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OSR Smalltalk

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Rorschachhamster:

--- Zitat von: tartex am  3.06.2022 | 15:49 ---Es gibt halt auch die Gruppe, die finden OSR toll, weil sie sich auf heilige, perfekte Texte der Altvorderen stützt.  >;D

Da ist dann natürlich kein Platz für Experimente oder neue Ideen, weil das sind ja alles Pervertierungen des Goldenen Zeitalters.

--- Ende Zitat ---
Oha, machst du nicht gerade das gleiche in Grün?  >;D

Schubladen sind so eine fraktale Sache, wenn man einmal beginnt, kann man nicht mehr aufhören. Mir gefällts oder nicht. Der Rest ist Wurst.  ;D

Metamorphose:
Ich möchte ein bisschen über den Tellerrand von LoftP schauen und seh mir gerade s&w und dcc an.

Was sind die grundlegenden Unterschiede? Kann mir das kurz jemand erklären? Lohnt es sich evtl nicht mal, alle drei zu besitzen?

Edit: DCC hat wohl ziemlich eigene Würfel :D

schneeland:
Bei LotFP und S&W sehe ich gewisse Überlappungen, weil beides letztlich Retroklone sind (im Detail finden sich schon noch Unterschiede). DCC ist eher sein eigenes Ding, das ein Old-school-Spielgefühl mit viel Weirdness auf einem eigenen Regelsystem mit D&D3-Wurzeln basiert. Es gibt außerdem viele schöne und gut getestete Abenteuer sowie seit neuerem spezifische Regelvarianten für Appendix N-Welten (u.a. Lankhmar und Dying Earth). Ich bin ein großer Fan und finde, es lohnt sich auf jeden Fall DCC zu besitzen - je nach Präferenz gibt es auch eine schöne deutsche Ausgabe von System Matters dazu.

Alexandro:
Warum ist LotFP ein Retroklon? Die Regeln weichen doch ziemlich von allen bisherigen D&D-Versionen ab.

Sosthenes:

--- Zitat von: Metamorphose am  4.06.2022 | 18:48 ---Ich möchte ein bisschen über den Tellerrand von LoftP schauen und seh mir gerade s&w und dcc an.
Was sind die grundlegenden Unterschiede?
--- Ende Zitat ---

Ohne Anspruch auf historische Korrektheit, war LotFP für mich gefühlt ein bisschen wie der erste beliebte Versuch etwas Eigenes zum Retrocloning beizutragen. Die Urgesteine wie OSRIC, Labyrinth Lord oder auch S&W sind noch recht stark an die "echten" D&D Regeln angelehnt. LotFP traut sich mehr zu variieren. Hintergrund ein bissel mehr 17tes Jahrhundert, recht eigene Skill-Regeln usw.

DCC geht hier noch ein paar Schritte weiter. Zelebrieren der "Stufe 0" mit dem "Funnel", stark orakuläre Magieregeln (jeder Spruch ist praktisch eine riesige Zufallstabelle), rules-not-rulings für Kämpfer-Aktionen usw.
Und das halt integriert in ihre etablierte Abenteuer-Reihe, sowohl was Regeln als auch Stil betrifft.

Wenn man also LotFP kennt, ist es sicher interessant in zwei Richtungen des Zeitstrangs zu gehen.

Vom rein Spielerischen/Praktischen ist es natürlich Geschmackssache. Ich persönlich empfinde OD&D für recht angenehm. (Ich hab' ja meine Probleme mit vielen D&D Regeln und Standards, da ist es praktisch wenn es weniger davon gibt.)

S&W ist praktisch OD&D mit etwas weggesschnittenem Speck z.B. bei Rettungswürfen. Von den beliebten Systemen für mich eins der am einfachsten zu benutzen. Wobei es halt inzwischen auch einen guten Haufen an anderen OD&D Retroclones gibt. Iron Falcon, FMAG oder Single-Volume Greyharp.

DCC war für mich persönlich den Mehraufwand nicht wert. Generell kein Funnel-Fan, aber selbst wenn geht das ja problemlos mit jeder anderen Regelvariante. Tabellen referenzieren und Sonder-Würfel haben mir also nicht wirklich etwas gebracht und ich hatte den Eindruck dass das bei den Spielern auch so war. Vielleicht probier' ich die Lankhmar-Variante noch mal…

Aber wie gesagt, das ist mein persönliches Fazit, ich finde beide Spiele interessant genug um zu empfehlen dass jeder selbst für sich die Erfahrung und Meinungsbildung machen sollte.

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