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Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi

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Der Läuterer:
Es gibt eine recht sehenswerte Kritik auf youtube, die zusammenfasst, was viele Fans an Episode 8 gestört hat.
https://m.youtube.com/watch?v=jaYGP5YmRxI

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 20.12.2018 | 20:01 ---Wir wissen nicht wie die Lage in der Galaxie aussieht, nur wie es mit diesem Häuflein Rebellen aussieht...

Vielleicht reorganisiert die Republik sich gerade neu und gibt dem First Order ordentlich Zunder

Commodore Tusker: General Hux die 3te Flotte meldet sich
Hugs: Willkommen Commodore, wieviel Schiffe folgen ihnen von der Flotte

Tusker:  das hier ist die KOMPLETTE 3te Flotte


Ganze 3 Schiffe

--- Ende Zitat ---
Die interessante Frage wäre ja eh in welchem Zustand sich eigentlich die "Erste Ordnung" befindet. Die haben die in TFA Starkillerbase verloren und in TLJ Snokes Megasternenzerstörer und eine ganze Reihe anderer Schiffe, und kompetente Anführer scheinen auch Mangelware bei denen ...

Das die Republik das aber hinkriegt halte ich für ehr unwahrscheinlich, da die sich weitestgehend entmilitarisiert haben und ein guter Teil der verbleibenden Flotte wohl bei der Zerstörung ihres Hauptsystems in TFA mit hoch gegangen ist.

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.12.2018 | 23:20 --- ein guter Teil der verbleibenden Flotte wohl bei der Zerstörung ihres Hauptsystems in TFA mit hoch gegangen ist.

--- Ende Zitat ---
eigentlich nur die Senatsflotte, der Verlust der Führung sollte das Problem sein, aber wer übernimmt für die Republik die zivile Führung

Alexandro:

--- Zitat von: Sashael am 20.12.2018 | 19:58 ---Und das Wegschmeißen des Lichtschwertes hat für mich einen sehr sehr starken Symbolcharakter, wie RJ zum Star Wars Mythos steht.

--- Ende Zitat ---

Ah, Sett war also nicht der einzige, der den Film nicht zu Ende geschaut hat. ;D

Der Film hat in der Luke/Rey-Story 4 distinkte Phasen:
1) Rey ist enttäuscht, dass Luke nicht der perfekte Held ist, den sie sich ausgemalt hat.
2) Rey (und damit der Zuschauer) erfährt, dass Luke von sich selbst enttäuscht ist, weil er nicht das perfekte Ideal eines Jedi leben konnte (welches - wie die Prequels und die OT zeigen - ein unerreichbares Ideal ist) - wegen seiner Fehler glaubt er nicht, dass er würdig ist irgendetwas zur Rebellion beizutragen
3) Rey erkennt, dass Luke nicht perfekt sein muss - sie kann trotzdem etwas von ihm lernen (und ebenso von den Jedi - auch wenn die alten Schriften nicht wirklich universell brauchbar sind, wie auch Yoda zugibt, kann man noch Weisheit daraus gewinnen)
4) Luke kommt (nachdem ihm Yoda ordentlich ins Gewissen geredet hat) zu der selben Erkenntnis, rafft sich auf und stellt sich Kylo Ren.

Der Charakter macht über den ganzen Film eine Entwicklung durch, in welcher er seine anfängliche Haltung ablegt und erkennt, dass ihn Fehler nicht zu einem Versager machen, sondern menschlich. Hätte Johnson Lukes Verhalten am Anfang gut gefunden, dann hätte er nicht die zweite Hälfte des Films geschrieben, wo sich dieses um 180° dreht.

Und das ist auch kein Zufall: dieselbe Entwicklung, welche Luke/Rey durchmachen, findet ihre Parallele in Kylo (besonders in dessen Verhältnis zu Snoke). Kylo bekommt dieselben Lektionen serviert, zieht aber die völlig falschen Schlüsse daraus. Er erkennt, dass Snoke nur eine Lusche ist, die ihn manipuliert - tötet ihn und macht genau auf dem Weg weiter, auf den Snoke ihn gesetzt hat, ohne irgendetwas zu hinterfragen. Er sagt zwar ständig "Lasst die Vergangenheit sterben" (was gewisse Nixblicker ebenfalls RJ attribuieren), aber er ist derjenige, welcher sich zu keinem Zeitpunkt von der Vergangenheit lösen kann. Deswegen verliert er am Ende auch - weil er unfähig ist zu erkennen, dass er nicht gegen Luke kämpft, sondern gegen die überdimensionale Projektion, welche er sich selbst von Skywalker aufgebaut hat. Und dass der wahre Kampf längst ganz woanders (und ohne ihn) gekämpft wird.

Das alles ist sowas von offensichtlich und plakativ transportiert (wie alles bei Star Wars), es überrascht mich wirklich, dass es Leute gibt, die das nicht mitgekriegt haben. Möglicherweise hat der Film inhaltliche Fehler (wie auch die OT und die Prequels), aber die Botschaft und der Gedanke dahinter stimmen schonmal - das ist für mich mehr Star Wars, als die Prequels oder die Heyne-Romane (welche in ihren Erzählungen komplett auf jegliche Moral, oder Figurenkonsistenz, verzichten).

Issi:
Ich bin auch ein Fan von Charakterentwicklung.
Und von einem Jedi wie Luke erwartet man auch, dass er auf seinem Weg nicht nur äußere sondern vor Allem auch innere Schatten zu bekämpfen hat um sich weiterzuentwickeln.
Das wurde von RJ gut umgesetzt.
So kriegt der Charakter nochmal viel mehr Profil bevor er abtritt.
Der Jüngling, der die Kraft in sich entwickeln muss, um gegen seinen Vater zu bestehen,  ist die eine Sache.
In 8 ist Luke selber in einer Art Vaterrolle und versagt erstmal ebenso.(wie sein eigener Vater). Hier schließt sich mMn. ein Kreis in seiner Geschichte. Und er endet damit, dass er sich der Verantwortung am Ende stellt.
Die Botschaft des Films ist doch: Alles hat zwei Seiten, eine gute und eine böse. Jeder Mensch hat beides in sich
 Es gilt die andere Seite anzunehmen, statt sie zu zerstören, nur so kann man zu wahrer Meisterschaft gelangen.

Ansonsten muss man scheitern.......um zu erkennen, dass man auf dem falschen Weg ist. Genau das musste Luke passieren,  bevor er am Ende zu wahrer Größe  gelangen konnte.
Das war quasi seine letzte Lektion.

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