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Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi

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tartex:

--- Zitat von: Isegrim am 23.12.2018 | 15:54 ---Bleibt nur die Frage, wer ist Spreu, wer Weizen, nich? ;)

--- Ende Zitat ---

Tja, das habe ich bewusst offen gelassen.  ;D

Am schönsten wäre es doch, wenn es eine Star-Wars-Continuity für Leute gibt, die am liebsten aufgewärmte Wiederholungen mit neuen Effekten und nur kosmetischen Änderungen wollen, und eine andere, für Leute, die sich über Dekonstruktion und Experimente freuen.

Isegrim:

--- Zitat von: tartex am 23.12.2018 | 16:17 ---Am schönsten wäre es doch, wenn es eine Star-Wars-Continuity für Leute gibt, die am liebsten aufgewärmte Wiederholungen mit neuen Effekten und nur kosmetischen Änderungen wollen, und eine andere, für Leute, die sich über Dekonstruktion und Experimente freuen.

--- Ende Zitat ---

Dann wär ich immer noch nicht glücklich. Ich hätte mir eine Fortsetzung der Saga mit einer ähnlichen Agenda, aber vor einem anderen Hintergrund (eben der durch die O-Trilogie neu entstandenen Repiblik) gewünscht. Auf eine Aufwärmung der alten "Rebellen vs übermächtiges Imperium" kann ich ebenso gut verzichten wie auf eine "Dekonstruktion" dessen, was mE das Herz der Geschichte ist.

YY:
@tartex:

Das wird deswegen nichts, weil man wie gesagt beides sowohl handwerklich als auch in Sachen Gesamtausrichtung gelungen oder weniger gelungen aufziehen kann.

Gegen ein "richtiges" Remake hätte ich genau so wenig was gehabt wie gegen eine neue Trilogie, die (so gut wie) nichts mit der ganzen Skywalker-Mischpoke zu tun hat.
Nur in beide Richtungen an der Kette zerren und dann doch nicht davon los kommen, das ist mMn nicht zu gebrauchen.

Und die große Trennlinie ist nicht Innovation oder Stillstand, sondern vor allem, wie gelungen die jeweilige Umsetzung ist.
Da scheitern TFA und TLJ genau wie die zwei anderen Disney-Star Wars-Filme für mich vor Allem im Mittleren und im Kleinen* - und das darf einem Giganten wie Disney nicht passieren. Erst recht nicht, wenn das in anderen Bereichen des Konzerns ziemlich gut funktioniert.


*Speziell Rogue One sieht man sogar ohne tiefere Kenntnis der Produktionsumstände an, dass das um ein Haar ein richtig guter Film geworden wäre, wenn man sich an ein paar Stellen mehr getraut und ein paar andere Stellen etwas besser durchdacht hätte.

nobody@home:
Letzten Endes ist schon richtig: speziell von Star Wars hätte ich mir irgendwelche gewagten Experimente mit den Erwartungen der Zuschauer weder erwartet noch gewünscht. Der beste Platz dafür wäre mMn ein komplett neuer Film in einem neuen Originalsetting und mit der Option auf Fortsetzungen, wenn er denn ankommt, gewesen -- kein Franchise mit vier Jahrzehnten Realzeit-Vorgeschichte, bei dem man im schlimmsten Fall nur die Alt-Fans vor den Kopf stößt, ohne gleichzeitig ausreichend neues Publikum aus den Reihen der Bisher-Nicht-Fans anzulocken, um das auszugleichen. Aber für so etwas im fortsetzungs- und und Cash-Kuh-verliebten Hollywood von heute Geldgeber zu finden, wäre natürlich ungleich schwieriger gewesen als für Teil 4711 einer Serie mit "Erfolgsgarantie"...

Die handwerkliche Qualität der konkreten Umsetzung bzw. halt der Mangel an derselben ist daneben ein komplett separater Kritikpunkt. ;)

YY:

--- Zitat von: nobody@home am 23.12.2018 | 16:45 ---Der beste Platz dafür wäre mMn ein komplett neuer Film in einem neuen Originalsetting und mit der Option auf Fortsetzungen, wenn er denn ankommt, gewesen

--- Ende Zitat ---

Kein neues Originalsetting, aber unterm Strich war ja genau das die erwartete Baustelle der "A Star Wars Story"-Filme:
Großer erzählerischer Abstand zu den Trilogien und damit Platz für Experimente, andere Blickwinkel, andere Genres oder zumindest andere Sortierung und Priorisierung der Versatzstücke - und trotzdem noch die "Zugwirkung" und die Ästhetik des etablierten Franchise im Rücken.
Das kann ja gar nicht schief gehen, hätte man denken können.


Selbst mit dem geringen bzw. nicht vorhandenen narrativen Abstand zur OT hätte Rogue One das schaffen können (und ursprünglich sollen), aber dann hat man einen Rückzieher gemacht und entsprechend mittelmäßig ist der Film ausgefallen.

Und spätestens nach Solo hat Disney die falschen Schlüsse gezogen, was Geschichten mit mehr Abstand angeht - jetzt ist die Maxime wohl wiede ganz entschieden: "Bloss keine Experimente".
Aus der Perspektive ist The Mandalorian wohl spannender als Ep. 9, was die Zukunft des Franchise in Film und Fernsehen angeht, auch wenn absehbar ist, dass man sich wieder dort nicht von Boba und Jango Fett und damit wieder den großen Trilogien lösen kann.


Was die handwerkliche Qualität angeht, finde ich es immer wieder erschreckend, wie gelungen im Vergleich zu Prequels und Sequels mancher Fan-Kurzfilm in Sachen Szenenaufbau und Atmosphäre ist. Von Lichtschwert-Choreographien gar nicht angefangen.
Selbst von denen, die sich nicht ernst nehmen, könnte sich Lucasfilm da teils noch eine Scheibe abschneiden. 

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