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OSR Smalltalk
Mr. Ohnesorge:
--- Zitat von: ghoul am 12.01.2026 | 14:35 ---Klar. Kann man auch gerne so machen.
Nur würde ich das dann nicht als Old School Revival bezeichnen.
--- Ende Zitat ---
Kommt drauf, wen du fragst.
ghoul:
--- Zitat von: Mr. Ohnesorge am 12.01.2026 | 15:23 ---Kommt drauf, wen du fragst.
--- Ende Zitat ---
Ich frage (konsultiere) natürlich meinen DMG.
;D
Mr. Ohnesorge:
Das überrascht uns alle total. ;D
Guennarr:
--- Zitat von: tarinyon am 12.01.2026 | 13:30 ---Ich checke das mit dem Fackelfokus auch Null. Wie bereits erwähnt wurde, kosten Fackeln praktisch nix (im Gegensatz zu Hirelings, die den ganzen Krempel schleppen). Wenn man also was tracken will, dann den Verschleiß von Hirelings. Fackeln verknappt man doch nur künstlich mMn (abgesehen von so Zufällen wie von korknadel erwähnt). Und wenn einem im Rahmen eines langen Dungeon Crawls wirklich die Fackeln ausgehen sollten, dann denke ich, wird man noch viel mehr Probleme bei den Rationen oder bei den Random Encounters bekommen. Fackeln sind da echt vernachlässigbar.
--- Ende Zitat ---
Es gibt ein paar Aspekte um das Thema Licht:
* Orientierung (v.a. wenn keine Elfen oder Zwerge in der Gruppe sind, aber selbst dann will wahrscheinlich niemand Händchen halten...)
* Reichweite (der Bewegungsradius wird durch die Fackel-/ Öl-/ Lichtzauber-Vorräte halt maßgeblich bestimmt)
* Sichtbarkeit (Monster lieben Abenteurer, die mit einem Lichtpointer "Hier bin ich rufen" und auf jeden Überraschungswurf einen satten Malus erhalten)
* Verwundbarkeit (Die Sicht reicht nur bis zum Rand des Lichtkreises - Dungeons sind meist eh sehr beengt, aber es kann unbefriedigend sein, von etwas aus der Finsternis mit Pfeilen, Zaubereffekten oder Steinlawinen eingedeckt zu werden, das du nicht sehen und somit nicht wirkungsvoll bekämpfen kannst).
Es gibt einiges, was sich z.B. i.S. Fackellogistik vereinfachen lässt. Aber das Thema Licht ist schon wesentlich bei einem Dungeoncrawl.
Guennarr:
--- Zitat von: tarinyon am 12.01.2026 | 13:58 ---Das ist ein wichtiger Punkt, den du ansprichst. Weil hier glaube ich scheiden sich die Geister bzw. die Spielstile.
Diese NewSchool-OSR-Produkte (meine ich nicht abwertend, zähle da u.a. vom Artwork her auch LotFP dazu) machen teilweise aus dem Dungeon-Crawl eine Art Horror-Trip ala Cthulhu-RPG. Gefühlt geht das in Richtung Storygame und Play, wo wir alle so tun, als würden wir uns vor den Monstern gruseln.
Die andere "Schule" setzt IMHO weniger auf Emotionen und mehr auf das Dungeon-Game. Man schickt seine Figuren in den Dungeon, weil es der einzige Weg ist, wie sie effizient leveln können und nimmt dabei in Kauf, dass ein liebgewonnener Charakter stirbt. Auf den ersten Blick wirkt diese Art des Rollenspiels mehr meta. Aber ich würde sagen, dass die Motivation hier sogar intrinischer ist als bei der ersten Variante.
Für mich ist die zweite Schule die ansprechendere. Ich mag aber auch kein Cthulhu, muss ich zugeben.
P.S. Der Fokus auf Dunkelheit und Licht verengt mMn zudem das Dungeon-Design auf dunkle, unterirdische Gänge. Ein Dungeon muss aber überhaupt nicht dunkel sein, um gefährlich zu sein. Die Größe, die Monster und die Fallen sind es doch, die den Dungeon gefährlich machen. Da ist es IMHO total egal, ob sich der Pitfiend im Dunkeln versteckt oder ob er der Gruppe in voller Beleuchtung entgegentritt. Sogar an der Oberfläche kann man sich ohne Meta-Mechanismen wie Fackelzählerei oder Furchtskalen für Random-Encountern fürchten. Beispielsweise sind die SCs meiner AD&D-Runde in der letzten Sitzung in einer Ruinenstadt auf 5 Oger-Magi getroffen (sie selber waren Level 2). Die hatten die Hosen natürlich gehörig voll und waren sehr erleichtert, als der Reaktionswurf gegen neutral ging.
--- Ende Zitat ---
Ich würde auch das weniger von Spielsystemen, als von Vorlieben abhängig machen.
Nimm z.B. das Tonisborg-Dungeon. Oldoldschooliger geht es nicht. Es dürfte das zweitälteste noch dokumentierte Dungeon im RPG-Kosmos sein. Und als Begleitmaterial wird gleich noch ein Vorserien-OD&D und Tipps zum richtigen Leiten mitgegeben. Lies dir das durch und du wirst sehen, dass da auch die gesamte Sinnespalette bis hin zu schaurigen Beschreibungen aufgeboten wird.
Und nein: der Autor ist selbst alt genug und hat mit zu vielen der damaligen Ur-Ur-D&D-Spieler Interviews geführt, als dass sich das als "neuere OSR" abtun ließe. Nenne es vielleicht eher Twin-City- versus Lake-Geneva-Stil. ;-)
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