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Warum läuft Fantasy besser als jede anderes Genre?
Fillus:
Inspiriert durch den Beitrag "Warum läuft Splittermond besser als Myranor?" stell ich mir die Frage warum Fantasy Rollenspiele im Erfolg so deutlich über allen anderen stehen?
Schaut mal auf andere Medien ist das Ergebnis mitunter ein anderes. Es gibt kaum Fantasyfilme die nicht ein wenig ins alberne abdriften. Bücher gibt es zu hauf, aber diese Modeerscheinung lässt auch schon nach.
In der Öffentlichkeit würde man sich dem Spott preisgeben wenn man sagt das man einen Elfen, Zwerg oder Ork verkörpert. Wäre aber wahrscheinlich nicht anders als Monsterjäger und ähnlichem.
Woran liegt es also? Wahrscheinlich an vielen Gründen zusammen.
- Weil es das erste Genre war, das offiziell verkauft wurde?
- Einfacher zu Beschreiben? Bei einem dunklen Wald stellt sich jeder das selbe vor, bei einem Raumschiff eher nicht.
- Weils weiter von der Realität entfernt ist als Neuzeitliche- oder Zukunftssettings?
- Weil die natürliche Angst vor der Zukunft zum tragen kommt und deswegen z.B. SF eher unbeliebt ist?
- Weil es eine Art Back to Basic bewirkt und man mit einfachen Mitteln Probleme und Konflikte lösen muss?
Mir würden sicher noch viele weitere kleinere Vermutungen einfallen, mich würde aber interessieren wo ihr die Gründe seht. Hoffe das Thema lädt zum Diskutieren ein und war noch nicht so häufig vorgekommen. Ehrlicherweise habe ich grad nicht die Boardsuche benutzt da es mir eben erst in den Sinn kam. :)
YY:
--- Zitat von: Fillus am 18.08.2017 | 15:45 ---Bücher gibt es zu hauf, aber diese Modeerscheinung lässt auch schon nach.
--- Ende Zitat ---
Wie kommst du darauf?
In jedem x-beliebigen Bücherladen ist die Fantasyecke nicht nur relativ groß, sondern auch voller Bücher, von denen ich noch nie gehört habe. Und wenn ich das nächste Mal da bin, ist der Bestand gefühlt komplett durchgewechselt mit neuen Büchern, von denen ich noch nie gehört habe.
Plus ein immer vorhandenes Regal GoT und lieblose Klone... :P
Zum eigentlichen Thema:
Der Eskapismus-Faktor ist bei Fantasy gefühlt am Größten - oft genug unberechtigt.
aikar:
--- Zitat von: Fillus am 18.08.2017 | 15:45 ---In der Öffentlichkeit würde man sich dem Spott preisgeben wenn man sagt das man einen Elfen, Zwerg oder Ork verkörpert.
--- Ende Zitat ---
In Zeiten von WOW und andere MMOs? Nicht wirklich.
KhornedBeef:
Das mit den einfachen Mitteln ist nicht verkehrt: Die Welt ist erstmal "primitiv", den Rest erklärt dir das Regelwerk von Anfang an. Man ist sich dann bei vielen Sachen nicht allzu unsicher, wie sie in der Fiktion funktionieren, anders als beo hochtechnischen Dingen.
Wobei ein SciFi-Setting Technologie kaum anders als Magie behandeln müsste. Arthur C. Clarke lässt grüßen.
Und dann kommt noch dazu, dass wir uns Fäntelalter als freier vom Balast moderner kultureller Konzepte vorstellen dürfen, wenn wir wollen. Ein weniger komplizierte Welt eben. Das von der Zukunft anzunehmen wirkt unglaubwürdig.
Zwart:
Das es eine wenige komplizierte Welt ist, unterschreibe ich.
Sci-Fi überfordert die Spieler und mich regelmäßig mit den Möglichkeiten.
Was geht mit Recherche im Internet(oder dem Äquivalent)? Was können Sensoren? Was ist hackbar und was nicht? Bei den Reichweiten moderner Drohnen fragt man sich wieso Sci-Fi Abenteurer nicht einfach ALLES damit lösen sollten? Wie ist das mit dem Einkommen? Stichwort Geldwäsche, Steuern uvm.
Die Fragen stellen sich bei Fantasy nicht.
EDIT:
Beim weiteren darüber nachdenken, bin ich geneigt zu sagen, das Sci-Fi-Setting häufig nur als Kulisse funktionieren und die Fragen die im Rollenspiel häufig aufkommen unbeantwortet lassen, wodurch sie kaum auf dem Tisch funktionieren.
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