Medien & Phantastik > Lesen
Empfehlt mir: Polit-Thriller
Yerho:
Nachdem ich kürzlich den Fehler gemacht habe, etwas von Mark Greaney zu lesen, brauche ich zur Renaturierung meiner geistigen Gesundheit Lesestoff, der die Bezeichnung Thriller verdient, stilistisch nicht auf das geistige Niveau eines Hilfsschulabbrechers angepasst ist und zwingend nicht peinlich vordergründig dafür dient, das weltanschaulich Credo des Autors zu verbreiten.
Vorzugsweise sollte es in die politische Richtung gehen, wobei ich das hier aber sehr weit fasse; mir geht es eher um die Abgrenzung zum Science- bzw. Crime-Thriller.
Irgendwelche Empfehlungen? Es können auch gerne ältere Romane sein, sofern diese noch ohne Verrenkungen in Buchform erhältlich sind. Einzeltitel würde ich den Vorzug geben, aber überschaubare Reihen oder solche, die man nicht komplett lesen muss, um den einzelnen Roman genießen zu können, gehen auch. :)
Infernal Teddy:
Muss das Buch in der Gegenwart angesiedelt sein?
Yerho:
--- Zitat von: Infernal Teddy am 23.12.2016 | 21:38 ---Muss das Buch in der Gegenwart angesiedelt sein?
--- Ende Zitat ---
Nicht zwingend. Es wäre aber schön, wenn die Handlung zeitlich nach dem 2. Weltkrieg bzw. höchstens ein paar Jahre in der Zukunft spielen würde.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Hmm, "Eine kleine Stadt in Deutschland" von John Le Carre würde ich mir als etwas vorstellen, was deiner Fragestellung entspricht. Wie überhaupt alles von John Le Carre, wenn ich etwas pauschaler werden darf.
Besonders die Smiley-Reihe ist zu empfehlen, den chronologisch ersten davon ("Schatten von Gestern") habe ich erst kürzlich gelesen, nachdem ich ein halbes Jahr lang Fachliteratur zur Spätphase des Zweiten Weltkriegs durchpflügt hatte. Und da der Roman Ende der 50er spielt und die Figuren darin eine Vorgeschichte haben, hat mich das ziemlich gut vorbereitet. Überhaupt ist mir da erst aufgefallen, wie stark die Figuren in dieser Reihe bis in die 80er noch vom Welltkrieg geprägt sind.
Le Carre schreibt in meiner Sicht hervorragend, und da er ja selber eine Vergangenheit im Secret Service hatte, ist da auch weniger an den Haaren herbeigezogen, was die Operationen solcher Leute angeht.
Und er hat eine starke Affinität zu Deutschland und der Schweiz, was ihn für deutschsprachige Leser eh ganz interessant macht - er folgt nicht irgendwelchen Deutschlandklischees, wenn er darüber schreibt.
Rhylthar:
Tom Clancy-Bücher hast Du schon gelesen oder sind die Dir "zu platt"?
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