Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Einfaches Regelwerk für klassische Fantasy?
Crimson King:
--- Zitat von: Raven am 28.06.2017 | 21:42 ---Ich habe schon quer durch die Bank sehr viele Systeme gespielt und geleitet. Darunter recht viel OSR (BtW), BoL und diverse andere Leichtgewichte. Trotzdem halte ich DSA für ein sehr leichtes System. Es enthält im eigentlichen Spiel einfach nicht wirklich mehr als die 3W20 Proben auf Fertigkeiten und Zauber sowie AT/PA. Das wars eigentlich so ziemlich mit dem ganzen Teil. Klar kann ichs durch diverse Regeln kompliziert machen. Die meisten davon ignoriert man aber einfach.
--- Ende Zitat ---
Allein die 3w20-Proben entfernen das Spiel schon mal direkt von Leichtgewichtigkeit. Da kommen dann die kilometerlangen Skilllisten hinzu, die locker um 2/3 gekürzt werden könnten, weil die Skills etwa drei Mal im Abenteurerleben wirklich gebaucht werden, sowie ebenso überlange Zauberlisten, jeder mit einem eigenen Fähigkeitswert. Natürlich existieren auch tonnenweise Zusatzregeln für alles Mögliche, von der Deckung bis zum Wetter. Die Aufstiegsegeln verursachen spontanen Haarausfall. Dann gibbet noch zentnerweise Crunch in allen möglichen Zusatzpublikationen, der berücksichtigt werden will. AT/PA mit niedrigem Schaden macht das Spiel obendrein superzäh in den unteren Stufen.
DSA 3 ist spielbar. Leicht ist es nicht. Das ist Rules Heavy Simulationism in Reinkultur.
alexandro:
Gerade das Steigerungssystem ist supereinfach im Vergleich zu Systemen mit Erfahrungspunkten. Beim Rest gebe ich dir recht.
felixs:
--- Zitat von: Crimson King am 29.06.2017 | 08:23 ---Allein die 3w20-Proben entfernen das Spiel schon mal direkt von Leichtgewichtigkeit.
--- Ende Zitat ---
Meiner Auffassung nach ist 3W20 kein Problem. Mechanisch ist das einfach zu verstehen. Natürlich dauert es ein bißchen.
Mir geht es aber tatsächlich um leicht erlern- und erinnerbare Regeln. Es muss nicht "mechanisch leicht" sein - wenn das verständlich ist.
KhornedBeef:
--- Zitat von: felixs am 29.06.2017 | 10:11 ---Meiner Auffassung nach ist 3W20 kein Problem. Mechanisch ist das einfach zu verstehen. Natürlich dauert es ein bißchen.
Mir geht es aber tatsächlich um leicht erlern- und erinnerbare Regeln. Es muss nicht "mechanisch leicht" sein - wenn das verständlich ist.
--- Ende Zitat ---
Für mich noch nicht ;)
Wenn es dauert, bis ich verstehe, was ich würfeln muss, ist das schon eher nicht so leicht. Je leichter, desto weniger auf Regeln aufpassen müssen, würde ich sagen
Greifenklause:
Ich bin DSA-Junkie, trotzdem würde ich NIE behaupten, dass auch nur eines der DSA-Systeme einfach wäre und die 3W20-Probe ist es gewiss nicht, egal in welcher der drei Varianten.
Wie hier DSA3 gelobhudelt wird, kann ich auch nicht nachvollziehen.
-- Wer Klassen mag, hat schonmal die erste Hürde genommen. Nicht mein Ding, aber gegessen.
-- Wer Stufensysteme mag, hat die zweite Hürde genommen. Nicht mein Ding, aber gegessen.
-- Aber: Würfeln zum Steigern der Werte??? Geht es noch??? Einfach????? Das Missbrauchspotential ist hoch. Der Frustfaktor ist hoch. Der zeitliche Aufwand ggü "Ich investiere mal gerade 20 AP in Singen und Schwerter" gewaltig.
. Im Vergleich zu den Rechenoperationen für Mathe-Studenten aus DSA4 nimmt sich das vielleicht nicht viel. Im Vergleich zu den einfachen Berechnungen von DSA5 ist das aber immer noch lachhaft aufwendig.
Wer das einfachste DSA will, aber eine gewisse Auswahl nicht missen möchte, spielt DSA5 mit Archetypen. Das ist aber immer noch nicht "einfach" im Vergleich zu anderen Systemen.
Wer es wirklich "einfach" haben will, spielt das vermurkste DSA1 ODER
einen der vielen Retroklone, die oft beides - äh, "dreides" -vereinen:
-- Einfach
-- Oldschool
-- attraktive Auswahl
----
EDIT: Wer darüber hinaus "unausgeglichene Klassen" nicht mag sollte DSA3 und 4 meiden und voraussichtlich auch 2.
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