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Was gehört alles in ein gutes Sword&Sorcery-Setting?
Der Nârr:
--- Zitat von: nobody@home am 10.10.2017 | 13:34 ---Elric gehört halt auch zu genau den Leuten, die gar nicht "hauptberuflich" Zauberer sind.
--- Ende Zitat ---
Also hauptberuflich kann man nicht Zaubern, wenn man auf Abenteuer auszieht, aber wenn das nur nebenberuflich macht ist man auch als Abenteurer noch ein toller Zauberer?
Das Argument von Lichtschwerttänzer war doch: Es gibt in der Sword & Sorcery durchaus kompetente Zauberer, die gleichzeitig Abenteurer sind.
Wobei Elric/Stormbringer ja mindestens so etwas wie eine "zweite Welle" der Sword & Sorcery ist.
nobody@home:
--- Zitat von: Der Narr am 10.10.2017 | 14:08 --- Also hauptberuflich kann man nicht Zaubern, wenn man auf Abenteuer auszieht, aber wenn das nur nebenberuflich macht ist man auch als Abenteurer noch ein toller Zauberer?
Das Argument von Lichtschwerttänzer war doch: Es gibt in der Sword & Sorcery durchaus kompetente Zauberer, die gleichzeitig Abenteurer sind.
Wobei Elric/Stormbringer ja mindestens so etwas wie eine "zweite Welle" der Sword & Sorcery ist.
--- Ende Zitat ---
Ich kann als Abenteurer auch ein toller Schmied sein. Ändert nichts daran, daß ich nur mit dem Werkzeug, das ich selber transportieren kann, und dem Material, das sich unterwegs so findet, wahrscheinlich keine Meisterarbeiten anfertigen werde, wie ich's in einer professionell ausgestatteten oder gar persönlich speziell auf mich zugeschnittenen Schmiedewerkstatt könnte.
Und so sehe ich denn auch den klassischen Sword & Sorcery-Zauberer -- mehr Handwerker mit Beziehungen, weniger qua Geburt oder anderweitig aus sich selbst heraus "magisches Wesen".
(Wobei dann im Spezialfall Elric ggf. noch dazukommt, daß er wie die anderen Melnibonëer eigentlich erst gar kein Mensch ist.)
Crimson King:
--- Zitat von: Der Narr am 10.10.2017 | 14:08 ---Wobei Elric/Stormbringer ja mindestens so etwas wie eine "zweite Welle" der Sword & Sorcery ist.
--- Ende Zitat ---
Das nicht, es sei denn, du willst die erste Welle komplett auf Vorkriegsmaterial beschränken.
Der Begriff der Sword & Sorcery kam auch erst in den 50ern und 60ern auf, um eine klare Abgrenzung von Werken wie Elric, Fafhrd und der Graue Mausling oder Das zerbrochene Schwert mit ihren moralisch ambivalenten, hyperkompetenten Hauptcharakteren, deren Entscheidungen die Story treiben, zum Herrn der Ringe und anderen Gut gegen Böse-Werken mit völlig positiv besetzten Heldencharakteren und vom Schicksal ausersehenen Halblingen und Halbstarken zu schaffen.
Mir scheint, dass Sword & Sorcery heute von den meisten deutlich enger gefasst wahrgenommen und auf Abenteuergeschichten im Conan-Stil beschränkt wird. Das ist insofern originell, als dass so manches Werk, das in den 60ern als elementares Beispiel für die Begriffsdefinition verwendet wurde, den heutigen Kriterien nicht mehr standhält. Namentlich wären da der Elric-Zyklus und Das zerbrochene Schwert von Poul Anderson zu nennen.
Ich finde Vermis Definition von S&S im Übrigen schon sehr gut. Sie sagt nur leider recht wenig darüber aus, was in einem S&S-Setting drin sein darf oder gar muss. Allein die Spanne zwischen den Conan-Abenteuern, die immer örtlich wie zeitlich extrem beschränkt sind, und dem ebenenüberspannenden und Welten in ihren Grundfesten erschütternden Elric-Epos zeigt, dass es kaum möglich sein dürfte, darauf eine gute Antwort zu finden.
trendyhanky:
--- Zitat ---dass es kaum möglich sein dürfte, darauf eine gute Antwort zu finden.
--- Ende Zitat ---
Mich interessiert auch eigentlich nur EURE Meinung, andere Ansichten und Ideen.
Habe absichtlich nicht im Unterforum ROLLENSPIELTHEORIE gefragt.
Finde die Antworten bisher ziemlich interessant, auch wenn es bisschen zu einer literarischen Debatte ausfranst.
Crimson King:
Vielleicht muss man auch einfach die Frage anders stellen. Davon abgesehen, dass das gängige Gut-gegen-böse-Prinzip in der Sword and Sorcery nichts verloren hat, kommt es weniger darauf an, was das Setting für einen bereit stellt, als vielmehr, wie man mit dem Setting umgeht. Das Spiel sollte sich um die individuellen Ziele der Charaktere drehen. Jedweder Konflikt größerer Tragweite erhält nur insofern Gewicht, als er diese individuellen Ziele berührt.
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