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Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
Kowalski:
--- Zitat von: Nomad am 2.01.2018 | 19:17 ---Also strukturierter Plot ist nicht der Gedanke, mit dem ich das Kino verlassen habe. Eher so das Gegenteil. Mich überzeugen die Argumente auch nicht so richtig aber es ist ja inzwischen auch schon wieder ein wenig her. Tatsächlich wurde der Film für mich immer schlechter, je länger ich über ihn nachgedacht habe.
Ich werde mir den Film auf jeden Fall noch mal ansehen und werde mal auf diese Theorien achten, ich bin mal gespannt, ob er für mich dann mehr Sinn macht.
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der Plot ist das die Scheitern.
Bei fast allem.
Frei nach Clausewitz, "der beste Plan übersteht keinen Kontakt mit dem Gegner."
Und am Ende sich der klägliche Rest aufrappelt, den Staub wegschnickt und weiter macht.
Wider alle Logik.
Wider alle Erfahrung.
Einfach aus Hoffnung, Trotzigkeit und Sturheit dem Bösen gegenüber.
Und Liebe zu den Mitmenschen und auch der Hoffnung das sich die Menschen zum besseren ändern können.
Der Grosse Unterschied zwischen Sith und Jedi ist unter anderem das die einen Fehler bestrafen und manche terminal.
Das tun Jedis nicht. Da sie manchmal die Sith nicht aufhalten können gehen Konflikte zwischen ihnen oft tödlich aus, aber das ist nicht das Ziel der Jedi.
nobody@home:
--- Zitat von: Nomad am 2.01.2018 | 19:17 ---Tatsächlich wurde der Film für mich immer schlechter, je länger ich über ihn nachgedacht habe.
--- Ende Zitat ---
Das war, wenn ich mich recht entsinne, auch Teil des Grundtenors einiger YouTuber meines gelegentlichen Vertrauens: "Ich hab' mich im Kino toll unterhalten gefühlt, aber im Nachhinein mag ich den Film überhaupt nicht". Klassischer Fall von dem wohl, was sich auf TV Tropes "Fridge Logic" nennt -- diese Elemente halt, die einen erst nach dem Film beispielsweise beim Blick in den nächtlichen Kühlschrank plötzlich stutzen und "Moment mal..." denken lassen. ;)
Selber habe ich ihn nebenbei noch nicht gesehen und auch erst mal nicht die dringende Absicht, daran etwas zu ändern; Star Wars ist schon seit längerem weitgehend von meinem Radar verschwunden, da werde ich nicht gerade wegen dieses einen Films meine langjährige Kinoabstinenz brechen. Vielleicht mal, wenn Pro 7 oder wer auch immer mal wieder eine Star Wars-Themenreihe im Programm hat und ihn mit aufnimmt...und da liegt die Betonung immer noch stark auf vielleicht. 8]
Daicorion:
Je länger ich darüber nachdenke....
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)desto wahrscheinlicher finde ich, dass Snoke noch nicht besiegt ist.
Ich meine, nicht nur, dass er kurz vor seinem "Dahinscheiden" erzählt, er könne alles sehen, was Kylo Ren denkt und tut, und dass er sieht, wie dieser das Lichtschwert wendet, was ein Hinweis sein könnte, dass in dieser Szene nicht alles ist wie es scheint; es wirkt auch einfach völlig kontraproduktiv, Snoke erst als dermaßen übermächtig aufzubauen, um ihn dann einfach abzuservieren. Ich denke nicht dass der Regisseur da freie Hand hatte, ihn einfach umzubringen.
Also war Snokes Tod (meiner Meinung nach) entweder eine Täuschung für Rey, die sich vielleicht eher auf die "dunkle Seite der Macht (TM)" ziehen ließe, wenn sie vorher scheinbar von Kylo Ren "gerettet" wird (wogegen sie Snoke niemals freiwillig dorthin gefolgt wäre), oder Snoke kehrt in IX buchstäblich von den Toten zurück - was nämlich für einen Jedi wie Obi Wan gilt ("Wenn du mich erschlägst, werde ich mächtiger, als du es dir auch nur vorstellen kannst.") sollte auch für einen mächtigen Sith (oder was immer Snoke ist) gelten. Vielleicht ist er ein uralter Sith-Force-Geist, der in immer neue Körper schlüpfen kann (so bissl Transhumane SciFi in Star Wars wär ja mal was). Oder er wächst wieder zusammen. Oder was weiß ich.
Um mehr Filme in der Hauptreihe zu rechtfertigen (und ich denke, dass mehr Filme mit Rey & Co. bzw. ihren Nachfolgern in Planung sind), braucht die Saga jedenfalls eine neue, wirklich finstere Bedrohung. Die "erste Ordnung" scheint dafür einfach zu blass. Vielleicht soll sie etwas vorbereiten ("First Order" kann ja auch "der Erste Orden" heißen, was eine Art religiöser Motivation voraussetzen könnte, Jedi und Sith sind ja quasi Glaubensrichtungen - und selbst bei der Übersetzung "die Erste Ordnung" frag ich mich, ob da schon angedeutet wird, dass noch was kommt). Und weil Star Wars ja immer mehr Fantasy im Weltall als Science Fiction war, halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass es sich um eine Art "Bedrohung aus uralter Zeit" handeln könnte (z.B. einer der ersten Sith-Lords).
Kann natürlich sein, dass ich völlig daneben liege, aber irgendwie kommt es mir schon so vor, dass da etwas von langer Hand vorbereitet werden soll.
--- Zitat von: Wulfhelm am 2.01.2018 | 19:24 ---Ah ja. Da ist mit genervtem Gesichtsausdruck über die Schulter werfen also die normale Reaktion. Nicht etwa sowas wie kurz in die Hand nehmen und dann zurückgeben? Vielleicht noch kurz was dazu sagen, was diese Handlung erklärt?
--- Ende Zitat ---
Ja, das hatte ich eigentlich auch eher vermutet, dass es so sein würde. Lukes Gesichtsausdruck am Ende von VII hatte ja angekündigt, dass er nicht sehr motiviert sein würde (ich denke definitiv, dass ein Handlungsbogen für die komplette Trilogie von vornherein festgelegt war und das ist für mich ein deutlicher Hinweis), aber dieses scheinbar beiläufige Wegwerfen seines Lichtschwerts war schon unerwartet. Wahrscheinlich haben sie es gemacht, weil eine überraschende Handlung mehr sagt als ein paar erklärende Sätze und weniger Zeit wegnimmt, aber das ging wohl bissl nach hinten los.
dunklerschatten:
Ich bin ernüchtert...anders kann man es nicht schreiben.
Episode 7 fande ich als Neustart ok als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft und hatte eine gewisse Hoffnung das es positiv weiter geht mit Star Wars.
Grundsätzlich setze ich eigentlich nicht sonderliche viele Erwartungen an Filme und Star Wars an sich, hat auch einiges an Narrenfreiheit, aber der Film ist einfach schwach. Zu schwach für Star Wars... !
Würde dieser Film für sich alleine stehen, losgelöst von allen Vorgängern, dann wäre dieser Film wirklich soweit ok. Er hätte für gute Unterhaltungen gesorgt und man hätte über gewisse Aspekte locker hinwegschauen können. Nichts was einem vom Hocker reisst, aber ok.
Aber mit dem Erbe das Star Wars nun mal hat, verstehe ich so einen Film mit massiven Innerwelt Logik Lücken (so gross wie Todessterne...) echt nicht.
Für mich die 3 schwächsten Punkte:
1.)
Was hat die Producer und Co eigentlich geritten als sie diese Aushilfs-Elfe mit lila Haaren da reinmontiert haben...Gender-Irrsinn oder Drogen ? Warum nicht Admiral Ackbar ...?!!!!!
2.)
Die Rebellen scheinen aus Schlachten der Vergangenheit aber auch nix gelernt zu haben...ich sag nur Hoth.....
3.)
Wie vermisse ich Darth Vader und Co.......
Diese weinerlichen Emo-Bösewicht-Kinder und ihren Kindergärtner Snoke sind einfach nur erbärmlich.
Chiungalla:
--- Zitat von: Nomad am 2.01.2018 | 19:17 ---Tatsächlich wurde der Film für mich immer schlechter, je länger ich über ihn nachgedacht habe.
--- Ende Zitat ---
In dem Fall vielleicht einfach nicht zuviel darüber nachdenken. Nicht jeder Film ist ein zeitloser Klassiker den man auch nach 40 Jahren noch mit Begeisterung schaut obwohl man schon hunderte Stunden darüber nachgedacht hat. Manchmal reicht es schon, wenn er im Kino Spaß gemacht hat.
--- Zitat von: tartex am 2.01.2018 | 18:45 ---Nichts ist leichter als perfekte Protagonisten zu schreiben, die alles beherrschen und keine Fehler machen. Deshalb schreiben ja auch fast nur Fanfiction-Leute solche Charaktere.
Ich mag Plots, wo Leute, die beiden die besten Absichten haben, miteinander durch die widrigen Umstände in Konflikt geraten.
--- Ende Zitat ---
Und viele Rollenspieler spielen gerne Charaktere die keine (für sie erkennbaren) Fehler begehen und in jeder Situation logische strategisch kluge Entscheidungen treffen. Es gibt sogar einen abwertenden Terminus extra für Spieler die ihre Charaktere in den falschen Situationen menschliche Fehler machen lassen: Taschenlampenfallenlasser. Vielleicht hat das was damit zu tun, dass sich hier viele an nicht fehlerfreien Protagonisten stören.
Abgesehen davon zählen, wenn man auch nur ein wenig darüber nachdenkt, Fehler der Protagonisten essentiell zum Plot eines großen Teils aller Filme der letzten 50 Jahre. Von der romantischen Komödie, über Krimis, Horror-, Kriegs-, Superhelden- und Actionfilme bis hin zu den Dramen. Das Charaktere Fehler machen gehört eigentlich fast immer irgendwie dazu. Und keiner sagt was. Es sei denn er mag den Film nicht und braucht für sich selbst und andere eine Begründung.
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