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(Film) Passengers

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Lyonesse:

--- Zitat von: Kowalski am 11.01.2017 | 18:05 ---Spannung war ja auch nicht Ziel, das ist also durchaus erreicht.

--- Ende Zitat ---

Sagen wir, ich meinte spannend im Sinne von interessant. Der Film hätte einfach viel besser sein können,
wenn er konsequent die Dramaschiene weiter verfolgt hätte, statt im dritten Akt ordentlich und teilweise
geradezu absurd den Actionhammer kreisen zu lassen.
Mich störte auch der exzessive Einsatz von Kommissar Zufall, und wenn ich es recht bedenke, war Chris Pratt
die zu nette Wahl für den Part, denn dem kann man ja alles verzeihen.
Also schließlich und endlich haben sie sich aus meiner Sicht mal wieder nicht genug getraut.
Aber ich stimme dennoch mit Kurna völlig überein, es ist schön, dass im Kino mal wieder ein paar SF-Filme laufen
und das Genre ein wenig neu beackert wird.
Passengers ist jetzt auch kein superschlechter Film, aber eben auch kein supertoller.

Kowalski:

--- Zitat von: Kurna am 11.01.2017 | 23:46 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wenn Jim alleine geblieben wäre und sich nicht von Aurora hätte ablenken lassen, hätte er vielleicht viel eher das
Problem bemerkt. ;)
Aber es ist ja auch nicht so sehr das Aufwecken, das mich stört, sondern dass sie sich am Ende in ihn verliebt. ("Stört" im
Sinne von "als filmisches Stilmittel".)

Mit Stalken meinte ich auch vor allem die Zeit vor dem Aufwecken. Immerhin hat er sie wochenlang dort besucht und im
(Kälte-)schlaf beobachtet und alle Infos über sie nachgelesen. Klassisches Stalkerverhalten. Dann kommt das Aufwecken
(könnte man wohl als eine Art Entführung(?) werten) und danach der Betrug, weil er ihr die Wahrheit verschweigt.



--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der Unterschied zwischen Interesse und Stalken ist ob man dem anderen Raum läßt und ein "Nein" akzeptiert. Sich für jemanden zu interessieren ist an sich nicht falsch. Wenn man sich den Dialog genau vor Augen führt erzählt er wie seine Kapsel eine Fehlfunktion hatte und er klärt sie nur nicht auf das Ihre Kapsel nicht durch ihn sabotiert wurde. Und gefragt hat sie auch nicht.
Natürlich ist das etwas anderes als einem nicht zu sagen das man Schweißfüße hat oder zu lautem schnarchen neigt.
Das Verlieben passiert erst mal VOR dem Erkennen der Wahrheit. Was ggf. den gefühlten Verrat verstärkt aber auch dazu führen kann das Pratts Figur verziehen wird. Eben weil er zeigt das er weiss das er Ihr so viel angetan hat und auch akzeptieren würde wenn sie ihn verletzt oder sogar tötet.

Und ja, man hätte mehr Beziehungsdrama reinbringen können ohne das Aktionspektakel am Ende. Wäre ein anderer Film geworden.

Wurde trotzdem gut unterhalten.
Ja, der Film hat Schwächen und Stärken.

Mag man SciFi ist es nicht falsch sich den anzuschauen.

Kurna:

--- Zitat von: Kowalski am 12.01.2017 | 00:23 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der Unterschied zwischen Interesse und Stalken ist ob man dem anderen Raum läßt und ein "Nein" akzeptiert. Sich für jemanden zu interessieren ist an sich nicht falsch. Wenn man sich den Dialog genau vor Augen führt erzählt er wie seine Kapsel eine Fehlfunktion hatte und er klärt sie nur nicht auf das Ihre Kapsel nicht durch ihn sabotiert wurde. Und gefragt hat sie auch nicht.
Natürlich ist das etwas anderes als einem nicht zu sagen das man Schweißfüße hat oder zu lautem schnarchen neigt.
Das Verlieben passiert erst mal VOR dem Erkennen der Wahrheit. Was ggf. den gefühlten Verrat verstärkt aber auch dazu führen kann das Pratts Figur verziehen wird. Eben weil er zeigt das er weiss das er Ihr so viel angetan hat und auch akzeptieren würde wenn sie ihn verletzt oder sogar tötet.

Und ja, man hätte mehr Beziehungsdrama reinbringen können ohne das Aktionspektakel am Ende. Wäre ein anderer Film geworden.

--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Du würdest es also nicht seltsam finden, wenn du erfährst, dass ein Fremder dich aus nächster Nähe wochenlang beobachtet hat während du schliefst ohne dich um Erlaubnis zu fragen? Und nebenbei alle möglichen Infos über dich liest?
Und indem er sie ungefragt weckt, gibt er ihr ja nicht einmal die Chance, nein zu sagen.
Und es macht in diesem Fall moralisch keinen Unterschied, ob er bewusst lügt oder nur "by omission". Er weiß, wie Scheiße seine Tat war, sieht ihre Reaktion und trotzdem verschweigt er die diese Info, um sie fröhlich weiter anbaggern zu können. Es ist eben nicht nur ein kurzfristiger Verzweiflungsakt gewesen, sondern über lange Zeit durchgezogen.

Man hätte mehr Beziehungsdrama reinbringen können, aber auch weniger. ZB. indem sie ihm am Ende nur verzeiht, aber ihn nicht "heiratet". (Und der Option, dass sie dann doch in die Autodoc-Kapsel steigt.)



--- Zitat ---Wurde trotzdem gut unterhalten.
Ja, der Film hat Schwächen und Stärken.

Mag man SciFi ist es nicht falsch sich den anzuschauen.

--- Ende Zitat ---

Da stimme ich dir zu. Und dass er zu Diskussionen anregt, ist ja auch nicht falsch. :)

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