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Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.
Issi:
--- Zitat ---Betrachtet man es so, ist es auch naheliegend, bei NSCs soziale Interaktionen sehr viel weitgehender vom Würfelergebnis abhängig zu machen: Viele NSCs sind kaum ausgearbeitet, per (Proben-) Wurf zu bestimmen, wie der konkrete NSC drauf ist, ergibt also Sinn. SCs existieren viel weitereichender im Kopf des Spielers. Hier durch (Proben-) Wurf bestimmen zu wollen "wie tickt der eigentlich" ergibt daher wenig Sinn.
--- Ende Zitat ---
Mich würde tatsächlich überhaupt mal interessieren, welchen Vorteil sich für das Spiel ergibt, wenn der Würfelwurf des Spielleiters bestimmt, wie Spieler Figuren zu fühlen und reagieren haben?
Wo liegt denn hier nun der Vorteil? Und warum muß man das unbedingt so machen und nicht anders?
Argumente die ich bisher rausgelesen habe waren:
1. Weil es realistisch ist, dass es Figuren gibt, die so gut reden können, dass die Figur etwas tut was sie eigentlich nicht will.
Frage: Kann die denn der Spielleiter auch nicht einfach überzeugend spielen? (Oder ist das eher etwas was man dem SL nicht zumuten sollte?- Deshalb braucht der SL Würfel dafür)
2. Spielerfähigkeiten und Figuren Fähigkeiten sollten strickt getrennt werden.
Frage: Warum, wenn der Spieler doch sonst auch für die Figur denkt und spricht. Warum müssen die dann ausgerechnet getrennt werden, wenn es mal wirklich draufan kommt?
3. Soziale Fertigkeiten sollen den Kampffertigkeiten ähnlich sein?
Frage: Warum müssen sie das? Warum darf es hier keine Unterscheidung geben?
Vieleicht habe ich Dinge vergessen oder übersehen aber bestimmte Fragen kann ich mir bislang einfach nicht zufriedenstellend beantworten.
tartex:
--- Zitat von: Issi am 3.05.2017 | 12:07 ---Mich würde tatsächlich überhaupt mal interessieren, welchen Vorteil sich für das Spiel ergibt, wenn der Würfelwurf des Spielleiters bestimmt, wie Spieler Figuren zu fühlen und reagieren haben?
Wo liegt denn hier nun der Vorteil? Und warum muß man das unbedingt so machen und nicht anders?
--- Ende Zitat ---
Geht halt schon eher ein wenig in Richtung Story Gaming als klassisches Rollenspiel. Mir gefällt beides und ich habe gerne Abwechslung.
Aus meiner Perspektive würde ich sagen, es bring dem Spieler: Spotlight, Spotlight, Spotlight! Denn der Spielleiter kann die Stakes gegen den Charakter erhöhen. Und je unangenehmer die Lage für den Charakter, desto spannender wird es, wenn er sich dann hoffentlich daraus befreit.
Isegrim:
Wer sagt, dass man das so betrachten muss? Es hat aber ein paar Vorteile. Bspw eben eine stimmige Situation imaginieren zu können, die a) vom Würfelwurf abhängt, ohne b) erklären zu müssen, warum ein SC mit seinem Charme oder Verhandlungsgeschick mal was reißt, und mal gegen eine Wand rennt: Der eine NSC war halt so drauf, der nächste anders. Oder warum SC A bei einem bestimmten NSC nichts erreicht, während SC B den gleichen NSC einen Tag später mit der gleichen Masche um den Finger wickelt, trotz gleichen oder geringeren Wertes: War B halt voll sein Typ, während er As Nase nicht mochte. Statt es völlig auf die Tagesform der SCs zu schieben, um unterschiedliche Ergebnisse durch verschiedene Würfelergebnisse zu erklären, erklärt man es durch die Unterschiedlichkeit der Welt respektive der NSCs.
Die Methode hat auch Nachteile: Eigentlich müsste man dann darauf zurück kommen, wenn der gleiche NSC wieder mal auftaucht. Und je weiter ein NSC ausgearbeitet ist, desto eher versagt sie auch, da dann im Grunde das gleiche Problem greift wie bei SCs: Die Figur ist im Kopf desjenigen, der sie spielt (in dem Falle der SL) schon vorhanden, sie anzupassen funzt dann nicht mehr so gut. Aber mE ist es für viele Situationen eine plausible Erklärung der Ergebnisse, die ein Würfelwurf liefert.
Pyromancer:
--- Zitat von: Issi am 3.05.2017 | 12:07 ---Argumente die ich bisher rausgelesen habe waren:
1. Weil es realistisch ist, dass es Figuren gibt, die so gut reden können, dass die Figur etwas tut was sie eigentlich nicht will.
Frage: Kann die denn der Spielleiter auch nicht einfach überzeugend spielen? (Oder ist das eher etwas was man dem SL nicht zumuten sollte?- Deshalb braucht der SL Würfel dafür)
2. Spielerfähigkeiten und Figuren Fähigkeiten sollten strickt getrennt werden.
Frage: Warum, wenn der Spieler doch sonst auch für die Figur denkt und spricht. Warum müssen die dann ausgerechnet getrennt werden, wenn es mal wirklich draufan kommt?
3. Soziale Fertigkeiten sollen den Kampffertigkeiten ähnlich sein?
Frage: Warum müssen sie das? Warum darf es hier keine Unterscheidung geben?
--- Ende Zitat ---
Du verwechselst "kann man machen" mit "muss man machen". Kein Mensch hier behauptet, dass man es so machen MUSS. Es gibt Gründe, die sprechen dafür, andere sprechen dagegen. Je nach Spilstil und persönlichen Vorlieben kann man es so oder so machen. Oder willst du hier argumentieren, dass man es definitiv NICHT SO machen soll?
Isegrim:
--- Zitat von: tartex am 3.05.2017 | 12:19 ---Geht halt schon eher ein wenig in Richtung Story Gaming als klassisches Rollenspiel.
--- Ende Zitat ---
Würde ich gar nicht sagen. Eine solche Erklärung lässt sich im Grunde wunderbar auch für ganz klassische Rollenspiele verwenden. Der DSA1-Streuner labert sich mit seinem Charisma an Wache X vorbei (weil 2 gewürfelt), während Wache Y darauf besteht, Passierschein A38 zu sehen (weil 18 gewürfelt)? Naja, liegt wohl an den Unterschieden zwischen X und Y, nicht daran, das der Streuner beim zweiten mal plötzlich seine eigene Zunge verschluckt hat...
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