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Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi

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YY:

--- Zitat von: Crimson King am 30.12.2017 | 11:32 ---Ich glaube, dass dieser Umstand kaum überbewertet werden kann. 1977 war Star Wars neu, wir waren jung, heute muss sich ein neuer Star Wars-Film nicht nur an den eigenen Vorgängern, sondern auch an all den anderen Filmen messen lassen, die wir seitdem gesehen haben, und an den Erfahrungen, die wir im Leben, im Kino und im Rollenspiel gemacht haben.

--- Ende Zitat ---

Das klingt für mich immer ein bisschen so, als könnte man heute keinen neuen Film mehr so gut finden wie als Kind.
Sicher habe ich heute andere Ansprüche als früher, aber speziell bei Star Wars kann ich ganz gut den Finger darauf legen, was mir warum nicht gefällt.
Und sowohl auf die alten Star Wars-Filme als auch auf andere, recht moderne Lieblingsfilme kann man eine differenzierte Perspektive haben.


Auf der anderen Seite könnte man auch behaupten, dass die Filmindustrie nicht die selbe ist wie 1977 und sich da entsprechend vieles im Vergleich zu früher deutlich professionalisiert und damit verbessert haben müsste - das stimmt in vielen Bereichen auch, aber da, wo aus einem Film mit Riesenbudget trotzdem ein halbgares Machwerk wird, gibt es keine lineare Entwicklung.
Das liegt immer noch und immer wieder an einer kleinen Gruppe von Personen und deren Entscheidungen; die fußen natürlich auch auf dem Vergangenen, aber eben nicht in sonderlich vorherbestimmbarer Weise.

Viral:
macht doch dafür einen eigenen Thread auf, wenn ihr weiter diskutieren wollt.

sett, ich weiss ehrlich auch nicht genau was du jetzt eigentlich willst. Für dich und einem Teil der Fans haben sie die Fortsetzung in den Sand gesetzt und somit deine Erwartung massiv enttäuscht. ich glaube, das haben jetzt alle verstanden. Ist ja nicht das erste mal, dass ein gutes Thema unter einem schlechten Drehbuch leidet ...

Wie belastbar nun irgendwelche Zahlen von Ticketverkäufen sind und was man da nun ablesen kann oder nicht ... ist doch ehrlich gesagt dafür egal. Er gefällt dir nicht und gut is es. Ein Teil von einem potentiellen Publikum ist ebenfalls nicht interessiert ins Kino zu gehen - ob das nun nicht gefallen ist, ein Zeitproblem, zu teuere Kinotickets, starke Konkurrenz oder, dass es jetzt 1x pro Jahr einen Star Wars Film gibt und bei TFA viele Jahre zuvor keine Filme gab - können alles Gründe sein...

Issi:
Hier sind nochmal die Pressekritiken auf Filmstarts:
http://www.filmstarts.de/kritiken/215099/pressespiegel/
Viele Filmkritiker geben 4 Sterne, manche 3.

Kowalski:

--- Zitat von: YY am 30.12.2017 | 16:06 ---Auf der anderen Seite könnte man auch behaupten, dass die Filmindustrie nicht die selbe ist wie 1977 und sich da entsprechend vieles im Vergleich zu früher deutlich professionalisiert und damit verbessert haben müsste - das stimmt in vielen Bereichen auch, aber da, wo aus einem Film mit Riesenbudget trotzdem ein halbgares Machwerk wird, gibt es keine lineare Entwicklung.
Das liegt immer noch und immer wieder an einer kleinen Gruppe von Personen und deren Entscheidungen; die fußen natürlich auch auf dem Vergangenen, aber eben nicht in sonderlich vorherbestimmbarer Weise.

--- Ende Zitat ---

Das Problem ist das diese teifgründigen, ausgegorenen Filme mit anspruchsvoller Story, toller Charakterentwicklung, hochgeistigen Dialogen Kassengift sind.
Hollywood hat es perfektioniert das Streifen eben eher flach, von 6-jährigen verstehbar, etwas traurig, etwas lustig, etwas dümmlich, mit ein paar klugen Zeilen, einfach zu verstehenden und sich wörtlich ausdrückenden Charakteren bestehen.
Du nimmst natürlich etwas Tits and Ass mit, damit die pubertierenden Actionfans sich an diesen aufgeilen können. Und Du haust Knalleffekte und Kalauer rein.

Ein Film wie Eis am Stiel, nur mit mehr Action.

Das läuft, das verkauft sich an der Kinokasse.

Was wird nicht manchmal über das Pacing gejammert, aber wenn wir wirklich 1 Monat Flugreise hätten, oder gar Tage, würde man, wenn man das in der Erzählung ernst nimmt, oft nicht den Eindruck der Dringlichkeit vermitteln können.

Filme die das intelligent aufgreifen, wie z.B. Valierian, da wird z.B. in der Szene mit dem Countdown demonstrativ vom Zähler weggeschwenkt, fallen beim Publikum durch.
Die meisten sind so an das Hollywood Fast Food gewähnt das ihnen Abweichungen davon, obwohl immer wieder gefordert, ÜBERHAUPT nicht gefallen.

Diese kleinen Gruppen sind gar nicht so klein die sich das ausdenken. Da es eine Multi-Milliarden Industrie ist gibt es quasi ein "Goldenes Drehbuch"/"Schnitt" das bestimmte Mengen an Zutaten und ein bestimmtes Pacing erfordern. Erst dann wird der Film in der Wahrnehmung von Zuschauern "gut".

Wenn wir, die wir FANS (von fanatisch), sind uns mit einem Thema lange genug beschäftigen, wollen wir irgendwann einmal kein Fast Food mehr, sondern unsere eigene Hausmischung haben.

Die ist aber leider nicht MASSENTAUGLICH....

Damit müssen wir leben und uns immer dann freuen wenn ein Film mal mehr nach unserem Geschmack gerät.
Die Gefahr ist dabei das der Film weniger erfolgreich ist.

Und ab und an, wirklich SELTEN, gibt es Filme die sowohl die Nerds als auch die Masse abholen.
Dann war oft die Zeit überreif für etwas und sowohl die Normalos wie die Fans akzeptieren die neue Mischung so wie sie ist.
Das sind dann so Meilensteine wie Alien, Star Wars (ANH), Die Sieben Samurai, Metropolis, Rocky Horror Picture Show, Blues Brothers, etc. die werden dann als Klassiker immer wieder rausgekramt.

Und zu was?
ZU RECHT!

Mich holte SW Episode VIII sehr gut ab.
Klar hatte der Schwächen, aber so im Gesamtüberblick gefällt der mir sehr gut.
Er fällt ein bisschen aus dem Standarderzählrahmen, aber das tut SW V (ESB) ja auch.

Nomad:
Ein intelligentes gutes Drehbuch muss kein Kassengift sein. Es gibt dutzende von Klassikern in allen Genre Bereichen die nicht voller Plotholes sind. Dabei wäre es noch nicht einmal schwer das meiste davon zu vermeiden. Es sind Ungreimtheiten die einem schon beim lesen des Drehbuchs auffallen und nicht erst nach der letzten Schnittfassung.

Dabei finde ich, das es ein guter Film ist. Ich trauere nur ein wenig, weil es relativ einfach ein so viel besserer Film hätte werden können.

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