Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es zu viele neue Systeme? Oder: Wer soll das alles spielen? (rant-ish)
Ucalegon:
--- Zitat von: Antariuk am 3.02.2017 | 12:33 ---Um mal zum Thema zurückzukommen: kann es sein dass Leute, die mit der großen Auswahl an Systemen heutzutage überfordert oder unzufrieden sind, vielleicht Angst haben einen richtig gelungenen Wurf zu verpassen wenn sie sich für ein System entscheiden und danach nicht mehr am allgemeinen Rennen mitmachen?
--- Ende Zitat ---
Ja, absolut. Ich glaube, viele lassen sich da grundlos unter Druck setzen. Einen Thread in die Richtung hatte Rumpel mal aufgemacht.
Ginster:
Ich stimme dem zu. Meine Bereitschaft, mich in etwas völlig Neues einzulesen schwindet von Jahr zu Jahr. Sofern es nicht völlig neu, im Sinne von völlig neu und noch nie dagewesen ist.
Ich lobe mir die GUMSHOE-Varianten, weil man so viele Settings und Themen bespielen kann, ohne von Grund auf neue Regeln lernen zu müssen. Gleiches gilt z. B. für PbtA-Hacks.
Ein Hauptproblem der Vielfalt - die ich prinzipiell gut finde - ist die Spielersuche, da sich alles noch ein wenig weiter streut und es vielen Spieler ähnlich zu gehen scheint: System noch nie gehört, erstmal kein Interesse.
KhornedBeef:
--- Zitat von: Ginster am 3.02.2017 | 12:46 ---Ich stimme dem zu. Meine Bereitschaft, mich in etwas völlig Neues einzulesen schwindet von Jahr zu Jahr. Sofern es nicht völlig neu, im Sinne von völlig neu und noch nie dagewesen ist.
Ich lobe mir die GUMSHOE-Varianten, weil man so viele Settings und Themen bespielen kann, ohne von Grund auf neue Regeln lernen zu müssen. Gleiches gilt z. B. für PbtA-Hacks.
Ein Hauptproblem der Vielfalt - die ich prinzipiell gut finde - ist die Spielersuche, da sich alles noch ein wenig weiter streut und es vielen Spieler ähnlich zu gehen scheint: System noch nie gehört, erstmal kein Interesse.
--- Ende Zitat ---
Das mit GUMSHOE ist übrigens interessant, weil man ja eine grundsätzlich ähnliche Struktur z.B. bei Warhammer 40k auch hat, und das fast einhellig kritisiert wird. Wobei es da vielleicht daran hängt, dass alles in einem Setting spielt, und das Aufeinandertreffen verschiedener Fraktionen aus dem Tabletop gewohnt ist.
Ginster:
--- Zitat von: KhornedBeef am 3.02.2017 | 12:57 ---Das mit GUMSHOE ist übrigens interessant, weil man ja eine grundsätzlich ähnliche Struktur z.B. bei Warhammer 40k auch hat, und das fast einhellig kritisiert wird. Wobei es da vielleicht daran hängt, dass alles in einem Setting spielt, und das Aufeinandertreffen verschiedener Fraktionen aus dem Tabletop gewohnt ist.
--- Ende Zitat ---
Dazu kann ich nichts sagen, weil ich mich mit Warhammer - very on-topic! - aus obigen Gründen noch nie beschäftigt habe. ;)
BTW: Bei GUMSHOE könnte man durchaus kritisieren, dass man, sofern man sich für mehr als ein Spiel interessiert, immer ein dickes, teures Buch kaufen muss, obwohl man den größten Teil schon kennt.
YY:
--- Zitat von: Maarzan am 3.02.2017 | 09:59 ---Sie waren noch nicht in eine - für den eigenen Geschmack - falsche Richtung fehl"optimiert" worden.
--- Ende Zitat ---
Dann braucht man doch aber auch nicht im selben Atemzug sagen, dass die neueren Werke besser sind/man sie besser findet.
--- Zitat von: Wandler am 3.02.2017 | 11:36 ---Ich habe das Gefühl dass die Indies da ein bisschen kreative Grundlagen Forschung betreiben und wir in 10 Jahren dann solide neue Systeme sehen werden die wieder das Herz höher springen lassen.
--- Ende Zitat ---
Momentan tut sich da nicht mehr viel.
Das, was in die Breite der "traditionellen" Regelwerke transportiert werden kann, ist dort schon vor Jahren angekommen - wenn es denn dort überhaupt eine echte Neuerung darstellte. I.d.R. fehlte ja für Vieles, was eh schon gemacht wurde, nur noch die explizite Verregelung.
--- Zitat von: Archoangel am 3.02.2017 | 12:14 ---Ach übrigens: hätte er AD&D nicht "verbrochen" würden du und ich vermutlich nicht hier über dieses Hobby schreiben können - denn das gäbe es schlicht und ergreifend vermutlich überhauptnicht.
--- Ende Zitat ---
Wir werden es nie erfahren.
Man kann aber auch die Behauptung nicht ganz von der Hand weisen, dass die Zeit und die Umstände reif dafür waren und frühe Konkurrenzprodukte zumindest die gleiche grobe Entwicklung hätten anstoßen können - dann wäre das Hobby ggf. früher deutlich zersplitterter/vielfältiger gewesen, aber sonst auch nichts.
Man kann halt immer nur über den tatsächlichen Erfinder/Pionier reden und nicht über jene, die es an seiner Stelle hätten sein können - die gibt es aber i.d.R. in erstaunlich großer Zahl.
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