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Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
Chiungalla:
--- Zitat von: Settembrini am 3.01.2018 | 10:29 ---Da könnt ihr sehen, wo das hinführt, wenn man keine Fakten und Zahlen und Logik benutzen darf:
--- Ende Zitat ---
Nochmal. So weit ich das verstanden habe dürfen wir. Nur nicht mehr in diesem Thread.
--- Zitat von: Settembrini am 3.01.2018 | 10:29 ---Alleine die ganzen YT-Verrisse: Wenn sich Leute extra hinsetzen, zu vielt, zu nochmehrt und ihre negativen Emotionen den Weg frei machen in Form von öffentlichen Videos, dann ist das für einen Film ein bedenkenswertes Zeichen.
--- Ende Zitat ---
Bedenkenswert sicherlich. Im Wortsinne. Also das man mal darüber nachdenken sollte was die sagen. Und auch wie sinnvoll und zielführend diese Kommentare sind, und ob das im 21. Jahrhundert zu einer Fortsetzung eines Kultfilms nicht eh dazu gehört.
Star Trek kam auch nicht ohne entsprechende Shitstorms aus, die wohl nur deshalb keine so großen Wellen schlugen, weil sich weniger Leute für Star Trek begeistern als für Star Wars. Ghostbusters hatte auch einen entsprechenden Shitstorm.
Das der bei Star Wars größer ausfällt ist nur natürlich. Weil Star Wars nun einmal das viel größere Franchise ist.
--- Zitat von: Settembrini am 3.01.2018 | 10:29 ---Wer in Redaktionen/Kundenbüros gearbeitet hat weiß, wie hoch das gehängt wird, wenn Kunden/Nutzer/Leser Leserbriefe schreiben. Ein eigenes Video zu produzieren nochmal mehr.
--- Ende Zitat ---
Das die Videos schwerer wiegen würde ich so gar nicht sehen. Die verfolgen ja auch ein kommerzielles Interesse. Da wird eine Anlaufstelle für alle verärgerten geschaffen mit der die Macher der Videos Geld verdienen. Da stecken teilweise richtige Produktionsstudios hinter die sich mit genau solchen Shitstorms die Taschen vollstopfen. Das hat mit wirklicher Entrüstung oft nicht mehr viel zu tun.
Die Frage ob es einen backlash oder shitstorm gibt ist uninteressant, weil sie sehr schnell mit ja zu beantworten ist. Das bestreitet hier glaube ich niemand ernsthaft, also predigst Du diesbezüglich vor dem Chor.
Viel interessanter sind doch die Fragen ob der in dem Ausmaß begründet ist und ob er zu verhindern gewesen wäre.
Und in beiden Fällen lautet die Antwort meiner persönlichen Meinung nach nein.
Wie viele, deutlich zeitverzögerte, Fortsetzungen eines Kultfilms kennst Du die nicht polarisiert haben?
Und wie schnell wird im 21. Jahrhundert mit Youtube, Facebook, Twitter, u.s.w. aus Unzufriedenheit ein Shitstorm?
How Did Fans React To The Empire Strikes Back 1980
--- Zitat von: Wulfhelm am 3.01.2018 | 10:44 ---Aber für all diejenigen, die das nicht überzeugt, können wir ja mal folgendes probieren: Ihr sammelt mal Artikel von Kritikern von 1980, die sich klar zum wahrgenommenen "Backlash" der Fans gegen ESB positionieren. Und wir machen das dann mit Artikeln von 2017/18, die sich mit dem "Backlash" zu TLJ beschäftigen.
--- Ende Zitat ---
1980 gab es das Internet so noch gar nicht. Da gab es viel weniger Kanäle für den Backlash und viele der Artikel zu dem Thema von damals sind heute nicht über das Internet zugänglich. Der Vergleich den Du dort vorschlägst wäre also extrem gebiased und völliger Blödsinn ohne Aussagekraft.
Settembrini:
@Rowlf: erstmal Akzeptanz, daß der Film polarisierend ist. Dann die Frage: warum? Ich denke, wegen des Nihilismus bzw. der Gleichgültigkeit und Arroganz der Macher.
Das kann interessant sein, zu gucken, wie das dazu kam.
Weiterhin finde ich es einen geradezu erhebenden Moment, wenn das Publikum sich gegen Nihilismus erhebt und sagt:
--- Zitat ---Nein, Luke hat uns was bedeutet. Nein, wir fressen nicht jeden Quatsch, auf dem Star Wars steht.
--- Ende Zitat ---
. Im Umkehrschluß sehe ich persönlich alle die den Film gut finden als das Gegenteil an: Leute, denen Luke Skywalker nichts bedeutet. <Brüllberger> Meine Meinung. </Brüllberger>
Ich war sehr enttäuscht, wie wenig Backlash es gegen TFA gab. Da muß man neidlos anerkenne, daß JJ Abrams (ganz zynisch wie ich fühle) effektiv die richtigen Knöpfe gedrückt hat, um die Massen zu begeistern. Aber er hat es mit ein paar Tricks gemacht, die riskant waren: mystery boxes und Lost-artiges anteasern, Erwartungen wurden geweckt, der Film war nicht in sich abgeschlossen.
Nun fällt denen aus meiner Sicht nicht nur der Nihilismus von TLJ auf den Fuß, sondern auch Teile der JJ Abrams-Tricks. Ich würde die JJ Abrams gerne billig nennen, aber scheinbar muß man auch das erstmal gut können, und er ist darin wohl ein Weltmeister.
Ob das wirklich so ist, werden wir bei den nächsten beiden Filmstarts wissen. Das Volk vergißt schnell, und ein geiler JJ Abrams Teaser könnte wieder genug Leute fürs Openeing Weekend ins Kino locken.
Ich denke jedoch, wir werden gerade Zeuge einer Zeitenwende. Der Lack ist ab. TFA hat einen Kredit aufgenommen, den TLJ nicht bedient, nun sind die Kurse am Fallen. Bildlich gesprochen.
Um zurück zu den "billigen" Tricks zu kommen: Das hat gute Signalwirkung für die ganzen Storyvögel: ich habe ja mehrfach und seit Jahren darauf hingeweisen, daß es unglaubliche Hybris ist, anzunehmen, während des laufenden Spiels "kewle Storywendungen" sofort zu erkennen. Deswegen lehne ich das ja auch seit Jahren immer ab. Gerade um solchen doofen Stroykonstrukten und Mysteryboxes zu entkommen spiele ich ja Rollenspiele, um die Welten ernstzunehmen und nicht damit zynisch-egoistische Spielchen zu spielen.
Insofern hat das eine Strahlwirkung, wenn zumindest als Diskussionsgrundlage akzeptiert wird, daß der Film die Öffentlichkeit spaltet. Vielleicht wollen das hier einige deswegen so unbedingt mit allen Mitteln wegreden.
Settembrini:
--- Zitat ---Wie viele, deutlich zeitverzögerte, Fortsetzungen eines Kultfilms kennst Du die nicht polarisiert haben?
--- Ende Zitat ---
Ahem: Alle (naja, der überwiegfende, wichtige Teil) meine(r) Argumente gelten, wenn man nur das Paar TFA-TLJ betrachtet.
Udn das finde ich bemerkenswert, daß RJ es geschafft hat, selbst bei jugendlichen TFA-Fans un dMovie-only casuals für Spaltung zu sorgen.
Wulfhelm:
--- Zitat von: 6 am 3.01.2018 | 10:36 ---Die Fans.
--- Ende Zitat ---
Sorry, aber nein. Ein Dutzend Leserbriefe in einem einzelnen Fanzine sind nicht das selbe wie ein paar hunderttausend Leute, die bei rottentomatoes (die übrigens Erkennungssysteme für Spam und Bots haben und bei TLJ keine außergewöhnliche Aktivität feststellen konnten) abstimmen.
Damit hätte ich's abtun können. Ich habe dann aber etwas unerhörtes getan: Ich habe die Quellen, die der Artikel angibt, tatsächlich gelesen. Und in der Leserbrief-Kolumne stellen wir folgendes fest:
- In der ersten Ausgabe, die nach dem Kinostart Redaktionsschluss hatte, erschienen insgesamt 10 Leserbriefe, die eine Meinung über die Qualität von ESB ausdrückten (statt nur Spekulationen über "wie geht's weiter" zu beinhalten, wobei auch diese Leserbriefe eine positive Grundhaltung hatten): Von diesen waren 8 uneingeschränkt positiv, einer (der im Artikel zitiert wurde) eher positiv, aber auch kritisch und einer krass ablehnend (aus Gründen, aus denen niemand TLJ ablehnt, eher im Gegenteil.)
- Dann wurde in späteren Ausgaben ein Artikel von David Gerrold (der ein Fanzine-Journalist war, also das Äquivalent des 'A Critical Hit'-Schreiberlings, nicht das Äquvialent der Fans) thematisiert. Gerrolds genaue Argumente sind nicht von Belang, aber die Richtung der Kontroverse ist es: Gerrold, der Journalist hat an dem Film herumgekrittelt und die Fans - notabene in Leserbriefen, die von der Zeitschrift selber abgedruckt wurden - haben ihn in ihrer überwiegenden Mehrheit dafür teilweise sehr scharf angegriffen und den Film verteidigt! Kurz gesagt, ist damals auf den Seiten von "Star Log" das Gegenteil dessen passiert, was hier behauptet werden soll.
Wer diese Quelle tatsächlich als Grundlage nimmt, kann nur zu einem Schluss kommen: Die Fans haben ESB geliebt und gegen kritische Journalisten in Schutz genommen.
Settembrini:
Oh...paß auf, wer mit Fakten kommt, dem wird per Mod gesagt, das bitte in einen anderen Thread auszulagern...damit dort Leute aus unbestreitbaren 220 Millionen einfach "ein paar Hunderttausend" machen.
I smell a rat.
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