Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
DSA3, Midgard, Aborea - System für Neulinge?
Achamanian:
--- Zitat von: Greifenklause am 20.12.2016 | 11:51 ---DSA5 IST einsteigerfreundlich.
Aus meiner Sicht auch einsteigerfreundlicher als DSA3.
--- Ende Zitat ---
Das würde ich so auch unterschreiben.
Wenn man sich selbst SC erschaffen will, ist die Hürde allerdings trotzdem recht groß, finde ich ... habe das als alter DSA-Hase mal daheim versucht und war von der Rechnerei dann auf halbem Wege doch zu abgeturnt.
Die Splittermond-Einsteigerbox müsste auch gehen; Die Vollversion ist allerdings schon ein ziemlich Regelhammer, finde ich.
Auch noch eine Idee: Turbo-Fate. Da hat man kein Setting dazu, die Regeln sind aber extrem einfach und nach ein paar Versuchen auch gut intuitiv zu erfassen (am Anfang hat's bei mir noch geholpert). Habe ich mit gutem Erfolg mit meinem 12- und 13-Jährigen Nichten gespielt.
Achamanian:
Ach ja, Universalsysteme: Vielleicht lohnt sich auch noch ein Blick in Savage Worlds. Ich persönlich mag's zwar nicht, aber es ist durchaus ein ziemlich einfaches System, und die Taschenbuchausgabe ist mit 9,95 auch extrem preiswert. Savage Worlds bietet jedenfalls einen Haufen Bausteine, um klassisches Fantasy-Zeug zu bespielen, und ein ziemlich einheitliches Grundsystem.
Boba Fett:
Ich als überzeugter Midgard 5 Fan empfehle Dir: Nimm DSA 5
Was? Ja!
Nimm DSA 5, kauf Dir ein gutes Kaufabenteuer (Offenbarung des Himmels eignet sich für Anfänger) und spiel es mit Deinen Leuten mit den im Regelwerk vorgefertigten Charakteren.
Und wenn es gefällt, nimm ein weiteres Kaufabenteuer.
Warum DSA5?
Weil es den besten Support liefert.
Es bietet Kaufabenteuer und das hilft einem Einsteiger unglaublich.
Es hat eine lebendige Spielwelt mit viel Material (Aventurien Almanach ist auch ein empfehlenswertes QB).
Mir persönlich gefallen die Midgard Regeln viel besser. Aber Midgard hat das Problem, das es kaum Veröffentlichungen hat.
Und ich bin ein Rollenspiel-Veteran, der das locker kompensieren kann.
Ich würde gern guten Gewissens Midgard empfehlen, aber das kann ich nicht.
Und das dicke DSA5 Regelwerk?
Das schreckt ab.
Aber Midgard ist auch nicht dünner, wenn man beide Bücher von Midgard vergleicht...
Und viele der Regeln im DSA5 sind für Erschaffung und Steigerung.
Mit vorgefertigten Charakteren ist das für Einsteiger locker machbar.
So, jetzt gehe ich mir den Mund mit Seife auswaschen...
:Ironie:
tartex:
--- Zitat von: Boba Fett am 20.12.2016 | 12:00 ---Warum DSA5?
Weil es den besten Support liefert.
Es bietet Kaufabenteuer und das hilft einem Einsteiger unglaublich.
--- Ende Zitat ---
Ich denke, eine Tatsache, die viele Rollenspiel-Hobbyisten vergessen: die meisten unbedarften Leute gehen an Rollenspiele so ran, wie an einen Brettspielabend. Da geht es nicht darum, ob es eine Infrastruktur hat, die für Jahrzehnte Support und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis über diese Zeiträume liefert.
Ganz sicher geht es auch nicht darum vorher eine HALBE Stunde lang Regeln zu lesen oder zumindest Talenttabellen zu studieren.
Die Leute wollen oft EINEN spaßigen Abend ohne Einarbeitungszeit. So gesehen würde ich DSA3 empfehlen, weil es ja auch "Das Buch der Regeln I" enthält, so weit ich mich erinnere. Und das ist einfach DSA1: also keine Talentlisten, sondern einfach 5 Attribute, die mit W6+7 bestimmt werden.
(Bei den meisten Brettspielen kommen wir auch nie dazu die ein zweites Mal zu spielen, obwohl wir viel Spass hatten, und wenn wir im Vorhinein das Gefühl hätten da langfristig investieren zu müssen, würden wir es einfach ganz lassen, weil das nach ARBEIT kling. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass irgendwer an seine erste Rollenspielrunde mit einer anderen Einstellung rangeht.)
Antariuk:
Auch wenn hier einige Systeme mit mehreren hundert Seiten Grundregelwerk als einsteigerfreundlich betrachten, eine Empfehlung wird es dadurch nicht. Nicht jeder hat Lust den ganzen Schmodder zu lesen, und das Verständnis für die Abläufe eines Systems kommt dem erfahrenen Kenner halt so selbstverständlich vor, während ein Neuling (oder Rückkehrer) erstmal nur einen Berg von Wörtern und Regeln sieht.
--- Zitat von: Stephan68 am 20.12.2016 | 11:25 ---Wie seht Ihr das? Was würdet Ihr mir als Einstieg empfehlen und was benötige ich für die ersten 3-4 Abende?
--- Ende Zitat ---
Du hast Dungeonslayers ja schon selber genannt und es ist hier von anderen empfohlen worden. Das System ist wirklich schlank und wirklich einsteigerfreundlich, das PDF gibt es kostenlos und die Box ist für 25,- Euro auch recht erschwinglich. Abenteuer und Add-Ons zum Spiel gibt es haufenweise kostenlos zum Download auf der DS Webseite, plus eine sehr rege Community. Ich würde es an deiner Stelle einfach mit Dungeonslayers probieren und nach 1-2 Abenteuern Rücksprache mit deiner Spielerschaft halten ob das euer Ding ist oder ihr nochmal was anderes probieren wollt.
Weder DSA noch Midgard noch Barbarians of Lemuria kommen an die Einsteigerfreundlichkeit von Dungeonslayers ran.
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