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Gibt es zu viele neue Systeme? Oder: Wer soll das alles spielen? (rant-ish)

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Blechpirat:

--- Zitat von: YY am  2.02.2017 | 16:11 ---Was hättest du denn gerne - eine irrsinnig hohe Schlagzahl extrem fokussierter, enorm unterschiedlicher Mini-Settings oder einen unüberschaubaren Wust an zu 95% gleichen Settings? ~;D

--- Ende Zitat ---

Oh, ich meinte weniger Innovation bei der Settingauswahl (also Musketenpunk mit Aliens und Shoeporn) sondern in der Innovation in der Vermittlung - Darstellung, Fokussierung auf Abenteuerliches, Zugänglichkeit, Verwendbarkeit am Spieltisch. 10 von 10 Settingbeschreibungen langweilen mich, und das ist doof.

D. M_Athair:

--- Zitat von: Blechpirat am  2.02.2017 | 15:57 ---Insofern erhält die hohe Systemauswahl und auch das Innovationstempo der Indies mich im Kreis der Rollenspieler.
--- Ende Zitat ---
Das kann ich ein Stück weit auch unterschreiben.

Ein Großteil meiner (heutigen) Lieblingssachen sind ohne die neueren Entwicklungen nicht denkbar.
Das betrifft die OSR, die RQ/d100-Renaissance, Spiele aus UK, Indies, SF- und (quasi-)historische Sachen.

Andererseits macht deren Vorhandensein die Auswahl eines passenden Systems/Settings und die Konsensfindung in der Gruppe auch schwieriger. D&D 5, Pathfinder ... sind wegen der OSR für mich keine Optionen (mehr). Zu DSA hatte ich eh nie wirklich ne Beziehung.



Das mit den wenigen Abenteuern für Non-Mainstream-Spiele trifft mMn zum Teil zu. Bei etlichen Spielen ist das eine Schwierigkeit (Colonial Troopers, OneDice WWI, Dark Streets, The Hero's Journey). Andere Spiele kennen das Problem nicht (DCC RPG, River of Heaven). Manche Spiele brauchen das auch gar nicht (pbtA-Spiele wie Urban Shadows, ...). Bei "Quellenbüchern" dasselbe.


--- Zitat von: Maarzan am  2.02.2017 | 16:51 ---Wahlfreiheit kann letztlich nicht schlecht sein. Es muss dann halt nur jeder auch selbstverantwortlich prüfen, was er denn so wählt.

--- Ende Zitat ---
1) Ressourcen die dafür gebraucht werden, fehlen woanders. 2) Die Wahl passiert nicht im luftleeren Raum.
So viele Wahlmöglichkeiten haben halt auch ihre negativen Seiten.

Dennoch: Das Rad der Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Davon gibt gerade die OSR eindrücklich Zeugnis (vgl. DCC- und LotFP-Abenteuer vs. TSR-Abenteuer, vgl. The Black Hack und DCC RPG vs. AD&D).



--- Zitat von: Blechpirat am  2.02.2017 | 17:06 ---10 von 10 Settingbeschreibungen langweilen mich, und das ist doof.
--- Ende Zitat ---
Mich nicht. Aber das liegt auch daran, dass OSR und ggf. die RQ-R da wahrscheinlich weiter sind als andere. Man schaue sich nur mal "Maze of the Blue Medusa" an oder das Wormskin-Mag.

Weltengeist:

--- Zitat von: Blechpirat am  2.02.2017 | 17:06 ---Darstellung, Fokussierung auf Abenteuerliches, Zugänglichkeit, Verwendbarkeit am Spieltisch. 10 von 10 Settingbeschreibungen langweilen mich (...)

--- Ende Zitat ---

Mich nicht, trotzdem würde ich mir oft auch wünschen, dass mehr Gewicht auf den Spielwert der Darstellung gelegt würde. :d

ErikErikson:
Aber die meisten  käufer spielen das nicht. Ich erinnere  mich wie über die dsa abenteuer  gelästert wurde, die Autoren sollten lieber Romane schreiben, weil die abenteuer oft mehr auf lesegenuss ausgerichtet  waren. Genau dieselben Leute kaufen jetzt nur noch das was sich gut lesen lässt, schöne illus hat und grad mode ist. Mit spielen hat das nix zu tun.

Ich hab meine 5 Regelwerke und 10 Abenteuer und die noch lang nicht durch. Obwohl die gut sind und ich sie schon lang habe. Rollenspielsachen haben ja eigentlich maximalen wiederspielwert. Das inzwischen einfach gekauft wird damit es im Schrank steht find ich blöd.

YY:

--- Zitat von: Blechpirat am  2.02.2017 | 17:06 ---Innovation in der Vermittlung - Darstellung, Fokussierung auf Abenteuerliches, Zugänglichkeit, Verwendbarkeit am Spieltisch.

--- Ende Zitat ---

Das endet meiner Wahrnehmung nach meistens in Settingfragmenten mit sehr groben, verkürzten Darstellungen. Also genau das, was ich oben unter "so kann ich das auch selbst" zusammengefasst habe.

So gesehen muss eine Settingpräsentation für mich auch "langweilige" Elemente haben - ich will oft genug eine brauchbare Antwort auf die unvermittelt auftauchende Frage "wie funktioniert eigentlich Randaspekt XYZ?", speziell abseits der Sitzungen.
Allerhöchstens lasse ich mir da noch gefallen, dass eine verkürzte Settingdarstellung atmosphärisch und inhaltlich so in sich geschlossen ist, dass sich die Antwort(en) von selbst ergeben.

Das hat aber nichts mit Innovation zu tun und ist auch nicht flächendeckend vermittelbar.
Wäre natürlich schön, wenn alle merken, dass einer toll schreiben kann und das dann einfach auch machen  ;D

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