Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es zu viele neue Systeme? Oder: Wer soll das alles spielen? (rant-ish)
Rhylthar:
--- Zitat von: Rumpel am 3.02.2017 | 18:00 ---Ich behaupte mal: Die meisten wissen eigentlich gar nicht, was sie wollen; und wenn sie ein entsprechendes Wollen formuliert haben, kann es gut sein, dass das eher etwas ist, das sie abstrakt in der Theorie wollen und nicht das, was ihnen in der Praxis auch Spaß macht. Deshalb bringen evtl. auch die besten Rezensionen nicht, weil man, sobald etwas einen auch nur ansatzweise reizt, eigentlich beim Spielen rausfinden muss, ob es das Richtige für einen ist.
Ich glaube, das ist dann auch das Problem mit dem Überangebot: Das Gefühl, so viel ausprobieren zu "müssen", um nicht evtl. das tollste System/Setting zu verpassen. ist natürlich ein Trugschluss, denn eigentlich braucht man in der Regel nur etwas, das halbwegs passt, und dann eine gelungene Runde damit. Und ein Überangebot kann genau das Zustandekommen davon erschweren.
--- Ende Zitat ---
Kann man so sehen.
Ich werfe auch gerne noch die wirtschaftliche Theorie der (unendlichen) Bedürfnisse/Bedarf/Nachfrage in den Ring. Da die RPG-"Industrie" es immer wieder schafft, Bedürfnisse bei SPielern zu erwecken, warum auch immer, passiert alles weitere von ganz alleine. Gründe, warum diese Bedürfnisse auftreten...da gibt es zig individuelle Möglichkeiten.
KhornedBeef:
@Archoangel: Danke für das Angebot, aber du willst mich doch bloß durch tolles Leiten aufs Glatteis führen; )
Ich wollte auch gar nicht über konkrete Spiele reden, da bilden sicher auch Leute mit D&S 1 eine Humanity-Abwärtsspirale. Und Fate spiele ich nicht mal selbst ;) es ging mir nur im Sachen die tatsächlich im Regelwerk stehen. Kann aber sein dass ich das bei Vampire übersehen hab, hab nur nWoD gespielt.
Pilzhut:
--- Zitat von: Ucalegon am 3.02.2017 | 18:19 ---Ich benutze die Datenbank von rpggeek. Die ist sehr umfangreich und aktuell.
Dann gibt es noch diesen Katalog für Indies, nicht so vollständig, dafür aber mit besseren Filtern.
--- Ende Zitat ---
Da war ich wohl einfach schlecht informiert. Danke :)
Archoangel:
--- Zitat von: alexandro am 3.02.2017 | 18:54 ---Naja, die "moralisch-ethische Komponente" beinhaltete bei VtM nicht wirklich eine Auseinandersetzung mit moralisch-ethischen Fragen, sondern entweder das Festklammern an einem starren, unflexiblen Moralkorsett (keinen einzigen Punkt verlieren, keinen einzigen Punkt verlieren, keinen...) oder das möglichst schnelle über-Bord-werfen des besagten Korsetts, damit man seinen Murderhobo with Fangs spielen kann. ;)
Spätere Spiele haben da mehr dafür getan, dass sich die Spieler wirklich Gedanken über die Moral ihrer Charaktere machen.
EDIT: statt Spiel ohne SL kann man auch Spiel ohne Zufallsmechanismen (in Amber butterweich, später stark mechanisch verzahnt) oder narrativer Spannungsbogen (in Star Wars und VtM drin, aber ohne irgendeinen Plan wie der SL das bitte erzwingen soll, in Forge-Spielen mechanisch verzahnt) oder eine beliebige andere hier erwähnte Innovation nennen.
--- Ende Zitat ---
Nach reiflicher Überlegung kann ich vielleicht bei Fate doch eine Ausnahme machen: ich wage mal zu behaupten, dass der Aspekt "Player Empowerment" maßgeblich durch Fate Zugang zur Comunity erhalten hat. Zusammenfassend würde ich dann sagen: seit Ende der 80er/ Anfang der 90er kam kaum wirklich Innovatives zum Hobby hinzu.
KhornedBeef:
Naja, viel Neues unter der Sonne muss man ja auch nicht erwarten. ;)
Was ist mit Systemen bei denen man poolpunkte nach Gutdünken für Proben ausgibt?
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