Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Warum läuft Fantasy besser als jede anderes Genre?
Supersöldner:
oder ein Alien Roboter ^^
mattenwilly:
--- Zitat von: YY am 19.08.2017 | 05:17 ---Topaktuelles Beispiel :P
--- Ende Zitat ---
Da ich englisch genau so schnell wie deutsch lese habe ich aufgehört mir Überratungen anzutun. Aber es steht ihnen frei perfekte SciFi Übersetzungen anzuführen
--- Zitat ---
Ja, wenn man sich Quark wie Passengers raussucht und damit verzerrte Darstellungen konstruiert, kann man schon einiges herleiten.
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Deswegen stehen da ja auch noch andere Serien/Filme. Aber wenn das nicht in IHRE verzerrte Darstellung passt lassen sie die ruhig weg
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Ungeachtet beispielsweise der Tatsache, dass das Setting mit den edlen weißen Schiffen aktuell ein recht erfolgreiches neues, eher schlankes Regelwerk bekommen hat.
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Das ist dann das viert oder? So nach Fasa, Last Unicorn, Deceipher. Wobei die LuG Regelwerke (es sind ja zwei) auch keine Regelmonster waren.
YY:
--- Zitat von: pharyon am 19.08.2017 | 08:26 ---Unsicher ist Science Fiction für manche bestimmt, weil gewissen vorgestellte Aspekte eines Settings durch gegenwärtige Entdeckungen entweder banalisiert oder ins Unmögliche rücken, wie z.B. Kraftfelder. Und ein Reiz dieses Genres ist auch das Erkunden des Settings unter plausiblen Informationen. Werden die Fakten als unplausibel wahrgenommen, rutscht man schnell in das Genre Fantasy hinein, wodurch sich eine innere Spannung zwischen Plausibilitäts-Erwartung und Informations-Ambiguität aushalten lässt. Oder man wendet sich vom Setting ab.
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Das kommt schwer drauf an, welche Art von SF man mit welcher Zielsetzung spielt.
Im Grunde hat man ja alle Möglichkeiten, sich das Setting so hinzustellen, wie man es möchte.
Und ich kann mich nur wiederholen:
Der Scheu vor SF liegt eine Fehlwahrnehmung zugrunde, dass das irgendwie komplizierter wäre oder man sich da wunders mehr einarbeiten müsste.
Was habe ich in X verschiedenen Systemen schon sinn- und endlose Diskussionen geführt, wie unzerbrechlich der unzerbrechliche Magierstab denn jetzt genau ist, was wann mit unsichtbar oder mit teleportiert wird, was passiert, wenn man unter Sonderbedingung Y einen Gestaltwandelzauber fallen lässt, wie heiß ein Feuerball brennt etc. pp. ad nauseam.
Da kann man sich allemal auch merken, was ein bestimmter Sensor kann, wie Identitätsabfragen funktionieren o.Ä.
Und andersrum: Regelwerke und Spielansätze, die diese Diskussionen vermeiden, können das genau so gut im SF-Kontext.
Meistens wird die emotionale Entscheidung wohl auch anhand von anderen Medien getroffen - wer sonst eher Fantasy liest, der spielt auch tendentiell lieber Fantasy, obwohl es da durchaus einige "Übertragungsschwierigkeiten" gibt und umgekehrt SF im Rollenspiel nicht die Probleme haben muss, die einen an anderer Stelle einen großen Bogen darum machen lassen.
--- Zitat von: Fillus am 19.08.2017 | 09:48 ---Gemessen an TV Serien oder Büchern sollten Krimirollenspiele an erster Stelle stehen. Was natürlich nicht der Fall ist, obwohl es wohl die meisten Konsumieren.
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Da ist dann wohl auch die Differenz zu groß, was man als Zuschauer mag (speziell wenn man sich berieseln lassen kann) und wo man etwas mehr Zeit und Aufwand investieren will.
Oder man will im Rollenspiel auch mal gerade das, was man nicht überall sonst um die Ohren gehauen bekommt. Da kann man schließlich Sachen angehen, an die sich sonst keiner rantraut, weil die Zielgruppe so klein ist, das Thema zu schwierig oder das Medium ungeeignet.
--- Zitat von: Fillus am 19.08.2017 | 09:48 ---Man wird seltener überrascht, zumindest von der Umgebung und den Charfähigkeiten und zieht seinen Spass aus interessanten Charakterspiel und die ein oder andere Verquickung von guten NPCs.
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Genau das gilt doch im zeitgenössischen Krimi genau so.
Da sind die Fälle oftmals Nebensache und der eigentliche Unterhaltungswert kommt aus ganz anderen Ecken.
--- Zitat von: Fillus am 19.08.2017 | 10:59 ---Beim Pen&Paper komtm beim Krimi hinzu ... ein SL Fehler und das wars! Aufwendig vorzubereiten in es meiner Ansicht nach zudem.
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Da gibt es ja verschiedene Methoden, wie man das angehen kann.
Eine in der Vorbereitung übersehene oder im Spiel versehentlich aufgetretene Logiklücke ist beim Krimi aber grundsätzlich nicht schlimmer als in anderen Plots.
Im Zweifel muss man dann als Gruppe mit einem Retcon leben, wenn es nicht anders behoben werden kann.
Meine Erfahrung als SL ist auch eher, dass ich den Spielern einen relativ simplen Sachverhalt zum Ermitteln hinschmeißen kann und die daran allemal genug zu knabbern haben, dass sich keiner langweilt oder es am Ende heißt "das war ja viel zu offensichtlich".
Wenn man dahingehend sehr erfahrene und "professionelle" Spieler hat, sieht das ggf. anders aus. Aber da haben sich dann i.d.R. wohl SL und Spieler glücklich gefunden und alle haben Spaß dran, entsprechend ins Detail zu gehen und/oder sich abgefahrenere Konstellationen um die Ohren zu hauen.
@mattenwilly:
Wir können gerne beim Du bleiben.
--- Zitat von: mattenwilly am 19.08.2017 | 14:34 ---Deswegen stehen da ja auch noch andere Serien/Filme. Aber wenn das nicht in IHRE verzerrte Darstellung passt lassen sie die ruhig weg
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Abseits von den zwei genannten erzählerischen Griffen ins Klo (Ender, Passengers) reizen die anderen anscheinend sehr wohl, was man daran sieht, dass es zu allen eine recht beachtliche Anzahl an Rollenspielen gibt (lies: jeweils mehr als eines).
Natürlich kann man an der Stelle den Elitaristen rauskehren und sagen, dass das zum allergrößten Teil keine "richtige" SF ist, aber wenn man dann die Definition schuldig bleibt, bringt das die Diskussion nicht weiter. Gerade wenn a) der Rest der Beitragenden den SF-Begriff sehr umfassend verwendet und b) im SF-Rollenspiel die Schwerpunkte meist andere sind wie in einem Großteil der "richtigen" SF-Literatur. Man ist natürlich nicht ausschließlich auf Space Opera beschränkt, aber das macht eben doch einen sehr großen Teil aus.
--- Zitat von: mattenwilly am 19.08.2017 | 14:34 ---Das ist dann das viert oder? So nach Fasa, Last Unicorn, Deceipher. Wobei die LuG Regelwerke (es sind ja zwei) auch keine Regelmonster waren.
--- Ende Zitat ---
Plus diverse Quellenbücher für andere Systeme. Private Basteleien findet man auch nicht gerade wenig.
Will heißen:
Das Setting zieht durchaus Leute an, die das im Rollenspiel beackern wollen.
Wie gut das regelseitig dann tatsächlich klappt, hängt davon ab, wo man damit hin will und wie man mit den narrativen Eigenheiten der Vorlage umgeht.
mattenwilly:
Das Setting mit den schicken weissen Schiffen (und in der neuen Incarnation den tollen Lensflares) zieht weil es dank Fernsehen viele kennen immer wieder Leute zum Spiel an. Die es aber immer wieder recht schnell im Regal verstauben lassen weil es, wie viele "Film/Serien-Settings" an dem "Das geht aber nicht weil das so in den Konventionen des Settings steht" Element scheitern. Elementen die halt unlogisch sind aber "dramaturgisch notwendig" oder "vom Budget erzwungen" damit die Serie/der Film den notwendigen Stoff hat. Dazu kommt das das Korsett der "heroischen weissen Flotte" recht eng ist und das Universum für den Rest relativ wenig hergibt auch wenn zB. LUG es versucht hat (und die Autoren später einiges des nicht mehr veröffentlichten Zeugs ins Netz gestellt haben). Wenn man OTOH die Setting-Konventionen (teilweise) nicht beachtet - brechen viele Scenarien zusammen.
Das wäre mit RPGs auf Basis von Space:1999 oder UFO auch nicht besser. Selbes Grundproblem. Firefly geht aber es ist halt (wie das RPG das den Autor inspiriert hat also Traveller) sehr stark "x mit SciFi Versatzstücken und HighTech Gadgets" weil die SciFi Komponente (zum Glück für die Spielbarkeit) verglichen mit anderen Settings in den Hintergrund geschoben ist. Die meisten Sachen aus Firefly könnte ich auch mit nem Trampfrachter in der "Südsee" in den 1920ern spielen. Selbst klassische SpaceOpera (Lensman, Skylark, die D'Alamberts) sind da ne andere Klasse.
YY:
--- Zitat von: mattenwilly am 19.08.2017 | 15:49 ---Elementen die halt unlogisch sind aber "dramaturgisch notwendig" oder "vom Budget erzwungen" damit die Serie/der Film den notwendigen Stoff hat. Dazu kommt das das Korsett der "heroischen weissen Flotte" recht eng ist und das Universum für den Rest relativ wenig hergibt auch wenn zB. LUG es versucht hat
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Keine Frage - Star Trek ist da ja auch so ziemlich das Lehrstück, was die Grenzen der Übertragbarkeit ins Medium Rollenspiel angeht.
Man kann das trotzdem bespielen, aber man muss sich vorher Gedanken machen und entweder die gegebenen Grenzen oder die zugehörigen Abweichungen akzeptieren.
Sprich es wird entweder stellenweise unlogisch oder eben nicht genau wie die Vorlage.
Als SL ist mir das noch relativ egal und ich wüsste meine Herangehensweise, für den Autor des GRW wird es aber schnell ziemlich undankbar.
--- Zitat von: mattenwilly am 19.08.2017 | 15:49 ---Die meisten Sachen aus Firefly könnte ich auch mit nem Trampfrachter in der "Südsee" in den 1920ern spielen.
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Und damit sind wir wieder am Anfang angekommen. Das gilt nämlich in vergleichbarer Form auch für die allermeisten Fantasy-Geschichten.
Ein winziger Anteil "muss" zwingend in einem Fantasy-Setting stattfinden und für einige Geschichten ist es die passendste Umgebung.
Aber unterm Strich ist das allermeiste nur Farbe.
Und damit ist die Entscheidung für oder gegen Fantasy eine rein ästhetische - und das wiederum ist vor allem eine Frage der Gewohnheit(en).
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