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Die Geschichte der Welt wie weit zurück ?

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YY:

--- Zitat von: Wandler am  3.04.2017 | 15:38 ---Weiteres Beispiel wo Shadowrun 5 es zum Beispiel komplett vergeigt hat und trotz hunderter Seiten Fluff und Co genau das zu schlecht herausgearbeitet hat: Die Matrix.

--- Ende Zitat ---

Im Hinblick auf Pyromancers Aussage also nach dem Motto "Wer nichts macht, macht keine Fehler"?

Möglichst schlechte Beispiele sollten doch nicht der Maßstab sein, sonst spielen wir am Ende alle nicht nur geschichtslos, sondern auch ohne alles andere ;)
Man darf für eine abstrakte Betrachtung schon davon ausgehen, dass ordentlich gearbeitet wird.



--- Zitat von: Grimnir am  7.04.2017 | 13:20 ---Ich persönlich brauche Massen an guter historischer Ausarbeitung, um mit einem Setting glücklich zu sein. Bin ich da der einzige?

--- Ende Zitat ---

Nein, bist du nicht.
Allerdings wird die Luft dann auch schon ziemlich dünn - gut gibts und Masse gibts auch, aber beides zusammen... ;)

Für mich ist das eine Spaßquelle, die weitestgehend vom eigentlichen Spielbetrieb getrennt ist.
Natürlich freut es mich, wenn mir im Spiel etwas auffällt und ich auf mein "Warum ist das so?" eine gute Antwort bekomme oder - quasi als Königsklasse in Sachen Settinggeschichte - mir geschichtliche Zusammenhänge erschließen kann, die nirgends explizit aufgeführt werden.
Aber für das eigentliche Spiel braucht man das nicht und mir ist klar, dass ich dem Großteil der Mitspieler damit eher auf den Keks gehe.

Diese Art von Settinggeschichte hängt in meiner Wahrnehmung oft mit simulationistisch orientierten Spielern und zugehörigen Regelschwergewichten zusammen, was bedeutet, dass das Angebot recht überschaubar ist und da auch keine Newcomer aus dem Nichts auftauchen werden.
Solche Settings gibt es, aber sie sind deutlich seltener geworden und noch "am Leben" sind gerade mal eine Handvoll.

Jenseits von historischen Settings oder solchen mit sehr kurzer Alternativhistorie kann ich mir die diesbezüglich ergiebigen Geschichtsdarstellungen an den Daumen abzählen.



Manchmal reicht allerdings auch schon die fadenscheinige Andeutung von Geschichte, um einerseits das Gefühl eines großen historischen Kontextes herzustellen und andererseits die Probleme und Fragestellungen der Geschichtsschreibung zum Thema zu machen. 40K eignet sich da unabsichtlicherweise ganz gut.

Wandler:
Hmmm. Verdammt - verdammt - gute Frage!

Ich würde sagen: Einerseits nein. In meinen Augen wäre eine gute Beschreibung notwendig gewesen. Hätte man einfach nichts gemacht, dann wäre "Die Matrix" eben so wie das echte Internet als Referenz geblieben  (oder eben wie in der 4ten Edition und davor erschienenen Edition wenn man es als Serie sieht). Ich glaube aber, dass das dem Setting auch nicht gut getan hätte, denn gerade das war eigentlich ein Problem in SR4, dass die technische Entwicklung der echten Welt, in vielen Punkten die Zukunftsvisionen aus den 80er Jahren ein und überholt haben. Hier einen harten Schnitt zu setzen und die Technik eben mehr Sci-Fi-mäßig zu machen, ist denke ich für so ein Setting schon wichtig. Leider wurde daraus aber: "Keiner weiß warum es so funktioniert wie es funktioniert". Finde ich nicht gut, damit kann ich aber leben, wenn dann dafür klar ist, wie es funktioniert - in dem Fall gibt es aber leider zu wenige neue Texte/Romane/Buchvorlagen oder andere Dinge auf die man Trope-technisch zurückgreifen kann, womit es zu viel Diskussion in Foren und Spielgruppen kam aufgrund von unterschiedlichen Ansichten und Verständnis "wie" das denn jetzt funktioniert oder warum man etwas tun kann oder nicht tun kann.

Andererseits: "Wie früher" (oder halt heute und jetzt) hätte sich weniger Probleme erzeugt, wäre für mich aber als Setting auch zu fad (in dem Fall ist es ja nur ein kleiner Teil eines großen Settings, aber dieser Aspekt wäre mir dann zu langweilig).

Auch in Bezug auf deine anderen Ausführungen: Sehr schön formuliert.

Ucalegon:

--- Zitat von: Supersöldner am 29.03.2017 | 19:51 ---Die Geschichte  der Welt wie weit muss oder soll sie zurück reichen ?

--- Ende Zitat ---

Wenn dein Rollenspiel auf eine Weltgeschichte angewiesen ist, dann so weit, wie sie mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Wenn es zur Enzyklopädie kippt, solltest du aufhören. [Wenn du sie besonders ansprechend präsentierst, d.h. in Kurzgeschichten oder als Mauerschau, dann vielleicht auch ein bisschen weiter.]

YY:

--- Zitat von: Wandler am 11.04.2017 | 20:34 ---In meinen Augen wäre eine gute Beschreibung notwendig gewesen. Hätte man einfach nichts gemacht, dann wäre "Die Matrix" eben so wie das echte Internet als Referenz geblieben  (oder eben wie in der 4ten Edition und davor erschienenen Edition wenn man es als Serie sieht). Ich glaube aber, dass das dem Setting auch nicht gut getan hätte, denn gerade das war eigentlich ein Problem in SR4, dass die technische Entwicklung der echten Welt, in vielen Punkten die Zukunftsvisionen aus den 80er Jahren ein und überholt haben.

--- Ende Zitat ---

Das ist in Sachen SR eines meiner Lieblingsthemen :)

Können wir gerne dort fortsetzen, das zieht sich ja von "reiner" Settinggeschichte über Line Development bis in die Spielpraxis...

Wandler:
Lieber in einem anderen Thread :)

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