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Gibt es zu viele neue Systeme? Oder: Wer soll das alles spielen? (rant-ish)

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felixs:
Gilt "Fair Work" dann auch für die Druckereien in China, für deren Zulieferer, für die Transportarbeiter, die das Zeug in die Wohlstandsländer bringen etc.?

Aber auch wenn man in klein denkt: "Faire" Arbeitsbedingungen sind im ganzen Verlags-, Lektorats-, Übersetzungs- und Kreativbereich nur sehr wenig verbreitet. Selbst dann nicht, wenn man unter "fair" Mindestlohn und Vollzeit-Festanstellung versteht.

Maarzan:
Meines Erachtens fehlt mindestens noch 1 System auf dem Markt : das zu meinem Geschmack/Spielbedürfnis exakt passende.

Weltengeist:

--- Zitat von: Maarzan am  2.02.2017 | 13:02 ---Meines Erachtens fehlt mindestens noch 1 System auf dem Markt : das zu meinem Geschmack/Spielbedürfnis exakt passende.

--- Ende Zitat ---

Das würde ich so unterschreiben. :d
(und das ist sicher auch ein Teil des Grundes für die nicht enden wollende Systemflut)

Ansonsten gilt ja bei neuen Systemen der alte Satz: "Optimismus ist der Sieg der Hoffnung über die Erfahrung" ;D

Ucalegon:

--- Zitat von: felixs am  2.02.2017 | 11:10 ---Ich würde auch meinen, dass ein wesentliches Problem der Überflutung in der teilweise extremen Zuspitzung der Spezialisierung von Welten und System liegt: Vieles ist darauf ausgelegt, genau ein Setting mit genau einem Spielstil in genau einer Art von Geschichte mit genau einer Art von  Spielfiguren zu bespielen. Das ist dann nicht wirklich für weite Verbreitung tauglich.
Und die Genre-Spezialisierungen sind auch extrem: Mit den ganzen Untergenres von Steampunk komme ich nicht mit (interessiert mich halt auch nicht, sieht von außen aber schon kurios aus). Oder das ganze Zeug im französischen Stil. Keine Ahnung, was man damit soll. Ist halt alles sehr speziell. Mag Geschmackssache sein, aber es ist sicherlich schwierig, eine Gruppe gleichgesinnter zusammenzubringen, die das spielen wollen.

--- Ende Zitat ---

Dass Samael ein Problem damit hat, dass seine Lieblingssysteme aufgrund der Produktflut mit Szenarios und ähnlich konkretem Spielmaterial unterversorgt sind, kann ich erstmal nachvollziehen. Wo allerdings die Tatsache, dass Leute Systeme abseits des Mainstream schreiben und spielen  (Stichwort "zerfasern") , ein "wesentliches Problem" sein soll - und das liest man ja immer wieder - ist mir vollkommen schleierhaft. Ist ja nicht so, dass den klassischen Settings und Systemen die Leute weglaufen, weil alle Fäntelgamer auf einmal lieber schwedische Retro-SF oder lykanthrophe Beziehungskisten spielen wollen und arme DSA-Fans keine Runden mehr zusammenbekommen. Und auf der Indie-Seite sehe ich viel Begeisterung, aber kaum Gejammer darüber, nicht mit Mainstream-Zahlen konkurrieren zu können. Da ist es auch recht einfach, Runden zusammenzubekommen, weil ein grundsätzliches Interesse an Abseitigem ja ohnehin die Gemeinsamkeit ist.

Teylen:
Ich glaube nicht das wegen neuer Systeme weniger für Bestehende erscheint.
Das heißt wenn von den 10 GRW-Kickstartern der letzte Woche keins erschienen wäre, würden deswegen immernoch keine Abenteuer, Kampagnen oder dergleichen für dieses oder jenes Rollenspiel als Ersatz geschaffen. Vielleicht innerhalb einer Reihe eines Verlag, aber sicherlich nicht übergreifend.

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