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D&D5 deutsch (Übersetzung durch Ulisses Spiele)

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Orlock:
Bisher habe ich hier ja nur mitgelesen, aber jetzt möchte ich doch mal meine Sicht der Dinge schreiben.

Also gut, Rollenspiele sind sicherlich Nischenprodukte und haben nicht die Auflagen von Werken, die man sonst so im Buchhandel findet. Da muss man vielleicht sogar Abstriche machen, weil der Kostendruck einfach zu hoch ist. Nichtsdestotrotz ist D&D das vielleicht sogar größte Rollenspiel der Welt. Und eben kein dubioses Produkt, dass ich auf irgendeiner Con bei begeisterten Amateuren kaufe. Da erwarte ich schlicht professionelle Qualität.

Dass das MM, wie ich hier lese, aktuell zum dritten Mal beim Binden ist, ist natürlich ein Witz für sich, aber vielleicht hätte ein ähnliches Vorgehen mit der Übersetzung des Spielerhandbuchs einigen Ärger der Fans erspart.

Ich persönlich kaufe übrigens nicht die deutschen Regeln. Zuletzt hatte ich einen Mischmasch aus deutschen und englischen Regelwerken bei D&D 3.X. Das hat zu unschönen Denglischauswüchsen am Tisch geführt, die ich jetzt lieber vermeide.

Greifenklaue:

--- Zitat von: Rhylthar am  8.07.2017 | 11:15 ---Oder eben umgekehrt. Nachlektorat durch Redax.

Für die Übersetzung eines Regelteils, in dem am wenigsten Fehler vorkommen sollten, ist ein gutes Glossar natürlich immens hilfreich. Und meine Maxime im Regelteil war immer: Genauigkeit + Verständnis > Schöner Sprache. Lieber dann holprig formuliert.

--- Ende Zitat ---

Alles richtig. Wir hatten nach dem Lektorat noch einen Layoutvorbereitungsschritt, das war immer der gleiche, der auch ein erfahrender Lektor war, der nochmal Layoutkennzeichnugen gesetzt hat und zugleich ein zweites Augenpaar war.

Half dann aber nix, wenn der Layouter dann einfach den unlektorierten Text gesetzt hat oder auszugsweise gleich das englische Original genommen hat ...

Hach, lektorat, soviele Anekdoten ...  ;D 

Feuersänger:
Paar Gedanken:

Ob 1€, 3,33€ oder ein paar Cent mehr ist in meinen Augen ziemlich unerheblich. Für eine Normseite braucht man händisch je nach Text in der Regel so grob 25-40 Minuten. Da kommt man also "selbst" mit 4€ nichtmal auf Mindestlohn. Zeit spart man vielleicht wenn man Tools wie Trados zur Verfügung hat, die aber auch wieder ein Schweinegeld kosten. So oder so kann da ein Übersetzer nicht ansatzweise von leben, im Gegenteil, wenn ein Profi solche Aufträge um der guten Sache Willen annähme, würde er damit seine Existenz gefährden.

Andererseits wissen wir aus den von Sashael genannten Kalkulationen, dass der größte Posten eigentlich immer die Illustrationen sind. Die sind aber erstens eh alle schon bezahlt, zweitens hat WotC da von vornherein ein paar Kurven geschnitten und Material von der 4E recycelt oder gar stock art verwendet.

Hat jemand ne Peilung, wie groß die Auflage des PHB(D) ist?

Weltengeist:

--- Zitat von: Feuersänger am  8.07.2017 | 11:49 ---So oder so kann da ein Übersetzer nicht ansatzweise von leben, im Gegenteil, wenn ein Profi solche Aufträge um der guten Sache Willen annähme, würde er damit seine Existenz gefährden.

--- Ende Zitat ---

Zumal professionelle Lektoren in den allermeisten Fällen keine Ahnung von den D&D-Regeln und Übersetzungen aller bisheriger Editionen haben.

Meine Frau (kein "Profi", aber eine Extrem-Fehlerfinderin vor dem Herrn) hatte letztes Jahr mal überlegt, für einen Rollenspielverlag Lektorat zu machen. Hat sie dann aber ganz schnell wieder bleiben lassen, als sie gemerkt hat, wieviel Spezialwissen erforderlich wäre, um den Job ordentlich zu machen.

Scorpio:

--- Zitat von: aikar am  8.07.2017 | 11:35 ---Ein offizielles Errata wäre schön, aber ich kann mit der Lösung der Errata über das Ulisses-Forum leben.
--- Ende Zitat ---

Ich bin mir nicht mal sicher, ob wir eine offizielle Errata anbieten dürfen, oder ob nur WotC / GF9 das tun darf. Behaltet im Hinterkopf, dass es im Ulisses-Forum auch nur ein Fanbereich für D&D ist, da wir kein offizielles deutsches Forum für D&D anbieten können. Oder den deutschen D&D-Charakterbogen zum Download. Wenn wir es aber dürften, dann würde ich es auch nur mit allen Änderungen zur zweiten Auflage des Bandes anbieten.


--- Zitat von: Orlock am  8.07.2017 | 11:45 ---Also gut, Rollenspiele sind sicherlich Nischenprodukte und haben nicht die Auflagen von Werken, die man sonst so im Buchhandel findet. Da muss man vielleicht sogar Abstriche machen, weil der Kostendruck einfach zu hoch ist. Nichtsdestotrotz ist D&D das vielleicht sogar größte Rollenspiel der Welt. Und eben kein dubioses Produkt, dass ich auf irgendeiner Con bei begeisterten Amateuren kaufe. Da erwarte ich schlicht professionelle Qualität.
--- Ende Zitat ---

Es ist eine professionelle Qualität. Professionell heißt nicht fehlerfrei.


--- Zitat von: Feuersänger am  8.07.2017 | 11:49 ---Hat jemand ne Peilung, wie groß die Auflage des PHB(D) ist?
--- Ende Zitat ---

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