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Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi

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alexandro:

--- Zitat ---Dann rate ich Dir, da Du den Film offensichtlich nicht kennst, mal zu "Indiana Jones, Temple of Doom".
--- Ende Zitat ---
Du meinst der (nur dank Crystal Skull) zweitschlechteste Indy-Film , dessen zeitliche Einordnung ohnehin recht fragwürdig ist?


--- Zitat von: Boba Fett am 10.01.2018 | 09:41 ---2. Was will man erzählen?
Wie sind Han und Chewie zusammengekommen?
Wie ist Han zu einem so guten Piloten geworden?
Wie haben sich Han und Lando kennen gelernt und wieso musste Lando den Falken als Spieleinsatz setzen?
Wie kam es dazu, dass Han die Schmuggelware von Jabba loswerden musste, wo er doch so ein guter Pilot mit so einem schnellen Schiff war?
Wieso ist Han den Kessel Run geflogen?

Da das SW-EU für die Filme gecancelt wurde, ist das alles offen.

--- Ende Zitat ---

Das sind alles Ereignisse. Man weiß aber, wo das alles hinführt: zum zynischen Schmuggler, wie man ihn aus Episode IV kennt. "Lücken" in der Geschichte aufzufüllen ist imo der schlechtmöglichste Grund, einen solchen Film zu machen.

Da würde mich eher ein Film über Obi Wans junge Jahre als Schüler von Qui Gon reizen, wo er er mal nicht der allwissende Lehrer ist. Oder wie sich Prinzessin Leia der Rebellion anschließt und gegen das Imperium arbeitet, während sie gleichzeitig noch versucht ihre Tarnung als Diplomatin aufrecht zu erhalten. Oder etwas ähnliches. Filme, welche tatsächlich eine neue Facette der Figur zeigen.

Ich würde sogar einen Film über einen jungen Han Solo als idealistischen Rekruten einer imperialen Akademie akzeptieren, weil das etwas anderes wäre, als "derselbe zynische Schmuggler, nur mit weniger Fähigkeiten und Hintergrunddetails", wo der Charakter von vorneherein schon auf seinen Endpunkt angekommen ist und eigentlich nirgendwo mehr hin kann, ohne die Filme, auf die das Prequel hinarbeiten soll, zu invalidieren.

Boba Fett:

--- Zitat von: alexandro am 10.01.2018 | 10:48 ---Das sind alles Ereignisse. Man weiß aber, wo das alles hinführt: zum zynischen Schmuggler, wie man ihn aus Episode IV kennt. "Lücken" in der Geschichte aufzufüllen ist imo der schlechtmöglichste Grund, einen solchen Film zu machen.

Da würde mich eher ein Film über Obi Wans junge Jahre als Schüler von Qui Gon reizen, ...
--- Ende Zitat ---

Da weiss man aber wo das alles hinführt: zu einem weisen, ausgeglichenen in sich ruhenden Jedi, wie man ihn aus Episode I kennt, der von Darth Maul getötet wird.
Sorry, würde mich auch reizen, aber hier diskutierst Du doch sehr einseitig, oder?


--- Zitat von: alexandro am 10.01.2018 | 10:48 ---Ich würde sogar einen Film über einen jungen Han Solo als idealistischen Rekruten einer imperialen Akademie akzeptieren, weil das etwas anderes wäre, als "derselbe zynische Schmuggler, nur mit weniger Fähigkeiten und Hintergrunddetails", wo der Charakter von vorneherein schon auf seinen Endpunkt angekommen ist.
--- Ende Zitat ---

Äh, ja und?
Inwiefern betrifft das meine oben gestellte Frage "Wie ist Han zu einem so guten Piloten geworden?" und "Wie sind Han und Chewie zusammengekommen?" nicht?
genau DAS kann man daraus machen...

Wulfhelm:

--- Zitat von: Ralf am  9.01.2018 | 11:40 ---Ist natürlich reine Spekulation aber mir kommt es vor als wollte Disney mit aller Gewalt ihr "eigenes Ding" machen.
--- Ende Zitat ---
Es ist Disney. Daher gilt bei der Suche nach einer Erklärung einfach: Follow the money.
Womit macht das Star Wars Franchise richtig Kohle? (Keine Rangfolge)
1. Die Filme
2. Kinderspielzeug
3. Merchandiseartikel für Erwachsene
(4.) Eventuell noch Videospiele, aber da sicher nicht die storyintensiven.

Romane, Zeichentrickserien, Comics, Nachschlagewerke und der ganze andere Kram sind eher nebensächlich. Jährliche Bücherverkäufe der Star-Wars-Marke sind so im niedrigen einstelligen Millionenbereich, was für Bücher sensationell gut ist, aber im gesamten revenue stream nur einen kleinen Eimer darstellt. Auf die Zeit von 1977-2015 gerechnet, haben Bücher (das schließt Comics ein) ungefähr 5% des gesamten Umsatzes für das Franchise gebracht.

Klar ist durch die Zahlen auch: Nur ein kleiner Bruchteil der Leute, die sich für die Filme interessieren, nimmt jemals ein Star-Wars-Buch in die Hand. Das tun nach wie vor nur Nerds. Und wie wir wissen: Es ist mittlerweile cool, sich als Nerd zu bezeichnen (was bedeutet, alle paar Wochen in einen strunzdummen 250-Millionen-Film zu gehen und sich wertloses Merchandise per Lootbox ins Eigenheim liefern zu lassen); aber es ist immer noch nicht cool, ein Nerd zu sein (was bedeutet, sich für Dinge, die nicht Arbeit, Autos, Eigenheim, Sport oder das Leben von Prominenten sind, ernsthaft und tiefgründig zu interessieren).

Disney holt nun die Leute da ab, wo sie sind, was für die überwiegende Mehrheit der Zuschauer eben bedeutet: Die vorherigen Filme und das Merchandise. Darum hat es Disney auch keine Schmerzen bereitet, das EU über den Jordan zu schicken - wegen der paar Nerds, die sich dafür interessieren, erlegt man sich doch keine Fesseln auf. Anspielungen auf Romane, auf Rebels oder sonstwas würden riskieren, einen Teil der normalen Zuschauer zu verwirren, nur um von einer kleinen Schar Freaks - deren positive Reaktion nicht sichergestellt ist - wahrgenommen zu werden. Kostenrechnung fällt da negativ aus.

Boba Fett:

--- Zitat von: alexandro am 10.01.2018 | 10:48 ---Du meinst der (nur dank Crystal Skull) zweitschlechteste Indy-Film , dessen zeitliche Einordnung ohnehin recht fragwürdig ist?

--- Ende Zitat ---
Der zweitschlechteste von vier kann immer noch ein sehr guter Film sein...
und die zeitliche Einordnung ist sicherlich das K.O. Kriterium, das diesen Film unsagbar schlecht werden läßt, dass die Leute in Scharen kotzend aus den Kinos geflüchtet sind.
Wenn Du keine anderen Kritikpunkte an Indy 2 hast, kann er ja nicht SO schlecht sein, oder?
Was legst Du eigentlich für Qualitätsmaßstäbe für einen Film an, um ihn als "gut" zu bewerten?

Nachtrag: Sorry für den aggro-Ton, aber bei sowas platzt mir manchmal wirklich der Kragen.

Arldwulf:

--- Zitat von: Wulfhelm am 10.01.2018 | 10:53 ---Anspielungen auf Romane, auf Rebels oder sonstwas würden riskieren, einen Teil der normalen Zuschauer zu verwirren, nur um von einer kleinen Schar Freaks - deren positive Reaktion nicht sichergestellt ist - wahrgenommen zu werden. Kostenrechnung fällt da negativ aus.

--- Ende Zitat ---
Allerdings sind eben diese Hardcore Fans auch die wahrscheinlichste Quelle für Mund zu Mund Propaganda. Gelegenheitskinogänger schauen sich die Filme an, finden sie gut oder schlecht. Und belassen es dabei.

Die zahlenmäßig natürlich kleine Masse der Nerds ist dagegen wesentlich lauter, verfasst Reviews und postet in Foren, schimpft in Diskussionen oder sonstwo herum.

Ein wenig Nerd-Fanservice kann insofern durchaus große Werbewirkung entfalten.

Wenn es denn der richtige Fanservice ist. Im Falle von Interceptorschiffen wäre die Gefahr aber groß gewesen mit dem schönem Satz "Warum funktioniert der Hyperraumantrieb nicht" eine Anspielung auf Episode 5 zu machen die vielen plump erschienen wäre und neue "das ist doch bloß eine Kopie" Kommentare forciert hätte.

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