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[Erklärt mir] Superhelden-Serien

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Kurna:

--- Zitat von: Hundopus am 18.04.2017 | 20:08 ---Da du es ja eingebracht hast: Das war eine Serie, die ich geliebt habe. Soooo schlimm fand ich die Drehbücher nicht, und auch die Huntress-Interpretation hat mir gefallen. Meine Vermutung ist, dass das Konzept nicht aufging, weil es schlicht zu wenig männliche Charaktere gab.

--- Ende Zitat ---

Birds of Prey fand ich auch sehr gut. Die Serie hat bei mir, der ich kein großer Comic-Fan bin, überhaupt erst Interesse für die Welt von Gotham geweckt. Und die Charakter-Combo fand ich sehr schön. Leider hat denen auch das Studio mit vielen Einmischungen das Leben schwer gemacht. U.a. hatten sie wegen Oracle Druck gemacht, weil sie keinen Hauptcharakter im Rollstuhl haben wollten.

Wenn wir hier auch ältere Serien aufzählen, erwähne ich noch Painkiller Jane. Fand ich nicht so gut wie Birds of Prey, aber zumindest habe ich sie mir komplett angesehen, was ich nicht von soo vielen Serien behaupten kann.  ;)

Selganor [n/a]:
Koennen wir hier aus dem Thread die "alten" Serien (sprich: alles was inzwischen eingestellt ist) mal rausnehmen?

Zum einen aendert sich bei denen nix mehr und zum anderen wurde da vermutlich schon "damals" hier im Board drueber diskutiert (erster Eintrag im SEHEN war schon im Jahr 2003!)

Die Superheldenszene hat sich ja auch erst in den letzten Jahren (nach dem Aufkommen des MCU mit Iron Man) extrem geaendert... gerade im Fernsehen.

Der Nârr:
Also wenn ich das richtig verstehe schreibt jeder seine Meinung zu den verschiedenen aktuellen Serien, so dass Pyromancer aus den verschiedenen Eindrücken entnehmen kann, was etwas für ihn sein könnte?

(Von den alten Serien fand ich Smallville und Lois & Clark super, aber ich führe das nicht aus.)

Supergirl finde ich im großen und ganzen schlecht. Sprunghaft, doofe Charaktere und m.E. kommen die Drehbuchautoren mit Supergirls Kräften kaum klar. Ziemlich trashig. Ich schau's mir an, aber bin nicht voll dabei. Empfehlen kann ich es nicht. Dass ich es gucke hat auch eher masochistische Züge.

Flash finde ich super optimistisch und auch schnulzig, aber das nicht so schlimm wie Supergirl. Ich finde Flash schon ok, hat auch ein paar Fehlerchen, aber da ich die Charaktere sympathisch finde, komme ich damit klar. Nach Arrow und den vielen Low-Power-Netflix-Serien war es auch schön, hier eine Serie mit jemanden zu sehen, der "echte" Superkräfte hat (also mehr als "ich bin stark" oder "ich kann gut Bogenschießen"). Gut finde ich, dass man bei der Erklärung seiner Kräfte auf die Speed Force zurückgegriffen hat.

Vielen gefällt ja Arrow sehr. Mir ist das immer viel zu dick aufgetragen. Die haben ja alle soooo eine Darkness in sich. Und es ist sehr pulpig mit den Bösewichten, die immer zu rechten Zeit am rechten Ort sind usw. Auch hier gucke ich es zwar, aber mehr so nebenher.

Von den DC-Serien gefällt mir Legends of Tomorrow am besten, weil die Serie oft herrlich selbstironisch ist. Ganz toller Pulp, nicht unabsichtlich schlecht, sondern absichtlich pulpige Motive aufgreifend. Besonders die aktuelle Staffel macht das gut. Schade finde ich nur, dass man bei den Bösewichten ein wenig Zweitverwertung treibt, die Serie hat definitiv eigene Bösewichte verdient. Wenn jemand nur eine der DC-Serien gucken wollen würde, würde ich ihm die Legends oder Flash empfehlen.

Richtig angetan haben es mir die Netflix-Serien, allen voran Jessica Jones. Aber Luke Cage fand ich auch spitze. Mir geht es da gar nicht so um das Bodenständige, sondern dass ich die Charaktere mag und wie sich die Story entwickelt. Da wird halt nicht alles an einem Tag entschieden und ich werde nicht mit dem bösen Buben der Woche zugemüllt. Das ganze erinnert mich etwa an The Wire im Vergleich zu normalen Krimiserien. Auf mich wirkten die Serien halt sehr dicht und glaubwürdiger. Iron Fist gefiel mir von den Serien noch am wenigsten, dort waren die Nebencharaktere auch am sprunghaftesten und ich fand den Pulp-Faktor am höchsten. Pulp ist für mich schnell ein Problem, wenn es nicht überzeichnet ist (z.B. Sin City) oder selbstironisch/Meta (Legends of Tomorrow).

Noch besser als die Netflix-Serien finde ich im Moment nur Legion. Hier haben wir eine High-Power-Serie, aber ohne klassische Helden. Dadurch müssen wir uns auch nicht ansehen, wie die ständig tolle Schlachten gegen Superbösewichte schlagen á la Avengers-Filme. Ich finde die Serie einfach unheimlich gut gemacht und die Geschichte unheimlich gut erzählt. Ich habe die Serie gleich 2x geguckt… Die zweite Staffel kann ich kaum erwarten. Ich weiß gar nicht, was man mitbringen muss, um die Serie zu gucken. Ich habe sie mit meiner Mitbewohnerin gesehen, die gar nicht so ein Serienjunkie ist und auch keine der aktuellen Superhelden-Serien guckt, die fand die Serie aber auch klasse. Meine Empfehlung ist, die Serie nachts im Dunkeln zu gucken und sich wirklich drauf zu konzentrieren (also nicht, wenn man nebenher aufräumt oder so).

Preacher und Lucifer finde ich auch beide ganz großartig, sind aber ja keine klassischen Superhelden-Serien. Lucifer füllt für mich gut die Lücke, die Castle hinterlassen hat. Oder was heißt gut - ich finde Lucifer besser. Auch wenn sich in der aktuellen Staffel ein bisschen Soap Opera abzeichnet á la Vampire Diaries, was ich total unnötig finde. Preacher ist klasse. Ich habe gelesen, dass die erste Staffel nur die Vorgeschichte erzält und erst in der zweiten Staffel so richtig die Comics umgesetzt werden, da bin ich mal gespannt, was noch auf uns zukommt. Das Ende der ersten Staffel wirkte so schon sehr seltsam. Ich glaube die Serie wird auch trashiger, als ich bisher dachte.

alexandro:

--- Zitat von: Hundopus am 18.04.2017 | 20:08 ---Da du es ja eingebracht hast: Das war eine Serie, die ich geliebt habe. Soooo schlimm fand ich die Drehbücher nicht,
--- Ende Zitat ---

Ich eigentlich auch nicht (besonders ihre Interpretation von Harley Quinn als Joker-Nachfolgerin fand ich klasse), aber ab und zu waren halt ein paar Dialogzeilen drin, die bei mir arg die Fußnägel hoch rollen ließen (zu gestelzt und zu sehr darauf bedacht die Comic-Vorlage zu erklären, statt es (wie spätere Serien) einfach unkommentiert als Easter-Eggs drin zu lassen, solange es nicht wichtig für die Handlung ist).

Crimson King:

--- Zitat von: Pyromancer am 18.04.2017 | 19:10 ---Mit langsamem Erzähltempo hab ich prinzipiell kein Problem. Ich glaube, führe mir mal das Netflix-Zeug zu Gemüte...

--- Ende Zitat ---

Aufgrund der Querbezüge zwischen den Serien ist es sinnvoll, die Staffeln in der Reihenfolge zu schauen, in der sie veröffentlicht wurden. Daredevil 1, Jessica Jones, Daredevil 2, Luke Cage, Iron Fist.

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