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Railroading-Debatte, war: Angst vor Railroading?
Megavolt:
--- Zitat von: Auribiel am 13.05.2017 | 19:44 ---Insofern: RR ist kein Schreckgespenst, sondern eine andere Art des Spielens und es gibt massig Spieler, die damit kein Problem haben und denen die gescripteten Abenteuer großen Spaß machen.
--- Ende Zitat ---
Jetzt mal ganz wertfrei und eher als formaler Einwand gedacht: Ist Railroading denn überhaupt Rollenspiel?
Denn viele Dinge machen Spaß, das kann eigentlich kein belastbares Kriterium sein für irgendwas.
Nachtrag: Ach, das gabs hier wohl schon im Thread, Verzeihung. Visibili Vanitar...
Rhylthar:
--- Zitat von: Settembrini am 13.05.2017 | 20:04 ---Warum? Bist Du ein Langweiler?
--- Ende Zitat ---
In Deinen Augen sehr wahrscheinlich.
Und, auch auf die Gefahr einer Verwarnung:
Mir geht Deine Art, von der Kanzel herab hier das vermeintliche rollenspielerische 1x1 runterzuleiern, nicht nur in diesem Thread gehörig auf die Nerven.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Der Rote Baron am 13.05.2017 | 19:17 ---Das ist ungefähr so, wie wenn ich bei Mensch-ärger-dich-nicht vorgeschrieben bekäme, welche Zahl ich jeweils würfel, welche Figur ich dann ziehe und wann ich geschlagen werde - oder wenn ich das alles dann doch bestimmen darf, wer am Ende gewinnt.
Ich kann also machen, was ich will - Rot (oder Blau oder Grün oder ..) gewinnt!
--- Ende Zitat ---
Mensch-ärgere-dich-nicht IST Railroading.
Denn du hast keine wirklichen Auswahlmöglichkeiten. Und du hast auch keinen Einfluss darauf, wer nun gewinnt.
--- Zitat ---Und deshalb ist Railroading schlecht, denn dann ist es kein Rollenspiel, sondern eine Geschichtenpräsentation oder Lesung des Spielleiters, unterbrochen durch im Ende nutzloses (oder bestenfalls zeitvertreibendes) Würfeln und Gerede der Mit"spieler".
--- Ende Zitat ---
Und warum sind Geschichtenpräsentationen oder Lesungen schlecht?
Ob Railroading ein Spiel ist oder nicht, darüber kann man gerne an anderer Stelle philosophieren. Aber ich finde die Ansicht: "Ist kein Spiel, deswegen schlecht", recht amüsant.
--- Zitat ---Beispiel:
Zu Beginn des Abenteuers muss das magische Artefakt "Herz des Schmerduks" aus einem Museum gesthelne werden. Dies MUSS gelingen, da es sonst keien Abenteuer gibt. Die Szene soll also den Helden einen spannenden Kampf liefern und Spuren, die sie verfolgen können. Den raub können sie nicht verhindern - an solcher Stelle ist es aber gut, wenn die SC etwas von ihrer beinhe Planübererfüllung haben (Der Plot-Teflon-Dieb verliert einen magischen Gegenstand, der bei der Überwindung des Schmerduk Vorteile bringt, alle ergalten einen Extra-Bennie oder Sondererfahrungspunkte etc.).
--- Ende Zitat ---
Damit haben wir hier Railroading.
Aber im echten Leben kann man ja auch mit dem Zug erstmal zum Zielort fahren, dort aussteigen und die Stadt dann zu Fuß erkunden. Beim RPG ist das quasi genau so.
Settembrini:
--- Zitat ---Und, auch auf die Gefahr einer Verwarnung:
Mir geht Deine Art, von der Kanzel herab hier das vermeintliche rollenspielerische 1x1 runterzuleiern, nicht nur in diesem Thread gehörig auf die Nerven.
--- Ende Zitat ---
Mmm...kannst Du Dir vorstellen, daß es mir genau andersrum geht?
Ihr, die Langweiler und Railroad-Versteher, ihr seid doch die stabile, kuschelnde, Convention-beherrschende, forenbesitzende Mehrheit.
Warum soll es die Eisenbahner-Eiche stören, wenn sich die Setti-Sau drann schubbert?
nobody@home:
Lineare Plots sind erst mal nix Schlechtes. Da lassen wir uns in Computerspielen gerne mal Ähnliches gefallen, ohne daß gleich der komplette Spielspaß vom Abarbeiten der vom Entwickler vorgegebenen Bahnhöfe in Standardreihenfolge flöten geht. (Daß ich mir persönlich nicht unbedingt zutrauen würde, einen Plot aus dem Hut zu zaubern, der tatsächlich offensichtlich besser wäre als das Ergebnis des "lassen wir mal die Spieler drauf los und schauen, was passiert"-Ansatzes, steht dann wieder auf einem anderen Blatt. ;))
Nur ehrlich sollte man schon bleiben, wenn man so etwas tatsächlich mal plant. Denn den meisten Ärger beim "Railroading" verursachen -- so zumindest mein Eindruck -- Spielleitungen, die einerseits das Abenteuer auf Schienen legen wollen und dann aber den immer noch Spielern vorzuspiegeln versuchen, sie wären ja "eigentlich" frei.
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