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Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.

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Isegrim:
Ich weiß nicht, ob das mit der Spannungserzeugung durch Würfeln so wirklich aufgeht. Ich finde bspw Konflikte, die nur durch Würfeln gelöst werden, meist nicht so spannend. Spannung wird mE dadurch erzeugt, dass ich nicht weiß, wie es weitergeht, aber meine Entscheidungen dennoch einen Einfluss darauf hat. Ohne Entscheidungsfreiht bzw unterschiedliche Handlungsoptionen kommt, zumindest bei mir, auch selten Spannung auf.


--- Zitat von: 1of3 am 19.04.2017 | 17:32 ---Das ist eine wichtige Einsicht, denn zunächst müssen Charaktere in keiner Hinischt beteiligt sein. Zweitens muss das Würfeln nichts mit ihrer Perfomance zu tun haben. Drittens müssen wir keine Fähigkeiten hineinrechnen, die auf korrespondierenden Charakterbögen stehen.
--- Ende Zitat ---

Das ist ein Grund, warum die Fähigkeiten des Charakters beim Würfeln berücksichtigt werden. Die Entscheidungen, die ein Spieler beim Charakterbau bzw Steigerungen trifft, beeinflussen beim "klassischen" Rollenspiel später anhand der unterschiedlichen Wahrscheinlichkeitsverteilungen das Spiel. Aber das ist nur ein untergeordneter Punkt, da diese Entscheidungen erst auf lange Sicht eine Auswirkung haben.


--- Zitat von: 1of3 am 19.04.2017 | 17:32 ---Dabei haben wir ein viel flexibleres, leistungsfähigeres und nützlicheres Modell längst vorhanden: Zufallstabellen. Eine Erfolgsprobe ist letztlich nur eine sehr langweilige Zufallstabelle.
--- Ende Zitat ---

Ein Problem mit den mir bekannten Zufallstabellen ist, dass sie Entscheidungen der Spieler bzw des SL wenig bis gar nicht berücksichtigen. Eine Tabelle mag mehr Optionen bieten, wie es weitergeht, als die übliche Fähigkeitsprobe, ja. Aber welche davon Wirklichkeit wird, entzieht sich weitgehend dem Einfluss des betroffenen Mitspielers.

Was ist spannender? "Wir würfeln beide, höhere Zahl gewinnt", oder eine Runde Stein-Schere-Papier? ME und idR zweiteres, da es ich über Handlungsfreiheit verfüge (wenn auch keine besonders große... ist auch nur ein sehr simples Beispiel). Rein vom Punkt der Spannungserzeugung hat mir da das Konfliktsystem von Mouseguard sehr gut gefallen, was einen ähnlichen Effekt mit Würfelei verbindet. Leider war es mir "zu meta" für ein Rollenspiel, da es zu wenig abbildete, was in der Imagination "wirklich" passiert, und es sehr auf die Regelebene schob. Aber spannend war es definitiv.

TaintedMirror:
Wo du Schere Stein Papier erwähnst: So was wäre im Prinzip auch eine Möglichkeit eine Entscheidung im Rollenspiel zu fällen. Oder Kniffel. Meister legt verdeckt x Münzen, um die Probe zu schaffen, muss man auf den genauen Wert kommen. Fertigkeit bedeutet dann , dass man im Nachhinein y Münzen verändern darf.

fivebucks:
Zu Tabellen: In Traveller gab es das Universale Aufgaben Profil da war jeder Skillcheck als Tabelle auf gedröselt; mit verschiedenen Modifikatoren und Schwierigkeitsstufen. Mit meinem "diktatorischen" Spielleiterstil von damals hat es mir gut gefallen. Jemand anderes meinte es gäbe zu oft Diskussionen um die Ausgestaltung der an zu wendenden Tabelle.

ArneBab:

--- Zitat von: Wandler am 22.04.2017 | 10:31 ---Das ist im Grunde nur alternierend zwischen 2.und 1. und damit unter keine Spannung/kann Spannung erzeugen einzuordnen.

--- Ende Zitat ---
Das ist 4 + 2: Es wird gewürfelt und dann das Ergebnis von jemand Anderem erzählt. Der Würfel stellt sicher, dass der Spieler oder die Spielerin dabei nicht Erfolg oder Misserfolg festlegt. Das gibt es in einem der Japanischen Systeme (du hast einen Freund und einen Feind, je nachdem, wie du würfelst, erzählt der Eine oder der Andere).

Also in dem Schema: "kann Spannung erzeugen" (der Nachteil im Sinne des SCs zu entscheiden fällt durch das Würfeln weg) und "erzeugt Spannung".

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Isegrim am 22.04.2017 | 12:07 ---Spannung wird mE dadurch erzeugt, dass ich nicht weiß, wie es weitergeht, aber meine Entscheidungen dennoch einen Einfluss darauf hat. Ohne Entscheidungsfreiht bzw unterschiedliche Handlungsoptionen kommt, zumindest bei mir, auch selten Spannung auf.
--- Ende Zitat ---
Das heißt, du findest Bücher und Filme unspannend?


--- Zitat ---Ein Problem mit den mir bekannten Zufallstabellen ist, dass sie Entscheidungen der Spieler bzw des SL wenig bis gar nicht berücksichtigen. Eine Tabelle mag mehr Optionen bieten, wie es weitergeht, als die übliche Fähigkeitsprobe, ja. Aber welche davon Wirklichkeit wird, entzieht sich weitgehend dem Einfluss des betroffenen Mitspielers.
--- Ende Zitat ---
Eine Fähigkeitsprobe ist das Würfeln auf einer Tabelle.

Im Extremfall hat die Tabelle nur zwei Werte "Geschafft" / "Misslungen".
Bei vielen Fähigkeitsproben gibt es aber auch noch feinere Abstufungen. Das ist dann eine Tabelle mit mehr Unterscheidungen.

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