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Blade Runner 2049
alexandro:
--- Zitat von: Kowalski am 14.10.2017 | 12:52 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Es ist nicht definiert ob Joi nur ein Algorithmus ist, oder tatsächlich eine kleine auf K fixierte KI.
Bei der Bemerkung von Mariette zu Joi "Ich war in Dir drin Schätzchen, und glaube mir, da ist nichts" könnte es der Neid sein das K für Joi was empfindet und ihm Mariette in dem Moment nützlich aber egal ist.
Und klar, Joi und ihre Schwestern wird als Sexobjekt angepriesen und verkauft. Nur ist körperliche Nähe nicht das primäre Bedürfnis das K mit Joi sich erfüllt. Es ist ganz klar eine Beziehung die er sich wünscht. Man könnte jetzt drüber streiten ob das die Simulation von Gefühlen und Fürsorge bei beiden ist, oder ob das echt ist, aber wenn man nicht wüsste das sie nur eine Projektion ist, wäre das keine offene Frage.
Die Äquivalenz zwischen "Leben" als rein digitales Konstrukt, Leben als biologisches Konstrukt und Bio-Leben wird im Film durchaus behauptet. Auch wenn gerade der Film sich um das Gegenteil dreht und das die Protagonisten bedroht.
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die "Marionette" funktioniert durchaus in beide Richtungen (Joi imitiert einerseits die Bewegungen von Mari, ist aber anderseits der Grund, warum Mari überhaupt dort ist). Wie bei einem Marionettenspieler, bei dem man nicht weiß wer jetzt auf das Zupfen der Fäden reagiert und wer die Fäden zieht (kann man durchaus auch auf den Rest des Films beziehen, bezogen auf die Frage, ob K wirklich "agency" hat oder ob er von vorne bis hinten manipuliert wird - da gibt es keine falschen Antworten).
@Ucalegon: Einzige Frau mit mehr Dialog? Luv und Lt. Joshi hatten imo genausoviel Dialog wie Joi (und jede von diesen hatte mehr Dialog als Deckard oder Wallace, also als der Legacy-Charakter und einer der zentralen Antagonisten).
Kowalski:
Wen erinnert dieses Retirement an die Speicherlöschung der Droiden in Star Wars (wobei Blade Runner hier die Prior Art ist).
Das biologische Verdrahten von Erinnerungen kann man schlecht ändern, deswegen das Retirement.
Moralisch fragwürdig sind aber beide Methoden. Die in Star Wars wird ja noch nicht mal zum Thema gemacht (was mal wieder zeigt das sich Star Wars NULL mit Moral und Humanismus auseinandersetzt)
alexandro:
Noch fieser war das ja im Original: da war unklar, wie man jetzt genau Replikanten erkennt. Klar, es gibt den Voigt-Kampf-Test, aber wie zuverlässig ist der? Kann der manipuliert werden oder gibt es vielleicht sogar Menschen, die (aufgrund von Hirnschäden oder psychischem Trauma) emotional nicht so reagieren, wie sie "sollten"? Woher weiß man, dass der getötete Replikant wirklich einer war (und nur ein Mensch, der zufällig nicht der Norm entspricht)?
Aus diesem Grund fand ich die Idee mit der Seriennummer auf den Knochen etwas schade - sie schafft ein paar Fakten, wo in Ungewissheit spannender gefunden hätte.
KhornedBeef:
Ich hatte immer den Eindruck dass man die Replikanten identifizieren kann, wenn man sie seziert. Das sind ja buchstäblich handgemachte Organe und sowas, ganz zu schweigen dass sie ausgewachsen geboren werden. Und es gab für Tyrell ja keinen Anreiz, sie forensisch identisch zu machen. Insofern empfand ich das als nachträgliche Erklärung.
Kowalski:
Im Buch/Kurzgeschichte sind sie nur mit dem Test unterscheidbar und der scheint nicht 100% zu sein.
So ein wenig wie Lügendetektoren.
Generell ist es eine Geschichte um Moral und Menschlichkeit.
Wie so häufig bei Philip K. Dick
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