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[Erzählt mir vom] D6 System

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Der Nârr:
Hallo zusammen!

Das D6 System hat ja eigentlich seine glorreichen Zeiten hinter sich. Vor einigen Jahren ist es unter einer offenen Lizenz noch mal veröffentlicht worden, aber viel getan hat sich damit nicht. Vielleicht bringt ja die Zukunft mehr, es soll bald endlich eine PoD-Option für die generischen Grundregelwerke geben.

Die letzten Tage habe ich angefangen, mich ein wenig in D6 Space einzulesen und ich muss sagen, ich bin sehr überrascht über die vielen modernen Mechanismen. Ich überlege ernsthaft, es in Zukunft da zu verwenden, wo ich eher locker und leicht spielen möchte, aber doch mit einem klassischen Ansatz, insbesondere schwebt es mir auch für Ashen Stars vor. (Ich mag die Idee von Ashen Stars total, aber Gumshoe überzeugt mich nicht ganz und meine Mitspieler leider überhaupt nicht.) Ich könnte es mir auch für Piraten-Settings oder Cowboys vorstellen sowie für Planetary Romance/Sword&Planet.

Nun gibt es bei so einem Spiel sicher viele, die unendlich viel Erfahrung mit dem System haben und mich würde interessieren: Was kann das System? Warum sollte man es heute noch auspacken, warum nicht? Wie seht ihr es im Vergleich zur Konkurrenz, also etwa Savage Worlds oder Ubiquity? Was sind die Quirks des Systems, die schrulligen Eigenheiten? Und wo wird es unspielbar? Für welche Form von Kampagnen ist es am besten geeignet, wofür gar nicht?

Hollaus:
Ich als bekennender W6-Liebhaber habe das auch auf dem Radar.
Mir sind die Pools teilweise zu groß.

Der Nârr:
Die Pools kann man aber wohl auch gut verkleinern. Es gibt eine Tabelle dafür, oder wie ich es machen würde: Jeder W6 über dem fünften zählt 3 Punkte und gut ist. Mehr als fünf Würfel zu würfeln halte ich in JEDEM System für absurd.

Achamanian:

--- Zitat von: Der Narr am 24.05.2017 | 12:40 ---Die Pools kann man aber wohl auch gut verkleinern. Es gibt eine Tabelle dafür, oder wie ich es machen würde: Jeder W6 über dem fünften zählt 3 Punkte und gut ist. Mehr als fünf Würfel zu würfeln halte ich in JEDEM System für absurd.

--- Ende Zitat ---

Die großen Pools haben mich beim Lesen letztendlich auch abgeschreckt - statt zusätzlicher Würfel dann feste Boni zu geben, kommt mir irgendwie wie eine schöne Notlösung vor ...
Abgesehen davon kenne ich das System noch vom "alten" Star Wars, wo es uns nie gestört hat, mir aber auch nicht besonders im Gedächtnis geblieben ist; und vom neuen In Flames (gerade als "Exilium" neu gekickstartet), wo ich das Setting sehr spannend finde, die Regeln aber nur gelesen habe. Erscheinen mir brauchbar, umgehauen hat's mich aber nicht.

JS:
Ich spielte viele Jahre lang D6 seit den ersten SW D6 Ausführungen und fand das System immer sehr frei, flexibel und funktionabel. Ich bin daher nach wie vor ein stiller Liebhaber mit Blick auf vergangene Zeiten und Sitzungen.
Was mich aber von D6 schließlich fortführte, waren folgende Umstände:
1. Der Schadensabbau via Würfelwurf führte zu oft zu skurrilen Situationen, die wir nicht mehr akzeptieren wollten. Bsp.: Lichtschwertangriff konnte mit dem nackten Arm geblockt werden. (Ich weiß nicht, ob das moderne D6 das noch so macht, aber das war damals einfach zu übel.)
2. Die Würfelmassen mit der ständigen Rechnerei wurden mit als SL irgendwann zu lästig. Ich mag es als SL nicht, wenn ich gerade im Kampf zuviel Rechnerei und Verwaltung habe.

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