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Was gehört alles in ein gutes Sword&Sorcery-Setting?

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trendyhanky:

--- Zitat ---Vielleicht muss man auch einfach die Frage anders stellen.
--- Ende Zitat ---

Wie könnte ich sie anders stellen? Also es geht ja um Weltenbau, in dem Fall um ein Brainstorming zum Sword&Sorcery-Genre.

Persönlich spukt mir im Kopf der Begriff herum, ich lese ihn ziemlich häufig auch im RPG-Bereich. Kenne aber irgendwie nur Conan, Elric usw.
Daher der Blick über den Tellerrand, was andere gut finden würden. Inspiration für SL, die anderen Spielern gerne mal ein solches RPG anbieten möchten aber mehr sagen wollen als "ist wie Conan/Elric".
Bestimmte Tropes und Themen, die unverbraucht und neu sein könnten. Oder ist S&S wirklich so asbach uralt, dass man nur mit den Conan/Elric-Inhalten darherkommt? Damit kann man nicht so arg viele vor dem Ofen hervorlocken außer die Diehard-Conan/Elric-Fans.

Nix gegen Moorcock/Howard, aber das ist halt für auch schon ein wenig ausgetreten der Pfad.
Bin an so einem Punkt, an dem ich mich frage, ob dieses ominöse S&S für mich als SL noch etwas wirklich Neues bieten kann, das mich selbst und andere Spieler flasht.


--- Zitat ---Davon abgesehen, dass das gängige Gut-gegen-böse-Prinzip in der Sword and Sorcery nichts verloren hat, kommt es weniger darauf an, was das Setting für einen bereit stellt, als vielmehr, wie man mit dem Setting umgeht. Das Spiel sollte sich um die individuellen Ziele der Charaktere drehen. Jedweder Konflikt größerer Tragweite erhält nur insofern Gewicht, als er diese individuellen Ziele berührt.
--- Ende Zitat ---

Das wäre bisschen schade, weil dann könnte ich Sword&Sorcery an sich eintüten und einfach nur Fate RPG (weiter-)spielen in jedem beliebigen Setting, denn da sind die Charaktere zentral und alles entwickelt sich aus ihnen heraus.

Crimson King:
Mit den beiden Gegenpolen des Genres Conan und Elric deckst du doch schon eine Unmenge völlig unterschiedlicher Themen ab. Darüber hinaus solltest du glaube ich nicht mehr so furchtbar viel erwarten. Ggf. hilft es aber auch, ein paar weitere S&S-Klassiker oder für den tatsächlichen Blick über den Tellerrand ein paar Werke postmoderner Fantasyautoren wie Joe Abercrombie, George R.R. Martin, Robin Hobb oder Andrzej Sapkowski zu lesen. Die kombinieren bestimmte Elemente der Sword&Sorcery mit deutlich komplexeren und tiefgängigeren Charakteren und Umgebungen.

Ucalegon:

--- Zitat von: trendyhanky am 10.10.2017 | 15:27 ---Persönlich spukt mir im Kopf der Begriff herum, ich lese ihn ziemlich häufig auch im RPG-Bereich. Kenne aber irgendwie nur Conan, Elric usw.
Daher der Blick über den Tellerrand, was andere gut finden würden. Inspiration für SL, die anderen Spielern gerne mal ein solches RPG anbieten möchten aber mehr sagen wollen als "ist wie Conan/Elric".
Bestimmte Tropes und Themen, die unverbraucht und neu sein könnten. Oder ist S&S wirklich so asbach uralt, dass man nur mit den Conan/Elric-Inhalten darherkommt?

--- Ende Zitat ---

Was neues Material im Rollenspielbereich angeht könnte Epidiah Ravachols Sword & Sorcery Zine Worlds Without Master einen Blick wert sein. Erscheint seit 2013 und enthält Rollenspiele (wie das besagte Swords Without Master in Ausgabe 3, das selbst mich gepackt hat, obwohl es nun gar nicht mein Genre ist), Kurzgeschichten, Comics und Spielmaterial.

Der Nârr:
Wenn es noch mal um konkrete Rollenspiel-Settings geht, mit ATLANTIS: The Second Age gibt es ein umfangreich und vergleichsweise detailliert beschriebenes Rollenspiel-Setting, das sich auf die Sword & Sorcery bezieht. Habe da gestern mal wieder drin geschmökert. Es wirkt viel bunter und farbenfroher, als man das gemeinhin mit Sword & Sorcery in Verbindung bringt, was sicher aber auch an der Aufmachung liegt. Die ist aber ja auch nicht ohne Grund gewählt worden. Außerdem gibt es eine Varietät an nichtmenschlichen Spezies, von denen einige (alle?) auch spielbar sind. Wenn man etwas fertig spielbares möchte ist man mit Atlantis finde ich gut dabei. (Ich habe auch selten ein "klassisches" Rollenspiel gesehen, das so gut von Beginn an klar macht, wie man dieses Spiel spielt, was für Abenteuer man darin spielt, was für eine Art von Charakteren man spielt... Das hebt sich deutlich von Spielen ab, in denen man Charaktererschaffung, Kampfregeln und ein paar Settinginfos bekommt und damit allein gelassen wird.)

Luxferre:
S&S ist für mich: Blut und Brüste und böse Bastarde!
Es ist für mich latent machohaft und wenn nicht, dann sind die Frauen ziemliche Mistkerle mit großen Waffen.
S&S ist für mich alles außer Mitgefühl. Die Schwachen bekommen auf den Sack und müssen unter den Starken leiden.
S&S ist s/w oder b/w. Irgendwie fehlt mir da immer das Bunt!
Und S&S ist für mich nicht Deutsch.
Wenn DSA Deutsch ist, dann ist S&S Bagdad 2003.

Das sind sehr subjektive und sicherlich keine belegbaren Fakten. Ist aber auch egal, weil S&S für jeden -siehe den Rest des Threads- etwas anderes ist.


(disclaimer: wie ich dazu stehe, steht auf einem anderen Blatt Papier!)

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