Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.

<< < (51/57) > >>

pharyon:
Habe ich dich also richtig verstanden, dass du Designern empfiehlst, erst die Ausgangsgrößen/-variablen festzulegen / zu bestimmen / zu erfassen, und darauf aufbauend im zweiten Schritt (oder noch später) etwaige Würfelsysteme ins Auge zu fassen?

p^^

Holothuroid:
Ja. Ganz oft kommen auch in diesem Kanal Themen wie: Ich hab mir dieses voll tolle Würfelsystem ausgedacht! Und das ist für gewöhnlich nicht sehr zielführend. Genauso kommen oft Themen wie: Sollte ich lieber diese oder jene Attribute nehmen? Hilft letztlich auch nicht.

Was da passiert ist eine Art fehlender Perspektivenwechsel. Natürlich ist der Wert auf dem Charakterblatt das erste, was man bei einem Spiel zu Gesicht bekommt. Dicht gefolgt von der Art und Weise wie gewürfelt wird. Genau deshalb ist es das letzte, was man festlegt. Etwa so wie man bei einem Buch die Einleitung zuletzt schreibt.

Daraus folgt denn auch, dass man nicht alles gleich würfeln muss. Natürlich ist es doof, wenn man mal hoch und mal niedrig würfelt. Wenn sich die Ergebnisse trivial ineinander übersetzen lassen, macht es keinen Sinn verschiedene Methoden oder Skalen zu verwenden. Wenn aber die Unterschiede qualitativ werden, dann können mehere Arten zu würfeln durchaus ihren Platz haben.

Wandler:
Wärst du so lieb und würdest erklären was du mit fehlendem Perspektivenwechsel meinst?

Holothuroid:
Zwischen Konsument und Produzent. Das Charakterblatt und die anderen greifbaren Hilfsmittel, wie zum Beispiel die verwendeteden Würfel, sind gleichsam das Interface für das Spiel. Sie sind das erste, womit ein Konsument in Berührung kommt. Sie sind aber keine guten Ratgeber für die Entwicklung. Man legt ja das Interface über die Maschinerie. Das heißt, die muss erst mal stehen.

Wandler:
Danke!

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln