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Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.
TaintedMirror:
--- Zitat von: Wulfhelm am 29.04.2017 | 11:08 ---- Warum legen bei D&D nicht einfach die Spielteilnehmer fest, wer trifft und wieviel Schaden entsteht?
--- Ende Zitat ---
Weil Kampf in DnD quasi ein Spiel für sich ist und zwar mit Spiel im klassischen Sinne. Es ist sehr kompetetiv und es ist halt meist nicht gewollt, dass hier einfach nur erzählt wird. Da könnte man auch fragen, warum beim Fußball nicht einfach abgemacht wird, wer wie viele Tore schießen darf. So ist einfach die Designentscheidung und Leute, die DnD spielen wollen das ja auch so.
--- Zitat von: Wulfhelm am 29.04.2017 | 11:08 ---- Andersrum: Warum wird nicht dafür gewürfelt, wie man sich im Kampf bewegt, welche Zauber man memoriert oder verwendet oder wen man angreift?
--- Ende Zitat ---
Dies sind Teile der Charakter und damit der Spielerentscheidung. Spiele bestehen nun mal aus den Elementen: Strategie, Ressourcen und Taktik. Was du genannt hast sind Taktikbestandteile. Hier existiert kein Konflikt, da die Spielfigur dies einfach entscheiden kann (gut Bewegung kann man schon mal auswürfeln müssen bei Hindernissen oder Terrainbesonderheiten). Auch das ist Teil des Spieldesigns, der so gewollt ist.
--- Zitat von: Wulfhelm am 29.04.2017 | 11:08 ---- Was schätzt Du, ist der Anteil an "Dingen, die für die Fiktion als wahr erachtet werden", die bei D&D von Würfelwürfen entschieden werden?
--- Ende Zitat ---
Lässt sich so nicht beantworten. Oftmals ist es ja so, dass ein Wurf die nachfolgende Geschichte komplett ändert und sei es nur Mache ich nach dem Kampf verletzt oder unverletzt weiter. Und darauf bauen dann wieder Entscheidungen auf, die man trifft und das folgt zu weiteren Würfelwürfen, etc.
--- Zitat von: Wulfhelm am 29.04.2017 | 11:08 ---- Kann man Rollenspiel betreiben, bei dem "Dinge, die für die Fiktion als wahr erachtet werden", nie durch Würfeln oder andere Zufallsmechanismen bestimmt werden?
--- Ende Zitat ---
Kommt darauf an, wie du Spiel definierst (Würfelwurf fasse ich mal weiter und ersetze es durch Zufallselement). Das erzählen einer Geschichte, selbst nach gewissen Regeln und in der Gemeinschaft wird von manchen ja nicht wirklich als Spiel wahrgenommen, eben weil die essentiellen Komponenten eines Spieles dort nicht so vorhanden sind. Ist denn für dich das Lesen eines Buches mit Wahlmöglichkeiten schon ein Spiel? Wie sieht es mit Soloabenteuern aus? Ist die Vorbereitung eines Abenteuers schon ein Spiel? Das sind alles Dinge die man dazu geklärt haben muss.
--- Zitat von: Wulfhelm am 29.04.2017 | 11:08 ---- Kann man Rollenspiel betreiben, bei dem "Dinge, die für die Fiktion als wahr erachtet werden", nur durch Würfeln oder andere Zufallsmechanismen bestimmt werden?
--- Ende Zitat ---
Auch hier wieder die Frage, was ein Spiel ist. Natürlich kann man sich eine Geschichte auch zusammenwürfeln. Ein paar gut gemachte Tabelle, jeder würfelt x mal und liest vor. Kann man als Spiel sehen muss man aber nicht. Hier fehlt halt das Element der Entscheidung.
Edit:
--- Zitat von: Chruschtschow am 29.04.2017 | 11:19 ---Aber mir fallen gerade exakt keine vom System vorgegebenen Würfe ein, die nicht in Wechselwirkung mit der Fiktion stehen. Deren Existenz würde ja eine Gegenthese gegen 1of3s Aussage stützen. Hast du welche im Angebot?
--- Ende Zitat ---
Das wären im Prinzip die Würfe, die vom Meister nur gemacht werden, damit die Gruppe denkt, dass gerade irgendwas darauf folgen muss ohne dass es wirklich so ist.
Chruschtschow:
--- Zitat von: TaintedMirror am 29.04.2017 | 11:26 ---Edit:
Das wären im Prinzip die Würfe, die vom Meister nur gemacht werden, damit die Gruppe denkt, dass gerade irgendwas darauf folgen muss ohne dass es wirklich so ist.
--- Ende Zitat ---
Eben. Aber die sind eben nur Stilmittel wie Hintergrundmusik und schlechte Beleuchtung.
TaintedMirror:
Ich rechne die Stilmittel mal mit zum Spiel. Ansonsten wäre da eventuell noch das auswürfeln von gewissen Werten. K.a. ob es das Gibt, aber in dem Fall, dass Gummipunkte zu Beginn der Spielsitzung ausgewürfelt werden, wäre das ja quasi ein Würfelwurf ohne Einfluss auf die Fiktion. Ebenso wenn man in einem Spiel mit vorgefertigten Charakteren auswürfelt, wer welchen bekommt, etc. Das sind halt eher Randbeispiel. Das ist mir schon klar.
Chruschtschow:
@TaintedMirror:
Und was tun die Gummipunkte dann, mal davon abgesehen, dass sie für Spieler eine Mechanik neben dem Würfelwurg darstellen, die Fiktion zu ändern? Der Einfluss des Würfelwurfs ist nicht mehr unmittelbar, zielt letztlich aber wieder auf die Spielumgebung.
Und das ist doch auch ein Musterbeispiel dafür, worauf 1of3 abzielt. Ich kann auch sagen "3", "entsprechend der Glückspunkte" o.ä. Ich kann jeden Würfelwurf durch eine andere Mechanik ersetzen. Ob das sinnvoll ist, ist dann die interessante Frage, die sich der Designer stellen muss.
Wulfhelm:
Die Fragen waren wie gesagt zum Nachdenken gedacht, nicht um mit den Sinn verfehlenden Banalitäten ("Die Designer...") oder Abwehrreflexen darauf zu antworten.
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