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Die Geschichte der Welt wie weit zurück ?

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Isegrim:
Ich denke eher, es geht um das bekannte Vorwissen, dass wir alle über SR haben, da es bis vor ein paar Jahrzehnten unsere Welt war. (Yeah, Vermutungen! ;) )

Ohne das, in einem Szenario auf einer Welt, die nicht die Erde ist, müsste man erstmal erklären, was Indianer sind, und warum es i-wie bedeutsam ist, dass die jetzt vor den Stadttoren die Macht haben.

Wandler:
Auch gut möglich :) Sowas vergess ich gerne.

Wulfhelm:
Ich habe mit einem Versuch, sarkastisch zu werden, mal wieder meilenweit über die Köpfe hinweggeschossen, wie ich sehe...

Also mal im Klartext: Shadowrun spielt in der Zukunft unserer Erde. Darum kannst Du auch Wissen darüber, was "Indianer" sind, voraussetzen. Und über eine Menge andere Dinge, die so zwischen der Steinzeit und dem 21. Jahrhundert passiert sind auch. Und darum ist das Beispiel Shadowrun halt völlig daneben.

Wenn Du jemandem sagst: "Die Indianer haben jetzt ihre eigenen Staaten, die den größten Teil Nordamerikas umfassen, und die USA sind auseinandergebrochen; Seattle ist eine Enklave der UCAS, die aus den nördlichen Rest-USA und Teilen Kanadas bestehen", dann kapiert das sofort jeder Mensch mit einem Funken Allgemeinbildung und Du hast die relevante politische Geschichte des Shadowrun-Universums in einem einzigen Satz zusammengefasst. Wenn Du den Spielern sagst, dass die Kampagne in Seattle stattfindet, können sie den Kontext selber herstellen.

Wenn Du jemandem sagst: "Die Protorhun haben jetzt ihre eigenen Staaten, die den größten Teil Livianias umfassen, und das Yorul-Reich ist auseinandergebrochen; Kumalberg ist eine Enklave des Königreichs Yorul-Algak, das aus dem nördlichen Rest-Yorul und Teilen Maglaviens besteht", dann ist das für jeden, der nicht weiß, was diese Begriffe bedeuten, einfach Kauderwelsch. Wenn Du den Spielern sagst, dass die Kampagne in Kumalberg stattfindet, dann wissen sie halt, dass es eine Enklave von... irgendwas ist, das sie nicht kennen.

Wandler:

Ok. Aber fällt das nicht unter "Soviel wie man wissen muss"? Interessiernen mich die Protorhun, Liviana, Yourul-Reich, Yorul-Algak, Maglaviens ,...? Kann mir das nicht komplett egal sein? Ist es eiN Fokus des Spiels, dass ich das wissen muss? Wie viel meiner Spielzeit am Abend werde ich dieses Wissen nutzen? Welche Entscheidungen treffe ich darum?


--- Zitat von: Pyromancer ---Viele "Geschichten" von Rollenspiel-Settings sind auch einfach schlecht. Schlecht ausgedacht, schlecht aufbereitet, mit Fokus auf Dingen, die für's Spiel irrelevant sind und DAZU noch langweilig.
--- Ende Zitat ---
Pyromancer hat es ja auf den Punkt getroffen. Wenn diese ganze Geschichte mich einfach nicht fesselt, dann kann es dazu einen Absatz oder mehrere Bücher geben - ich werd es nicht lesen.

Wer eine klassische Dungeon Crawl Kampagne spielt, muss vielleicht so gut wie nichts über die Welt wissen. Wenn es ein politisches Spiel ist, dann werden diese politischen Beziehungen dazu wichtig sein. Ich denke, dass hier das System und die Art des Spiels, das gespielt werden soll darüber entscheiden wie viel Hintergrund existieren muss und wie viel weiß bleiben kann. Ich mein, man kann D&D als reines Brettspiel spielen, ganz ohne jegliches Rollenspiel: "Das ist der nächste Dungeon. Am Ende gibts Loot." Man kann es auch mit sehr wenig Kampf spielen.

Skele-Surtur:
Wie viel Geschichte für ein Setting nötig ist, hängt sehr davon ab, was für ein Setting das ist.
Generell ist es weniger wichtig, wie weit ein Ereignis zurück liegt, sondern wie groß die bleibenden Auswirkungen des Ereignisses auf die Akteure zum Zeitpunkt der gespielten Handlung sind, wie viel die Akteure selbst tatsächlich darüber wissen, etc. Das Großreich, das vor 800 Jahren die größte Fläche der bekannten Welt ausmachte und von dem sich 90% der aktuell gesprochenen Sprachen und Ortsnamen ableiten ist vermutlich wichtiger, als ein kurzfristig einflussreiches Städtebündnis, das vor 200 Jahren auseinander ging und vielleicht noch den Historikern der Gegenwart ein Begriff ist. Von daher bin ich ein großer Freund punktueller Ausgestaltung.

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