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Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.

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Wulfhelm:
Ich formuliere es noch mal, damit es nicht mehr mißverstanden werden kann (obwohl, man weiß nie...)

a.) Wie es in der Handlung innerhalb eines Rollenspiels weitergeht, wird durch im Konsens als verbindlich anerkannte Äußerungen der Mitspieler festgelegt.
b.) Spielregeln können einen verbindlichen Rahmen schaffen, in dem sich diese Äußerungen zu bewegen haben.
c.) Würfel (oder andere Zufallsmechanismen) können innerhalb dieser Regeln Unwägbarkeit schaffen, um damit Spannung zu erzeugen.

Oder noch einfacher:
Ich brauche keine Würfel, um festzulegen, wie es weitergeht. Ergo ist "festlegen, wie es weitergeht" nicht der Zweck des Würfelns.
Rollenspiel nur mit a.) geht. Rollenspiel nur mit a.) und b.) geht auch. Rollenspiel nur mit c.) geht nicht. Bzw. ist es - und das sage ich mal ganz ohne Scheu - dann kein Rollenspiel.

alexandro:
Damit trennst du aber zwei Dinge, welche untrennbar zusammengehören.

Würfeln erzeugt Spannung in Kombination mit der Interpretation im Rahmen dessen, wie die Handlung weitergehen kann. Würfeln allein erzeugt niemals Spannung, ebenso wenig wie Handlungsentscheidungen allein.
 
Oder ganz genau aufgeschlüsselt:
a) kein Würfeln + entscheiden wie es weitergeht = keine Spannung
b) Würfeln + nicht entscheiden wie es weitergeht = keine Spannung
c) Würfeln + entscheiden wie es weitergeht = Spannung

Wulfhelm:
Weißt Du, wenn Du Dich allen Ernstes an der Vorstellung aufhängen möchtest, ich könnte irgendwie gemeint haben, Würfel einfach nur so aus Jux und Dollerei durch die Gegend zu werfen, werde ich Dir da keine Steine in den Weg legen. Aber drüber zu reden bringt nichts.

ArneBab:

--- Zitat von: Wulfhelm am 21.04.2017 | 12:53 ---Würfeln ist nicht dazu da, um festzulegen, wie es weitergeht. Das macht der Autor (bzw. die Autoren, also im klassischen Rollenspiel die Mitspieler einschließlich des Spielleiters) normalerweise, ohne Zufallsgeneratoren zu bemühen. Auch im Rollenspiel trifft das für fast die gesamte Handlung zu.

--- Ende Zitat ---
So oft wie sich bei uns schon die Handlung durch ein unerwartetes Würfelergebnis verändert hat (Patzer sind hier prädestiniert), würde ich widersprechen. Wie stark ein Würfelergebnis die Handlung beeinflusst hängt v.a. von der Art der Planung und dem Grad an Improvisation ab — also wie viel Raum es für Handlungsänderungen gibt.

Wulfhelm:
Ich probiere es jetzt noch einmal per Analogie, danach kann ich nur noch resigniert auf meine Signatur rekurrieren...

Zu sagen, die Würfel seien dazu da, zu bestimmen, wie es mit der Handlung weitergeht, ist so ähnlich wie die Aussage, die Schachuhr sei dazu da, zu bestimmen, welche Züge als nächstes gemacht werden.

Die Frage war "Warum wird gewürfelt"? Das wird mit einem Zweck beantwortet: "Um zu bestimmen, wie es weitergeht". Das ist aber nicht der Grund. Und genau so wenig ist Würfeln ein notwendiges Mittel, um den genannten Zweck zu erfüllen. Also ist diese Antwort offensichtlich unzureichend.

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