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Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
6:
--- Zitat von: Prisma am 21.12.2018 | 19:36 ---Bei TFA ist keine Mysterybox ersichtlich.
--- Ende Zitat ---
Du meinst also, dass Abrams genau wusste, wie die vorhandenen Faeden in 8 und 9 zusammen gebunden werden.
Nun es gibt einige Indizien, dass z.B. Williams nicht wusste wohin die Reise gehen würde. Wenn selbst Mieter Leitmotif so flexibel wie nur irgendmoeglich vorgehen musste, habe ich arge Zweifel dran, dass Abrams da besonders weit vorbereitet hatte...
YY:
--- Zitat von: 6 am 21.12.2018 | 19:49 ---Du meinst also, dass Abrams genau wusste, wie die vorhandenen Faeden in 8 und 9 zusammen gebunden werden.
--- Ende Zitat ---
Es ist aber schon noch ein Unterschied, ob man Dinge für Folgefilme offen lässt bzw. offen lassen muss oder ob man von Anfang nie vor hatte, da irgendwas Sinnvolles mit anzufangen.
Speziell bei einer gar nicht von Anfang an komplett durchgeplanten Trilogie* gilt da selbst für JJ Abrams: Im Zweifel für den Angeklagten.
*wie man das allerdings bei so einem Brocken wie der dritten großen Star Wars-Trilogie für eine gute Methode halten kann, ist mir bis heute ein Rätsel.
Alexandro:
--- Zitat von: Prisma am 20.12.2018 | 21:03 ---Für die Mysterybox hat sich Abrams jede Unze Verachtung verdient. Abrams hat sein Mysterybox-Konzept während eines Talks als Box definiert, die ein Geheimnis darstellt/enthällt. Der Rezipient will die Box öffnen um die Lösung - das Geheimnis - zu erfahren. Öffnet man die Box, ist darin gar kein Geheimnis, sondern eine weitere Box um den Rezipienten zu locken und zum dranbleiben zu bewegen. Die zweite Box enthält aber auch bloß eine weitere Box. Und so weiter, bis in alle Ewigkeit. Das bedeutet, es gibt keine Auflösung. Es gibt kein Geheimnis, das war auch nie vorgesehen. Es gibt nur die Täuschung dass es eins gibt. Im Prinzip ist die Mysterybox Betrug am Rezipienten. Das ist eigentlich sogar noch schlimmer als diesen zu langweilen, weil es ihn aufgewühlt zurücklassen kann (was bei Lost passierte).
--- Ende Zitat ---
Das ist aber nicht das, was Abrams im Video sagt.
Er sagt kein Wort vom "Öffnen" der Box - sie ist einfach nur da. Er will damit sagen, dass der Filmemacher nicht jedes Detail in einem Expositionsdialog erklären muss, sondern dass man einige Sachen auch der Phantasie des Zuschauers überlassen kann (er benutzt die Familiensituation von Martin Brody, in "Der weiße Hai", als Beispiel, wie er das meint). Gerade in "Super 8" nutzt er die Mystery Box sehr ausgiebig und im Grunde ist auch das, was er in TFA macht (den Zuschauer einfach in den Konflikt zwischen Republik und First Order werfen, ohne zu erklären, wie es dazu kam) eine Mystery Box (aber keine Abrams-spezifische: Lucas hat es bei Teil 1,2,3,4,5 & 6 genauso gemacht, ebenso wie bei sämtlichen Indiana Jones-Teilen und noch einem Haufen anderer Filme).
Das bedeutet auch nicht, dass sich der Macher keine Gedanken über den Inhalt der Box zu machen braucht - bei LOST war es ja so, dass die Mysterien gar nicht so zentral für die Handlung waren, aber weil es halt am Beginn der Internet-Diskussionskultur rausgekommen ist, haben einige Fans sich stark an diesen aufgegeilt. Und wer die Extras auf den DVDs geschaut hat, der weiß, dass Abrams durchaus einen Plan hatten, was hinter den ganzen Mysterien steht. Nur sah er es halt nicht als zentrales Element der Serie an, diese Erklärung auf die Bildschirme zu bringen (und außerdem hat er geäußert, dass einige der Fan-Theorien viel cooler waren, als das was er sich ausgedacht hatte, und er die Fan-Theorien nicht kaputt machen wollte).
6:
--- Zitat von: YY am 21.12.2018 | 19:53 ---Es ist aber schon noch ein Unterschied, ob man Dinge für Folgefilme offen lässt bzw. offen lassen muss oder ob man von Anfang nie vor hatte, da irgendwas Sinnvolles mit anzufangen.
--- Ende Zitat ---
Mysterybox heisst nicht, dass da später nichts Sinnvolles mit anzufangen ist, sondern nur, dass dem Regisseur dessen Inhalt momentan wurscht ist. Der Effekt ist die Box selber. Doof nur, wenn man dann am Ende der Geschichte den Inhalt der Boxen erklären muss. Besonders doof, wenn der Inhalt der Boxen am Ende eine gemeinsame Geschichte erzählen müssten. Deshalb funktionieren die Boxen in Cloverfield, weil die Boxen quasi Staffage waren.
--- Zitat ---Speziell bei einer gar nicht von Anfang an komplett durchgeplanten Trilogie* gilt da selbst für JJ Abrams: Im Zweifel für den Angeklagten.
*wie man das allerdings bei so einem Brocken wie der dritten großen Star Wars-Trilogie für eine gute Methode halten kann, ist mir bis heute ein Rätsel.
--- Ende Zitat ---
Abrams halt. Seine Serien sind alle so konzipiert. Zumindest kommt es mir so vor...
YY:
--- Zitat von: 6 am 21.12.2018 | 20:10 ---Abrams halt. Seine Serien sind alle so konzipiert.
--- Ende Zitat ---
Den Schuh muss sich aber nicht nur Abrams anziehen, sondern auch und mMn viel mehr die Führung bei Disney/Lucasfilm und speziell die Story Group.
Ich kann nicht so recht nachvollziehen, dass man dort zwischen TFA und TLJ keine Brüche gesehen hat, was wiederum bedeuten würde, dass man nicht so genau hingeschaut hat, was da überhaupt gemacht wird. Oder man war völlig betriebsblind.
Keine dieser Varianten darf bei so einem Riesenprojekt passieren, aber irgendeine davon hat man ziemlich gut hinbekommen :P
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