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Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.
TaintedMirror:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 21.04.2017 | 21:58 ---Ich denke, das Problem ist, dass ein SL nicht die Erfahrung eines guten Autoren hat. Während ich einem Autoren zutraue, spannende Wege einzuschlagen, traue ich das vielen SLs nicht per se zu. Dafür sind dann die Würfel notwendig.
--- Ende Zitat ---
Hier würde ich widersprechen. Mal davon abgesehen, dass ja viele SL auch quasi Autoren sind, sobald sie eigene Abenteuer schreiben, denke ich nicht, dass dies primär das Problem ist, sondern die Herangehensweise. Als Leser eines Buches erwarte ich einfach nicht, dass ich eingreifen kann. Die Figur dort ist nicht meine Figur und ich habe nicht ihre Skills festgelegt. Als Spieler im RS habe ich aber ganz andere Erwartungen. Nicht umsonst wird RS ja oft so erklärt: "Stell dir vor, du liest einen Roman und könntest selbst entscheiden, was die Figur als nächstes macht." Ich denke mal, wenn man den SLs die Macht lässt, alles selbst zu entscheiden, können die auch spannende Situationen und Geschichten erzeugen. Letztendlich bestimmt ja auch der Sl im Spiel mit Würfeln, was da nun genau passiert oder was hinter der frisch geöffneten Tür steht. Diese Spannung ist so oder so für die Spieler da.
Anders würde ich es eher so formulieren: "Ich traue vielen Spielern nicht zu, spannende Entscheidungen zu treffen". Zumindest Spieler, die eher klassisch geprägt sind, haben einfach zu stark einen Selbsterhaltungstrieb für ihre Figuren entwickelt und haben halt das Bedürfnis, dass Abenteuer zu "lösen". Von daher werden eher wenige Spieler sagen: "Der Held schafft das nicht." Würfel können hier helfen, dass Misserfolge (die ja eher mehr Spannung erzeugen, als Erfolge) eher akzeptiert werden und s dem Spieler auch erlauben, effektiv zu spielen und trotzdem ein Scheitern mit drin zu haben.
Der Herr der Ringe wäre zum Beispiel mit Rollenspielern ganz anders gelaufen. Da hätte man wirklich gleich die Adler geholt, Feinde von hinten gemeuchelt, Legolas hätte eine One-man-show abgezogen, etc. In Büchern und Filmen verhalten sich die Protagonisten oftmals dümmer, als ein Zuschauer, der ja bereits etliche Filme gesehen hat und die üblichen Geschichten kennt. Deswegen funktionieren so Szenen wie: Erzbösewicht hält rede und entkommt im letzten Moment im Rollenspiel eher weniger, da ihn bestimmt schon jemand bei der Rede ins Gesicht schießt oder man halt rechtzeitig dafür sorgt, dass er nicht entkommen kann.
Eulenspiegel:
Wenn man vor einer konkreten Situation ist, gibt es folgende Möglichkeiten:
1. Der Spieler des SC entscheidet, wie es weitergeht. --> Erzeugt keine Spannung.
2. Ein andere Spieler entshceidet, wie es weitergeht. --> Kann theoretisch Spannung erzeugen. Da jedoch häuifg im Sinne des SC-Spielers entschieden würde, erzeugt es wahrscheinlich jedoch eher wenig Spannung.
3. Der SL entscheidet, wie es weitergeht. --> Kann bei einem guten SL Spannung erzeugen. Bei einem durchschnittlichen SL jedoch eher weniger.
4. Würfel/Karten entscheiden, wie es weitergeht. --> Erzeugt am ehesten Spannung.
--- Zitat von: TaintedMirror am 21.04.2017 | 23:26 ---Anders würde ich es eher so formulieren: "Ich traue vielen Spielern nicht zu, spannende Entscheidungen zu treffen".
--- Ende Zitat ---
Spannung basiert darauf, dass man nicht weiß, wie es weitergeht. Wenn ich jedoch die Entscheidung treffe, weiß ich, wie es weitergeht. Daher ist es für einen Spieler unmöglich, Entscheidungen zu treffen, die man selber spannend findet. Spannung wird immer bei den Leuten erzeugt, die die Entscheidung nicht treffen.
ArneBab:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 21.04.2017 | 23:52 ---Wenn man vor einer konkreten Situation ist, gibt es folgende Möglichkeiten:
1. Der Spieler des SC entscheidet, wie es weitergeht. --> Erzeugt keine Spannung.
2. Ein andere Spieler entshceidet, wie es weitergeht. --> Kann theoretisch Spannung erzeugen. Da jedoch häuifg im Sinne des SC-Spielers entschieden würde, erzeugt es wahrscheinlich jedoch eher wenig Spannung.
3. Der SL entscheidet, wie es weitergeht. --> Kann bei einem guten SL Spannung erzeugen. Bei einem durchschnittlichen SL jedoch eher weniger.
4. Würfel/Karten entscheiden, wie es weitergeht. --> Erzeugt am ehesten Spannung.
--- Ende Zitat ---
5. Würfel/Karten entscheiden, ob ein anderer Spieler beschreiben muss, wie es gut oder wie es schlecht weitergeht. --> Würde ich gerne mal testen.
Wandler:
Das ist im Grunde nur alternierend zwischen 2.und 1. und damit unter keine Spannung/kann Spannung erzeugen einzuordnen.
TaintedMirror:
Die Frage ist halt immer, bei wem Spannung erzeugt wird. Tatsächlich gibt es ja schon eine gewisse Spannung in einer Gruppe von n Spieler, da n-1 nicht wissen, was der Spieler oder Meister als nächstes entscheidet. Diese Grundspannung ist ja schon da. Würfel fügen dem ganzen einfach nur eine Partei hinzu, was ich persönlich ziemlich gut finde.
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