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Railroading-Debatte, war: Angst vor Railroading?
Settembrini:
Die Benutzung des Wortes "Sandbox" hat für nahezu niemanden irgendwas verdeutlicht, im Tanelorn. Es dient hier, aber auch nadernorten, alleine der Obstruktion qua reductio ad absurdum. Wenn alle aufhören es zu benutzen, ist nichts verloren, aber etwas gwonnen und zwar ein Begriff weniger hinter dem sich Diskutanten verstecken können.
Die Popanze die hier um Sandbox vermittels einer Kette von Misverständnissen und Irrtümern aufgebaut wurden, sind so groß und verworren, daß eine Diskussion oder Klärung jeden Rahmen sprengen täte.
Die PESA empfiehlt: Abenteuerrollenspiel weiterhin vom Erzählspiel zu scheiden, dann ist schon alles Wichtige differenziert.
Der Nârr:
--- Zitat von: Maarzan am 14.05.2017 | 17:11 ---Wo soll das hier stehen?
--- Ende Zitat ---
Ich habe z.B. hierauf Bezug genommen:
--- Zitat von: Blizzard am 14.05.2017 | 09:40 ---Es gibt kein Rollenspiel ohne RR oder komplett RR-freies Rollenspiel. Wenn die Hardcore-Freeformer & Möchtegern-Sandburgenbauer das endlich erkennen & akzeptieren würden, wären wir schon ein großes Stück weiter. RR: It's not a bug, it's a feature.
--- Ende Zitat ---
Mir geht es wohlgemerkt um eine Formsache. Also darum, dass nicht jeder "dramaturgische Eingriff" whatever gleich ein ganzes Spiel zu RR macht. Die Bewertung (gut/schlecht) ist dann noch mal eine ganz andere Debatte.
So wie man eben z.B. kein RR hat, weil man statt Zufallsencounter die Encounter im voraus plant (etwa nach D&D 3 Regeln im passenden Challenge Rating).
Wenn man ein Spiel wie Fate oder Cortex wählt, das massiv durch den Spielereinfluss mitgetragen wird, weiß ich nicht, wie man das RR spielen soll. Aber da werden natürlich STÄNDIG dramaturgische Eingriffe vorgenommen, z.B. eine Complication ins Spiel gebracht die möglichst spaßig ist.
Die Trennung in ARS und ERS finde ich gut, aber viele verstehen die leider als Angriff. Außerdem stellt sich da auch die Frage, ob man tatsächlich scharfe Kategorien hat oder eher ein Kontinuum... Ich denke es ist eine Möglichkeit, zu typisieren, neben anderen, die man zusätzlich/parallel verwenden könnte.
Maarzan:
Oh, OK, den Beitrag habe ich angesichts des Eindruck vergangener Diskussionen unter der Rubrik: "Wenn ich jetzt jede Spielleitersetzung (auch die stilübergreifend immer notwendigen) als RR deklariere kann ich hinterher behaupten, dass es ohne RR gar nicht geht und komme damit dann auch mit ganz anderen, eben nicht überall notwendigen oder auch ganz und gar nicht erwünschten Eingriffen durch, weil RR ist dann ja notwendig und darf somit auch keiner ablehnen.
Und ob ein dramaturgischer Eingriff etwas zum RR macht, hängt ja nicht primär von der Dramaturgie alleine ab, sondern ob Dramaturgie für den Spielstil ein trumpfendes Thema ist und ob damit unzustehenderweise in fremde Gestaltungsrechte eingegriffen wird. Innerhalb der Leitlinien gibt es ja auch immer wieder Spielraum wo eine diffuse primäre Sachlage Raum gibt für sekundäre Berücksichtigungen.
Wobei in der Praxis ein einzelner dezenter Eingriff in der Regel ja überhaupt nicht erkennbar ist und damit zum Theoretikum wird. Ärger gibt es in der Praxis eben wenn dieser Eingriff massiv ist, offensichtlich regelwidrig oder durch eine unglaubliche Häufung auffällt (denn so eine Schiene besteht ja auch idR nicht in einem Punkt, sondern eben einer langen Kette, weil die Spieler ja bei einem Fehlschlag es weiter versuchen, so oder auf neue Art und Weise, was der SL dann verhindern muss um seine "bessere Story" so zu retten.
alexandro:
--- Zitat von: Settembrini am 14.05.2017 | 18:40 ---Die Benutzung der Worte "Abenteuerrollenspiel" und "Erzählspiel" hat für nahezu niemanden irgendwas verdeutlicht, beim Hofrat. Sie dienen ihm, hier und auch andernorten, alleine als bedeutungsentleerte Heckenausdrücke, die für jeden etwas anderes bedeuten können. Die Zuordnung, ob man die Begriffe dabei "richtig" oder "falsch" verwendet erfolgen dabei nicht nach irgendwelchen nachvollziehbaren (oder auch nur annährend rationalen) Kriterien, sondern nach Laune eines bewusst als dement konstruierten Internetavatars (ob der User tatsächlich hinter diesen Äußerungen steht, darüber sage ich nichts) und dessen Sympathien und Antipathien (die idR feststehen, ohne dass er einmal bei den betreffenden Personen gespielt hat - wird er umgekehrt beurteilt, verfällt er leider in den Beißreflex - Ironie ist nicht seine starke Seite).
--- Ende Zitat ---
Fixed it. ~;D
Der Läuterer:
Ist Railroading ein Gefühl? Absolut. Ebenso wie Sandboxing ein Gefühl ist.
Was beide Begriffe unterscheidet, ist mMn die Fähigkeit des SLs zu improvisieren.
Wenn der SL das NICHT gut hinbekommt, empfinden es die Spieler als RR.
Bekommt der SL das gut hin, nennt man es SB - was aber eigentlich eine Illusion ist.
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