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Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.
Isegrim:
Sry, Issi, mir fällt gerade auf, dass ich deinen Beitrag (#210) nicht aufmerksam gelesen habe. Daher ist meine Antwort darauf (#212) auch am Thema vorbei. Mich wundert allerdings etwas, wie die beiden Textfragmente zusammenpassen:
--- Zitat von: Issi am 3.05.2017 | 12:07 ---
--- Zitat von: Isegrim am 3.05.2017 | 11:56 ---Betrachtet man es so, ist es auch naheliegend, bei NSCs soziale Interaktionen sehr viel weitgehender vom Würfelergebnis abhängig zu machen: Viele NSCs sind kaum ausgearbeitet, per (Proben-) Wurf zu bestimmen, wie der konkrete NSC drauf ist, ergibt also Sinn. SCs existieren viel weitereichender im Kopf des Spielers. Hier durch (Proben-) Wurf bestimmen zu wollen "wie tickt der eigentlich" ergibt daher wenig Sinn.
--- Ende Zitat ---
Mich würde tatsächlich überhaupt mal interessieren, welchen Vorteil sich für das Spiel ergibt, wenn der Würfelwurf des Spielleiters bestimmt, wie Spieler Figuren zu fühlen und reagieren haben?
Wo liegt denn hier nun der Vorteil? Und warum muß man das unbedingt so machen und nicht anders?
--- Ende Zitat ---
Für tartex bzw meinen Beitrag #214 gilt ähnliches.
Issi:
@
Isegrim
Sorry für den Sprung. Ich griff das hier auf:
--- Zitat ---Hier durch (Proben-) Wurf bestimmen zu wollen "wie tickt der eigentlich" ergibt daher wenig Sinn.
--- Ende Zitat ---
Ich fand die Idee interessant, dass NSC oft wesentlich weniger festgelegt sind als SC. Wie der SC nun wirklich tickt, weiß doch im Grunde der Spieler viel besser als jeder andere.
Weil er sich seinen Charakter ja ausgedacht hat.
Dass das dann aufeinmal durch einen Würfelwurf bestimmt oder gar vom SL festgelegt wird, finde ich einfach noch etwas befremdlich. Darum habe ich einfach mal nach Argumenten dafür gefragt.
Isegrim:
Ah, okay. Dann sind wir an dem Punkt einer Meinung. Bei NSCs (besonders nicht-zentralen ohne groß festgelegte Persönlichkeit) find ich die Vorstellung "Die Probe des SC entscheidet über den Charakter des NSC" sinnvoll, anders rum nicht.
Wandler:
Das kann durchaus funktionieren, aber nur bei sehr guten schauspielerischem Talent. Wenn ich mit guten Schauspielern am Tisch Rollenspiele, dann kann ich denen eine Rolle vorgeben und er wird sie passend füllen und sich auch in einem Rollenspiel in dem ihm - egal durch welchen Mechanismus - vorgegeben wird, wie der Charakter sich zu fühlen oder gerade zu denken hat.
Interessanterweise funktioniert dies gerade meiner Erfahrung nach aber in den wenigsten Fällen. Kaum jemand den ich kenne hat solch ein kräftiges Einfühlungsvermögen, dass er sich so gut in so eine Szene reinversetzen kann und damit funktioniert, der Klassiker "Du hast jetzt Angst" (z.B. Mutprobe nicht geschafft [inspiriert vom Turbofate Mutproben-Thread]) nur extrem mies. Eigentlich möchte man ja irgendwie meinen, dass Leute, die keine großartigen eigenen Ideen haben um auf interessante Weise einen Charakter mit Gefühlen zu beschreiben, sich durch Handlungsanweisungen leichter tun - ABER, habe ich in über 15 Jahren Rollenspiel noch nie in einer Runde funktionieren sehen. Gerade Anfänger oder Leute die sich gerne nichts sagen lassen, tun sich leichter wenn sie die Kontrolle über ihren Charakter behalten, selbst wenn, dies dann unstimmungsvoll ist (der Charakter müsste sich fürchten, der Spieler will das aber einfach nicht ausspielen).
Menschen die dazu aber in der Lage sind, können meist generell die Aktionen und Geschehnisse die nicht durch sie selbst initiiert sind besser aufgreifen. Dass wir dabei eigentlich von Würfelproben und der Interpretation des Ergebnisses reden, ist dafür in meinen Augen gar nicht von Belang.
Greifenklause:
@ Wulfhelm
Geht klar
@ Issi
Ich kann das verstehen ehrlich.
Bin aber immer noch der Meinung, dass hier gekünstelt in eine Ecke argumentiert wird, wo sich die andere Seite nie befand.
Mir geht es nicht darum, den Charakter zu verdrehen.
Im Gegenteil. Was der Charakter ist, ergibt sich ja schon schön aus den Werten.
Und keine Frage: Die Verkittung und Verzahnung und das sich daraus ergebende Gesamtkonzept übernimmt zu großen Teilen der Spieler.
Aber daraus zu schließen, dass ein Probenergebnis sich niemals nie auf die Charakterhandlungen oder -Einstellungen auswirken darf, erschließt sich mir nicht.
Im Gegenteil: Jemand, der mittels Betörenwürfe aktiv NSC zu bestimmten Verhaltensweisen bringen will, gesteht ein, dass das grundsätzlich möglich ist.
Jemand, der mittels Feilschen grundsätzlich Rabatte erwürfeln will, gesteht ein, dass selbst professionelle Händler sich beeinflussen lassen.
Wer so spielt, darf sich doch nicht ernstlich wundern, wenn der SL den Spieß umdreht? (Bis zur roten Linie versteht sich)
Aber mal Butter bei die Fische:
NSC betört SC:
(Annahme: Der SC ist nicht prinzipiell dagegen, sich auf ein Techtelmechtel einzulassen)
@ Wandler
Interessanter Gedankengang, vielleicht liegt es daran...
Der SC vergeigt wesentlich seine Probe, bzw dem NSC gelingt sie gut.
Dass der SC mit dem NSC dann aufs Zimmer geht, ist für mich unstreitig.
Was sie dort im Detail machen, interessiert mich nicht. Wenn der Spieler die Thematisierungen von Hardcorenummern nicht scheut, darf man die andeuten. Wenn aber lieber mit hochrotem Kopf Tee trinken will und sich Liebesschwüre ins Ohr säuseln lässt, bei denen der frivolste Körperkontakt ein kurzes Berühren der Haarlocke ist, ist das auch ok.
Auswirkungen:
-- Der SC erzählt ein Geheimnis
-- Der SC verliert Zeit
-- Der NSC bekommt Zeit zum Diebstahl
SC verhandelt mit NSC
(Annahme: Keine Spesen, aber auch kein irrsinniges Vermögen.
Ein Sattel für eine relevante Menge Goldes)
Der SC vergeigt wesentlich seine Probe, bzw dem NSC gelingt sie gut.
-- Er wird nicht den Laden aufkaufen
-- Er wird kein Pferd kaufen
-- Aber uU einen Sattel gleicher Qualität (aber vermeintlich besserer) zu einem höheren Preis
-- oder alternativ: Pflegemittel und ein neues Paar Reitstiefel zusätzlich
Ich erkenne nicht, wie man hier einen wesentlichen Eingriff in die Spielerautonomie hineininterpretieren könnte? Bzw einen solchen, der beschwerdenswert wäre?
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