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Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.
Isegrim:
Bei sozialen Interaktionen kann es viel leichter zu Stillstand-Situationen kommen. Beide Seiten wollen nicht nachgeben, sich nicht überzeugen lassen: Dann sind die Verhandlungen eben gescheitert. Man betrachte Politik, Diplomatie, Geschäftsbeziehungen. Da muss nicht einer gewinnen. Bei körperlichen Aktionen ist das mE weit weniger wahrscheinlich. Bei einem 100m-Rennen kann es zu einem Remis kommen, und die beiden Schnellsten auf die Hundertselsekunde genau die gleiche Zeit brauchen. Bei einem Duell kann es sein, dass beide Duellanten vor Erschöpfung zusammenbrechen, ehe einer den anderen absticht. Aber wie wahrscheinlich ist das?
Daher finde ich es auch nachvollziehbar, dass man in einem Kampf solange würfelt, bis nur noch einer steht. Bei einer Verhandlung finde ich ein durch Würfel erzwungenes "Einer muss gewinnen!"-Vorgehen wenig passend. Da haben beide Seiten ihre roten Linien, und das ist auch in Ordnung.
Wulfhelm:
--- Zitat von: ArneBab am 3.05.2017 | 10:28 ---Für mich hat sich meine Weltsicht geändert als ich meine Tante erlebt habe, wie sie mir eine Studenten-Bahncard besorgt hat, obwohl ich die Immatrikulationsbescheinigung noch nicht hatte. Sie hat nur zwei Sätze gesagt (ich weiß nicht mehr genau was) und der Mitarbeiter hat mir die vergünstigte Karte verkauft.
--- Ende Zitat ---
Ist die Tatsache, dass sich Deine Weltsicht aufgrund eines einzigen Vorgangs, den Du noch nicht mal im Detail mitbekommen ist, völlig gewandelt hat, jetzt Argument pro oder gegen? >;D
Greifenklause:
@KhornedBeef
Ich mag so extreme Beispiele nicht, denn gerade um die ging es mir nie.
Gaußsche Glockenkurve, "Du und ich"-Prinzip, blablabla
@ArneBab
Schon eher so.
Aus der Realität hergeleitete denkbare Veränderungen im bisherigen Verhalten oder der zur Schau gestellten Absicht.
Da kann man dann durchaus auch aus dem Pool des erlebten schöpfen.
@ All
Wie oft hat der Partylöwe überraschend jemanden verführt (sei es moralisch integer oder nicht)?
Wie oft führte Einschüchtern zum Ziel?
Wieviel Rabatt hast du bei einem Autokauf erhalten?
Wieviel ein guter Freund?
Und hat sich der Verkäufer insgeheim noch ins Fäustchen gelacht?
Hat dich deine Freundin/Freund schon mal zu einer teuren Reise überredet?
Einer Sexpraktik, die von Anfang an nicht dein Ding war?
Wieviel sinnlose Paar Schuhe hast du im Schrank?
Fühlst du dich gut oder schlecht dabei?
Wieviele waren überteuert?
Wieviele hielten ihren Versprechungen aus Werbung oder von Seiten des Verkäufers nicht ein?
Hast du die Versprechungen überhaupt ernst genommen?
Hast du schon Mal aus mangelnder Willenskraft etwas gemacht, dass dir an sich zuwider war?
Hat dich schon mal jemand zu etwas überredet, dass dann tatsächlich ganz toll war?
Wenn "dir oder mir" sowas schon mal passiert ist, kann es deinem oder meinem Charakter mit mittleren sozialen Fertigkeiten auch passieren... in ähnlicher Häufigkeit.
Bei überdurchschnittlichen sozialen Fähigkeiten seltener, bei Sozialhorsten häufiger.
@Isegrimm
"Rote Linien" fordere ich selbst und ich dulde sie selbst dann, wenn ich sie nicht 100%ig nachvollziehen kann.
Als Spielleiter reize ich sie gerne aus alle paar Abenteuer, bremse aber schnell, wenn ich das Gefühl habe, gegen die rote Linie eines Spielers zu verstoßen.
Wo ich kaum Toleranz kenne, sind "rote Straßen".
Wenn also jedwede Verhaltensänderung aufgrund gescheiterten Sozialduells abgelehnt wird.
Wenn jede Verteuerung beim Händler und sei sie noch so klein, mokiert wird.
Wenn die gelungene Betörenprobe des Gegenübers GAR KEINE Auswirkung hat.
ArneBab:
--- Zitat von: KhornedBeef am 3.05.2017 | 10:59 ---Deine Tante ist aber erstmal eine reale Person, und lediglich eine obere Grenze ihrer Fähigkeiten habe ich angeben wollen.
--- Ende Zitat ---
Dann hatte ich dich falsch verstanden. Ich war schon im Kontext, was wir im Rollenspiel wollen. Klar kann meine Tante nicht die Welt aus den Angeln heben. Aber sie kann viel, viel mehr als ich. Und das ist der Unterschied auf den ich eingehen wollte: Die Spannbreite der sozialen Fertigkeiten unter Menschen, die ich kenne — als Proxy dafür, wie stark sich schon normale Leute unterscheiden.
KhornedBeef:
--- Zitat von: Greifenklause am 3.05.2017 | 11:05 ---@KhornedBeef
Ich mag so extreme Beispiele nicht, denn gerade um die ging es mir nie.
Gaußsche Glockenkurve, "Du und ich"-Prinzip, blablabla
@ArneBab
Schon eher so.
Aus der Realität hergeleitete denkbare Veränderungen im bisherigen Verhalten oder der zur Schau gestellten Absicht.
Da kann man dann durchaus auch aus dem Pool des erlebten schöpfen.
@ All
Wie oft hat der Partylöwe überraschend jemanden verführt (sei es moralisch integer oder nicht)?
Wie oft führte Einschüchtern zum Ziel?
Wieviel Rabatt hast du bei einem Autokauf erhalten?
Wieviel ein guter Freund?
Und hat sich der Verkäufer insgeheim noch ins Fäustchen gelacht?
Hat dich deine Freundin/Freund schon mal zu einer teuren Reise überredet?
Einer Sexpraktik, die von Anfang an nicht dein Ding war?
Wieviel sinnlose Paar Schuhe hast du im Schrank?
Fühlst du dich gut oder schlecht dabei?
Wieviele waren überteuert?
Wieviele hielten ihren Versprechungen aus Werbung oder von Seiten des Verkäufers nicht ein?
Hast du die Versprechungen überhaupt ernst genommen?
Hast du schon Mal aus mangelnder Willenskraft etwas gemacht, dass dir an sich zuwider war?
Hat dich schon mal jemand zu etwas überredet, dass dann tatsächlich ganz toll war?
Wenn "dir oder mir" sowas schon mal passiert ist, kann es deinem oder meinem Charakter mit mittleren sozialen Fertigkeiten auch passieren... in ähnlicher Häufigkeit.
Bei überdurchschnittlichen sozialen Fähigkeiten seltener, bei Sozialhorsten häufiger.
--- Ende Zitat ---
Fair enough, das Extrem war auch nur ein Beispiel, um ArneBabs scheinbar absolute Aussage zu relativieren.
Was dein Fragen/Beispiele angeht: Ich weiß was du meinst. Aber das Argument zieht nur 100% wenn du SL-gesteuert simulierst. In erster Linie sollte man sich vor dem Spiel einig sein, wieviel Souveränität die Spieler dafür opfern wollen, oder wie sehr sie sich freiwillig darauf einlassen, ihren Charakter als überredet zu spielen, wenn es Sinn machen würde, obwohl sie als Spieler die Schwierigkeiten sehen, in die die Charaktere geraten.
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