauer wieder und darf als Legolas-Verschnitt gegen irgendwelche Dämonen kämpfen... zumindest laut Trailer.

Es soll sich wohl vor allem um eine Art 13. Krieger handeln, bei dem halt vier weitere Chinesen die Rolle der Wikinger übernehmen und Matt Damon die Rolle des Arabers.

Na ja, mal schauen, wie sich die Neufassung des 13. Kriegers in Asien macht.

http://www.moviepilot.de/movies/the-great-wall

Kurna:
Ob der chinesische Trailer da etwas anders sein könnte?  ;)

Yerho:
Ich habe mich gestern überreden lassen, wider mehrfacher übereinstimmender Kritiken Warnungen zu versuchen, den Film zu sehen, nachdem ich ihn im Kino glücklicherweise übergangen habe. Nach exakt 21 Minuten und 45 Sekunden (mitten in der ersten Schlachtszene) hatte sich der Schwachsinn dermaßen summiert, dass es ernstlich nicht mehr ging. Ich musste aufhören, sonst wäre mein Hirn spontan eingeschrumpelt.

Es mag auch ein wenig daran liegen, dass ich mit chinesischem Drahtseil-Akrobatik-Kino noch nie so wahnsinnig viel anfangen konnte, aber so desaströs hatte ich meine bisherigen Versuche, mich dem Genre zu nähern, nicht in Erinnerung. Die Mischung mit westlichen Themen und Erzählmustern wertet es noch zusätzlich ab und dass das Schauspiel grauenhaft, die Dialoge nichtssagend sind, die Story irgendwo zwischen generisch und langweilig schwankt und das Design stellenweise geradezu lächerlich ist, macht's auch nicht besser. Ob es in dem Film tatsächlich unsägliche Propaganda gab, wie einige Kritiken behaupten, kann ich nicht sagen, denn bis dahin bin ich nicht gekommen.
Wenn ich jetzt allein anfangen würde, Plot- und Logiklöcher aufzuzählen (Wohlgemerkt, nur die der ersten 20 Minuten!), würde dieser Verriss länger, als der Film es verdient.

Kurz: Sich von der Großen Mauer zu stürzen tut vermutlich weniger weh, als diesen Murks zu Ende zu schauen. So kann man Völkerverständigung auch torpedieren. ;)

Greifenklaue:
Schade eigentlich. Die Monster / Dämonen hab ich neulich ganz vorn in einer "Besten Filmkreaturen"-Liste gesehen. So weit bist Du wohl nicht gekommen ... Gibt es dazu Meinungen?

Ludovico:
Ein typischer Zhang - wie bei Hero und House of Flying Daggers gab es viele hübsche Bilder und keine oder sehr dünne Story.

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