Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Systeme mit Shopping-Gefühl für Nicht-Kämpfer
Nick-Nack:
--- Zitat von: Hellstorm am 29.06.2017 | 16:20 ---Jedes System was sich von DnD 0e unterscheidet? Mir würden spontan keine Systeme einfallen...welche Charakterentwicklung nicht als Teil ihres Regelkonzeptes haben.
--- Ende Zitat ---
Na ja, es fallen alle zu erzählerischen Rollenspiele raus (ich hatte in FATE noch nie diesen "dann kauf ich mir diese coole Fähigkeit"-Moment), und ehrlich gesagt fällt für mich da z. B. auch Savage Worlds oder Star Wars raus, weil ich bei beidem den Eindruck habe, dass man als reiner Nicht-Kämpfer doch eher wenig Auswahl hat. Genauso bei Gumshoe, da hab ich noch nie gedacht "geil, Erfahrungspunkte, jetzt kauf ich mir X".
KhornedBeef:
--- Zitat von: PurpleTentacle am 29.06.2017 | 17:21 ---Alle Gumshoe Systeme.
--- Ende Zitat ---
Ich pinkele nur ungern in gerade diesen Pool, aber Shoppinggefühl verbinde ich mit den GUMSHOE-Systemen die ich kenn nicht unbedingt. Auf der anderen Seite kenne ich Ashen Stars und Mutant City Blues noch nicht :)
nobody@home:
--- Zitat von: Timo am 29.06.2017 | 17:33 ---Ich würde auch sagen, fast alle Systeme, die nicht auf Kampf basiert sind(also eigentlich alles ausser D&D und DSA ~;D )
--- Ende Zitat ---
Na, ich weiß nicht. Irgendwie geht's doch bei so ziemlich allen Rollenspielen, die sich durch ausgeprägte Schneller-Höher-Weiter-Elemente auszeichnen, dabei in erster Linie um "wie gebe ich im Lauf der Kampagne immer stärkeren Gegnern am besten eins auf die Glocke?". Die wenigsten Systeme -- oder auch nur, zumindest vermute ich das stark, Kampagnen -- legen den Schwerpunkt statt dessen beispielsweise auf die Fortschritte meines Charakters vom gelegentlichen Hobbymaler zum nächsten Michelangelo... ;)
Ansonsten: zum Thema Crunch mit weitgehenden Einkaufsmöglichkeiten auch außerhalb von "reinen" Kampftalenten bieten sich sicher die klassischen komplexeren Punktverteilsysteme an -- GURPS, Hero, Mutants & Masterminds, und was da draußen eventuell noch so herumschwirrt, das mir gerade nicht einfällt. Ob dabei dann tatsächlich vom Gefühl her unbedingt die große Shopping-Erfahrung zustandekommt, ist gegebenenfalls die zweite Frage, da diese Systeme auch dazu tendieren, ihre Belohnungen in regelmäßigen, aber eher kleinen Charakterpunktportionen auszuschütten; das kann Spieler schon mal dazu verführen, diese Punkte dann auch sofort für ebenfalls entsprechend "kleine" Charakterverbesserungen auszugeben (hier mal 'ne neue Fertigkeit auf Anfängerniveau, da ein +1 auf irgendwas...), anstatt sie für potentiell bahnbrechende, aber auch entsprechend teurere neue Fähigkeiten/Kräfte/wasauchimmer anzusparen.
FlawlessFlo:
D&D 3.5 wäre wohl noch ein definitiver Kandidat.
Dort kann man überaus vielseitige Charaktere bauen, die quasi beliebig mächtig werden können, je nachdem, was man so shoppt.
Kampf ist halt in D&D-Abenteuern klassischerweise die häufigste Methode zur Konfliktlösung, weshalb wohl auch die meisten Charaktere in diese Richtung hin gebaut werden. Aber gerade 3.5 hat auch tonnenweise Möglichkeiten außerhalb des Kampfs. Sind im Wesentlichen magie-begabte Charaktere, aber die Auswahl ist schon gewaltig.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass man die allermeisten offiziellen D&D-Abenteuer mit etwas Fantasie und passendem Charakter ohne viele Kämpfe lösen kann.
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