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Spielen als Millonäre ?

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Selganor [n/a]:

--- Zitat von: Supersöldner am 24.10.2017 | 21:23 ---ja ich weiß. wie gesagt da würde ich Söldner anheuern die mir folgen wenn ich der Typ wehre.

--- Ende Zitat ---
Stellt sich nur die Frage wo du diese Soeldner herbekommst... Kleinanzeige in der Tageszeitung wohl kaum.

BTW: Auch wenn es "praktisch" ist Leute zu haben die fuer einen die Drecksarbeit machen... Im Spiel wuerde es dann ja so aussehen, dass deine Soeldner sich um die Probleme kuemmern, du (wenn die Zeit und Gelegenheit dazu haben) vielleicht mal Zwischenberichte bekommst, aber selbst im Normalfall nicht wirklich eingreifen kannst.
Das hat sowas von "Idle Game" (wie Progress Quest, Cookie Clicker u.ae.), das man einfach mal irgendwo startet und etwas spaeter schaut man wie es gelaufen ist um es im Notfall nochmal neu zu starten, irgendwelche Resourcen nachkauft usw.

Selbst direkten Einfluss darueber wie das Ganze dann laeuft hast du vermutlich nicht. Waehrend der Rest der Gruppe also am Spieltisch "das Abenteuer spielt" sitzt du irgendwo (kann auch zuhause sein, da du vermutlich ja eh' nur irgendwelche telefonischen Updates bekommst) und machst was anderes.
Kann Spass machen, muss aber nicht unbedingt jedermann's Sache sein.

Hellstorm:
Der Bekanntheitsgrad dürfte ein interressanter Eckpunkt sein, an dem man eine Story aufziehen kann. Wenn die Spieler Millionäre sind, werden sie Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zusätzlich hat man sich auf dem Weg zu soviel Geld häufig Feinde gemacht.

Ein anderer Knackpunkt wäre "Vertrauen", eine so große Menge Geld zu verwalten braucht Zeit. Zeit die ein Millionär nicht hat und selten das Wissen um solche Finanzgeschäfte durchzuführen. Daher nutzt man meist "Family Offices", dort gibt es genug Schwachstellen.

Am Ende kommt es halt auf das Spielziel an. In World of Darkness werden die Probleme eines Millionärs halt persönlicher Natur sein. Eines seiner Kinder wurde entführt (oder hat es selbst gestaged?), Drogen und Sex haben dich in die Schlagzeilen gebracht oder oder.


Anmerkung: Nicht alle Spieler sollten Millionäre sein sondern nur ein Spieler. Alle anderen Spieler sollten darum existieren (Kinder, Ehefrau, Leibwache, alter Geschäftspartner)

Tarin:
Eine Lion‘s Club Gentleman Abenteurergruppe wäre doch auch cool.

Feuersänger:
Grundsätzlich sehe ich bei stinkreichen SCs in typischen Genres das Problem, warum sie sich dann überhaupt noch auf ein Leben voller Gefahren einlassen sollten.
Am häufigsten wurden hier im Thread "Superhelden" genannt. Das möchte ich ignorieren, da ich dieses Genre auf den Tod nicht ausstehen kann.
Die meisten anderen Vorschläge beschränken sich entweder auf Oneshots, oder sie konstruieren ein Setup in dem der Reichtum schlicht nichts bringt oder - wie etwa im Falle der Weltraumtouristen-Weltkriegsüberlebenden - bei Spielbeginn bereits komplett futsch und wertlos ist.

Interessanter finde ich da die Frage, eine plausible Motivation zu erzeugen, in der Geldscheißer-Charaktere sich in eine langfristige Kampagne stürzen, und dabei bleiben _obwohl_ es für sie viel bequemer wäre, einfach nach Hause zu gehen oder sich bequemere Hobbies zuzulegen, wie etwa zu Fuß die Antarktis zu durchqueren. Oder sich für gefährliche Situationen einfach ein Dutzend Söldner anzuheuern und selber aus der Schusslinie zu bleiben.

Klar, eine Möglichkeit ist natürlich die Berufung auf Abenteuerlust, die Suche nach dem Kick und so weiter. Aber das wirkt für mich immer so als Notlösung, weil einem als Spieler nichts Besseres einfällt.

Ein Sonderfall ist dann nochmal, wenn der Großteil des Reichtums in der Ausrüstung steckt. Das ist für mich ein besonders großer Elefant im Wohnzimmer. Da muss bei D&D oft schon die Rettung der Welt als Rechtfertigung herhalten, warum der Charakter jetzt die frisch erbeuteten 100.000GM wieder in ein Upgrade für Schwert und Rüstung steckt, statt es sich in einem fürstlichen Anwesen gemütlich zu machen.

Oder Stichwort Science Fiction -- das gruppeneigene Raumschiff. In einem Setting, in dem Raumfahrt _nicht_ so trivial ist dass ein Raumschiff den Gegenwert eines gebrauchten VW Golf hat, sondern eher so auf dem Niveau von Frachtflugzeugen liegt. Das sind dann zig Millionen Eurodollar Eintrittspreis nur für das sine qua non, dass man überhaupt mitspielen darf.
Und das wird dann wahrscheinlich eine ziemlich alte, woanders bereits abgeschriebene Klapperkiste sein, für die trotz Eigenkapital-Investition immer noch Raten fällig sind. Nun will aber die Rollenspielgruppe vermutlich nicht die ganze Kampagne in so einem von Sprühlack und Schnelldichtpflastern zusammengehaltenen Seelenverkäufer unterwegs sein, sondern irgendwann auf ein moderneres - und zehnmal teureres - Schiff umsteigen. Der Elefant ist gerade auf Ozeandampfergröße gewachsen. Und das für eine Karriere, in der man eben _nicht_ dauernd Adrenalin und den Reiz des Neuen hat, sondern schonmal wochen- und monatelang eher dröge Bordroutine herrscht (die man am Spieltisch wahrscheinlich überspringt, die aber für die Charaktere dennoch stattfindet).
Sozusagen der Space Elephant.

fivebucks:
Ich erwähne noch mal Die Trilogie der Stadtwerke da geht es um einen Unternehmer der "es geschafft hat".
Neben ua der Königin von England   :headbang:

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