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Tomb of Annihilation

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Sashael:

--- Zitat von: Tegres am 20.01.2019 | 10:51 ---Wie viele Tage "Countdown" für die Auftraggeberin wären deiner Meinung ideal, um einerseits einen gewissen Zeitdruck herzustellen, aber andererseits ausreichend Zeit für Nebenquests und vorsichtiges Vorgehen zu haben?

--- Ende Zitat ---
Ehrlich gesagt sehe ich da RAW(!) gar keine Möglichkeiten. Wenn man genügend Zeit für die Erforschung des Kontinents zur Verfügung stellt, wird der Zeitdruck irgendwann ... naja, lächerlich.
"HELFT MIR! Ich habe nur noch ein ganzes Jahr zu leben! Also beeilt euch!"
Wenn die Gruppe dann zielgerichtet vorgeht, ist die Hauptquest ja sehr lange vor dem finalen Countdown abgefrühstückt.

Ich habe den Dschungel flächenmäßig gedrittelt, den Todeszeitpunkt geheim beibehalten und es gibt immer noch ein massives Zeitproblem. Wahrscheinlich ist das Beste, einfach den Spielern zu sagen, dass es mit der Auftraggeberin zu Ende geht und dann Pi mal Daumen eine Anzahl von Nebenquesten anzupeilen, die die Gruppe erledigen darf, bevor sie sich bitte mit Nachdruck der Hauptquest widmen müssen. Solange das nicht ausartet wie in Final Fantasy ("Wir müssen JETZT zum Endkampf, aber vorher gehen wir noch schnell zurück zu Weltkarte und treiben uns monatelang beim Open World Grinden herum!"), sollte das ja vermittelbar sein. ;)

Swafnir:

--- Zitat von: Sashael am 11.02.2019 | 14:02 ---Ich hatte gestern die Gelegenheit, eine weitere Kerbe in meinen SL-Schirm zu schnitzen. Die Sache war allerdings wirklich absurd eskaliert und ich würde gerne wissen, ob ich anders hätte handeln sollen oder können. Ausserdem weiß ich nicht, wo ich diesen Post tatsächlich hinpacken soll. Wenn ein Mod eine bessere Idee hat, enfach verschieben. ;)

Kampagne Grabmal der Vernichtung
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die Gruppe stapft durch den Dschungel von Chult, als ihnen etwa 30m entfernt eine Gruppe Personen am Flussufer auffällt. Ein Mann, den eine SC anhand der Bekleidung als Roten Magier von Thay identifiziert und mehrere Leute, denen er anscheinend Anweisungen gibt. Besagte SC bemerkt, dass es sich bei einer dieser Personen um ein Skelett handelt. Der Paladin besteht auf einem sofortigen Angriff. Ab da gings abwärts. Der Magier wurde im Buch als Magus (MHB S.348) beschrieben, in diesem Fall mit 4 Wachen und 1 Skelett. Es wurde auch gesagt, dass er nicht auf einen Kampf aus ist und sich bei einem härteren Gegner auch relativ schnell ergibt.
Waldläufer nimmt den Magier ins Visier und verfehlt mit seinem besten Schuss gleich zweimal. Paladin/Hexenmeister(Warlock) feuert einen Eldritch Blast und macht Schaden. Ein wenig. Der Rest ist entweder zu sehr auf Nahkampf ausgelegt oder findet den Angriff völlig bescheuert und macht nichts.
Der Magus hat die Ini dann auch noch haushoch gewonnen und zaubert in seinem Zug Mächtige Unsichtbarkeit. Die Wachen nähern sich der Gruppe und das Skelett verfehlt mit seinem Kurzbogen.
Die Gruppe macht so ein paar halbgare Sachen, verletzen die Wachen noch etwas mehr, schaffen es aber nicht, auch nur einen davon auszuschalten. Und niemand, wirklich niemand kommt auf die Idee, den Gruppenpulk mal zu verlassen.
Ich bin da mal mit "realistischem Denken" *husthust* rangegangen und hab den Magus einfach mal nen Feuerball in die Gruppe ballern lassen. Effekt:  Drei SCs schaffen den Rettungswurf nicht und haben dann -3, 0 und 1 Trefferpunkt. Die anderen beiden haben die Hälfte ihrer TP verloren.
Die Gruppe kommt mit ein paar Heilungen wieder auf die Füsse und spritzt auseinander. Die Wachen sehen, dass die Gruppe gar kein Gegner für sie ist und sieht von Angriffen ab. Dafür ergeht der Befehl zum Aufgeben, da die Gruppe offensichtlich keine Chance hat.
Dragonborn kommt auf die Idee, die Wachen mit seinem Feueratem anzugreifen, was niemanden umbringt und auch nur zwei erwischt.
Was macht man als Magus in so einem Fall? Die sind grad alle fast draufgegangen, rennen in alle Richtungen weg und der komische Schuppenkerl spuckt Feuer? Nachdem man ihn nicht sofort in Grund und Boden gemetzelt hat? Da die anderen SCs nichts aggressives gemacht haben, hab ich ein verstärktes Magisches Geschoss (Zauberslot Grad 5) auf den Dragonborn gefeuert, einfach um sicher zu gehen. 28 Punkte Schaden später liegt der Möchtegerndrache sterbend am Boden. (Fast) Alle anderen ergeben oder verstecken sich. Ich wollte in diesem Moment nicht noch weiter eskalieren und habe von Racheangriffen seitens der Wache auf den Sterbenden abgesehen. Jetzt kommt die Spielerin der Elfenkriegerin tatsächlich auf die Idee, mich zu fragen, ob sie den vor ihr stehenden Typen jetzt eigentlich angreifen würde.
Ich: "Keine Ahnung, ob dein Charakter das für ne gute Idee halten würde. Ich jedenfalls nicht. Aber mach doch mal nen Weisheitswurf."
Es kam wie es kommen musste und der Würfel zeigte eine 1. Blöderweise ging der folgende Angriff komplett daneben. Was macht jetzt so ein Magus? Die blöde Trulla wagt es in dieser Situation und obwohl sie echt schwer verletzt ist, seinen Wachmann anzugreifen? Okay, nochmal ein einfaches Magisches Geschoss und sie liegt sterbend am Boden. In dem Moment hielt ich es für nicht glaubwürdig, dass ein Wachmann eines Magiers von Thay mitten im Dschungel am AdW nicht zuschlägt. Krit. Folgender Todesrettungswurf verkackt. SC tot. Wurde übrigens an diesem Tag in die Gruppe eingeführt und dies war ihr erster Kampf. Öhm ...
Der Dragonborn hat es tatsächlich geschafft, sich ohne Hilfe zu stabilisieren. Nachdem die Zauberin und der Waldläufer um ihre Leben gejammert haben (ja, gejammert) und eine Verwechslung mit den im Dschungel reichlich vorhandenen Untoten vorschoben und ihre Überzeugen-Würfe auch recht gut ausfielen, habe ich den Magus nur monetäre Kompensation für die Heilung seiner Wachen fordern lassen. Damit war zwar die halbe Gruppenkasse im Arsch, aber sie konnten lebend von dannen ziehen.

Ich hab später darüber gegrübelt, ob ich beim Dragonborn die gleiche Härte hätte zeigen sollen, wie bei der Elfenkriegerin. Oder ob der Magus hätte fieser sein sollen. Besonders nach seinem Sieg. Allerdings gibts bei der Gruppe bis auf ein bißchen Schmuck und etwas Geld auch nichts zu holen.Meinungen?

--- Ende Zitat ---


Da ich um den Spoiler gebeten habe, nun als "Entschädigung" wie es bei uns gelaufen ist:


(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die Gruppe bestand aus einer Tiefling-Kriegerin, Tabaxi-Bardin, Zwergendruide, Goliath-Paladin und Drow Klerikerin (NSC)- alle Stufe 4. Die Gruppe sieht Nachts ein Feuer. Nach Erkundung durch einen Vertrauten und die Drow ist klar, dass im anderen Lager eine rote Magierin aus Thay, sechs Skelette und sechs Wachen rasten. Nach langem hin und her, entschließt sich die Gruppe zum Angriff. Schließlich haben alle außer der Goliath Nachtsicht, was ein großer Vorteil ist. Die sechs Skelette halten Wache, die Magierin scheint zu meditieren und die Wachen schlafen. Sie schaffen es sich anzuschleichen. Der Goliath soll die Magierin mit einem Speerwurf ausschalten, der Druide möchte als Streitross (mitsamt drei illusionären Doppelgängern) reinstürmen. Der Goliath merkt aber, dass er auf den Wurf auf die Magieren einen Nachteil hat (sie sitzt und dazwischen steht noch ein Skelett). Also beschließt er, lieber auf das Skelett zu werfen. Ein anderes Zeichen ist nicht vereinbart, also geht der Überraschungsangriff für einen Speerwurf gegen ein Skelett drauf. Also Initiative. Der Goliath ist zu erst dran und greift das Skelett erneut an. Die Wachen stehen auf und greifen ihre Waffen. Der Druide stürmt an und tötet eine Wache mit Huftritten. Die Magierin ist dran, steht auf und macht mächtige Unsichtbarkeit. Da haben die Spieler geschluckt. Die anderen waren da noch nicht im Kampf. Entweder waren sie zu weit weg oder sie haben sich wie die Tabaxi hinter dem Goliath im Wald versteckt. So geht das noch eine Runde. Der Druide und die Tiefling werden von den Gegnern in die Zange genommen, die Drow vertreibt wiederum die Skelette die beim Druiden stehen. Die Maga ist dran und macht ihren stärksten Angriffszauber (Kältekegel) gegen den am mächtigstem aussehenden Gegner: den Goliath. Der schafft den Rettungswurf und ist immun gegen die Kälte, also viertelt sich der Schaden. Ich wusste dass er dagegen immun ist, ich hab aber beschlossen, dass das die Magierin nicht weiß. Allerdings steht die Tabaxi-Bardin auch im Kegel. 43 Punkte Schaden. Mit 18 Lebenspunkten, steht dort also eine Eisstatue. Dumm gelaufen, ohne Battlemap wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass sie Kollateralschaden abbekommt. Schließlich war sie im Wald und hat nicht auf sich aufmerksam gemacht. Der Rest der Gruppe bekommt Panik und türmt. Das wars. Mit Flucht hat das alles nur vier Kampfrunden gedauert. Dass es die Tabaxi erwischt hat, ist besonders doof, da die Spielerin schon etwas für Kir Sabal vorbereitet und sich gegen einen Angriff ausgesprochen hat. Manchmal ist es unbefriedigend, wenn man konsequent ist.

Sashael:

--- Zitat von: Swafnir am 15.04.2019 | 09:05 ---
Da ich um den Spoiler gebeten habe, nun als "Entschädigung" wie es bei uns gelaufen ist:


--- Ende Zitat ---
Ja, GdV fährt manchmal einen ordentlichen CAW-Ansatz, den die meisten Spieler, die nicht durch Ur-D&D sozialisiert wurden, höchstens durch massives Metaspiel ("Ich kenne alle Stat-Blöcke aus dem MM!") überleben können.

Wir hatten gestern eine Zufallsbegegnung mit einem Modernden Schlurfer. Die Gruppe macht mittlerweile um jede Begegnung einen Bogen, wenn sie die Chance dazu bekommen. Der versteckt sich aber so, dass ihn nur Leute mit einem passiven Wahrnehmungswert von 15 entdecken können. Das ist in D&D5 ein ordentlicher Happen. Weisheit 17 und Geübt sind ja die Voraussetzung dafür. Das ist dann auch noch ein HG 5 Monster mit dickem TP-Polster und ordentlicher Durchschlagskraft. Ich habe dann doch auf Wahrnehmung würfeln lassen, statt mit dem passiven Wert zu arbeiten und die Gruppe (Stufe 4), die diesmal nur zu dritt unterwegs war, konnte sich zurückziehen. Sich selbst bewegende Pflanzen sorgen bei den Jungs und Mädels für spontane Fluchtreflexe. Und mit was? Mit Recht!

Menschliche Gegner sehen dagegen "schaffbar" aus und deswegen kommt diese Begegnung auch so gemein rüber. Denn die Gruppe hat im Untotendschungel von Chult ja schon eine Motivation, die andere Gruppe anzugreifen, gell?

Edit:
Sie hatten ansonsten einen recht erfolgreichen Spieltag.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Mit Diamant aus dem Hort von Nadel die Orchidee von Zalkoré bekommen, Ritual der Sieben Winde durchführen lassen, dank meiner Verkleinerung von Chult Ubtaos Herz besucht, Valindra verdächtig gefunden, Mbala besichtigt, Tanta Pu'pu vertraut aber nicht geholfen und schließlich in Orolunga die Wächterin getroffen und jedes Gruppenmitglied einen Segen kassiert. Jetzt können sie mit der Restzeit des Ritual noch in Richtung Omu und dürften damit etwa noch die halbe Strecke zurücklegen. Mit ein bißchen Gklück sind wir beim nächsten Termin dann endlich im Zielgebiet der Kampagne, pünktlich zum Aufstieg auf Stufe 5. ;D

Swafnir:

--- Zitat von: Sashael am 15.04.2019 | 09:42 ---Ja, GdV fährt manchmal einen ordentlichen CAW-Ansatz, den die meisten Spieler, die nicht durch Ur-D&D sozialisiert wurden, höchstens durch massives Metaspiel ("Ich kenne alle Stat-Blöcke aus dem MM!") überleben können.

Wir hatten gestern eine Zufallsbegegnung mit einem Modernden Schlurfer. Die Gruppe macht mittlerweile um jede Begegnung einen Bogen, wenn sie die Chance dazu bekommen. Der versteckt sich aber so, dass ihn nur Leute mit einem passiven Wahrnehmungswert von 15 entdecken können. Das ist in D&D5 ein ordentlicher Happen. Weisheit 17 und Geübt sind ja die Voraussetzung dafür. Das ist dann auch noch ein HG 5 Monster mit dickem TP-Polster und ordentlicher Durchschlagskraft. Ich habe dann doch auf Wahrnehmung würfeln lassen, statt mit dem passiven Wert zu arbeiten und die Gruppe (Stufe 4), die diesmal nur zu dritt unterwegs war, konnte sich zurückziehen. Sich selbst bewegende Pflanzen sorgen bei den Jungs und Mädels für spontane Fluchtreflexe. Und mit was? Mit Recht!

Menschliche Gegner sehen dagegen "schaffbar" aus und deswegen kommt diese Begegnung auch so gemein rüber. Denn die Gruppe hat im Untotendschungel von Chult ja schon eine Motivation, die andere Gruppe anzugreifen, gell?
--- Ende Zitat ---

Allerdings. Wir hatten dann noch eine Begegnung mit einem T-Rex, die erstaunlich glimpflich ausging und ein Zusammentreffen mit der Flammenden Faust. Da haben sie sich den Alchemiekrug abnehmen lassen. Daher haben sie auch fast 45 Minuten diskutiert ob sie was machen sollen. Ich hab aber auch mittlerweile sicher 100mal erwähnt, dass da genug Gegner rumrennen gegen die sie wenig bis keine Chance haben.

nobody@home:

--- Zitat von: Sashael am 15.04.2019 | 09:42 ---Menschliche Gegner sehen dagegen "schaffbar" aus und deswegen kommt diese Begegnung auch so gemein rüber.

--- Ende Zitat ---

Mann, Mann, Mann...gerade bei den menschlichen Gegnern muß man bei D&D doch aufpassen, weil man nie so genau weiß, wer da auf der anderen Seite gerade im Kostüm steckt. Ich sage nur "Ex-Abenteurer-Gastwirte"... ;)

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