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Spielen als Millonäre ?

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bobibob bobsen:
Ist vielleicht die Frage wie man zu dem Geld gekommen ist. Wenn ich Buchhalter der Hongkong Triaden war und mich mit unterschlagene Milionen aus em Staub gemacht habe, kann ich wahrscheinlich nicht einfach zur Ruhe setzen.
ich würde aber auf die Ideen meiner Spieler warten wie sich da Spannung draus generieren läßt.

nobody@home:

--- Zitat von: Feuersänger am 26.10.2017 | 11:17 ---Grundsätzlich sehe ich bei stinkreichen SCs in typischen Genres das Problem, warum sie sich dann überhaupt noch auf ein Leben voller Gefahren einlassen sollten.

[...]

Klar, eine Möglichkeit ist natürlich die Berufung auf Abenteuerlust, die Suche nach dem Kick und so weiter. Aber das wirkt für mich immer so als Notlösung, weil einem als Spieler nichts Besseres einfällt.

--- Ende Zitat ---

Abenteuerlust ist der beste verdammte Grund von allen. Warum zum Geier soll ich mir in einem Spiel, in dem's gerade um Abenteuer geht, einen Charakter antun, der immer Zeter und Mordio schreiend gegen seinen Willen zum Abenteuer gezerrt werden muß?

aingeasil:
Um ggf. Spannungen zwischen den Charakteren zuzulassen, ohne gleich die Gruppe absolut auseinander brechen zu lassen, könnte sich auch anbieten, dass die Charaktere eben nicht (nur) aus reiner Freundschaft ihre Abenteuer erleben, sondern dass sie einer gemeinsamen Gruppierung (z. B. etwas wie The Explorers Club) oder Firma oder ähnlichem angehören. Damit lassen sich auch einzelne gemeinsame Ziele formulieren.

Zudem wäre es wohl von Vorteil, wenn Geld verdienen nicht zwingend im Vordergrund stünden - und auf der anderen Seite man nicht jeden immer mit Mühe aus dem Bett zerren muss. Und es wäre immer toll, wenn jemand begeisterungsfähiges dabei ist.

Was mir spontan einfällt, neben den bereits genannten, sind Figuren wie: Phileas Fogg (fiktiv), Miss Phryne Fisher (fiktiv), Charles Lindbergh, Dennis Tito, Jonathan Higgins (fiktiv) - bei genauerer Betrachtung gäbe es vermutlich noch etliche Einzelpersonenbeispiele, die sowohl in der fiktiven als auch in der realen Welt den unternehmungslustigen oder tatkräftigen, finanzstarken Charakter gut darstellen aus den unterschiedlichsten Motiven.

Je nachdem, in welchem zeitlichen Setting deine Superreichen-Gruppe stattfinden soll, sollte auch beachtet werden, dass für Reiche Erben oftmals ein Posten in der Armee durchaus erwünscht bzw. verpflichtend war.

Lichtschwerttänzer:
Theodore Roosevelt

Das Vorbild von Indiana Jones hatte auch Geld wie Heu und im Urwald im Smoking zum Abendessen hat auch was und Elefanten Jagd man mit einer Holland & Holland

Abenteuerlust, Noblesse Oblige, Forscherdrang, Sense of Duty, Aventurienkauffahrer, Rache

Quaint:
Naja, ich kenne das eigentlich aus nem ganzen Haufen Rollenspiele, dass man relativ viel Geld hat oder fast zwingend zu viel Geld kommt. Ich kann da ja jeweils mal etwas zu sagen:

Rogue Trader
Man gehört quasi per se einer stinkreichen Familiendynastie an und es geht hauptsächlich darum, deren Vermögen zu vermehren und Konkurrenten auszustechen. Und da spielen dann eben durchaus die großen Jungs - man kann da durchaus das Settingäquivalent eines Flugzeugträgers erwerben, ganze Armeen ausheben und wesentlich in die Geschicke ganzer Sternensysteme eingreifen. Funktioniert super. Streng genommen ist natürlich ein SC der reiche Rogue Trader und der Rest eben seine Erfüllungsgehilfen, aber wenn die brav sind haben auch die Zugriff auf substantielle Geldmittel.
Ich find das etwas abstrakte Finanzsystem by the Book zwar nicht so pralle, aber mit dem Setting hatte ich schon viel Spaß.

Space Opera / Gruppe mit eigenem Raumschiff
(beispielsweise oft bei Traveller der Fall, bei Elite Dangerous ähnlich, aber jeder SC hat ein Schiff, auch Nova kann man so spielen)
Feuersänger sagte es ja schon: So ein Raumschiff ist, relativ gesprochen, teuer. Jedenfalls meistens. Also hat vermutlich auch jeder oder fast jeder SC schon zu Spielbeginn genug Asche, um sich ein nettes Eigenheim und ne anständige Rente zu leisten. Meist haben die Leute aber eben größere Ambitionen, dazu oft auch Abenteuerlust und Liebe zum Weltraum. Und der "Reichtum" wird dadurch abgemildert, dass man ja auch auf einem entsprechenden Maßstab wirtschaften muss, mal härter, mal lockerer. Bei Elite Dangerous haben Startcharaktere normalerweise 1000 Credits auf Tasche, was 50.000 Euro entspricht. Das ist nett. Bedenkt man, dass bei den größeren Schiffen einmal auftanken diese Summe kostet, ist es nurnoch halb so nett.
Andererseits kann man mit so einem Raumschiff unter Umständen eben auch sehr gut Geld verdienen.

Vampire
In den verschiedenen Inkarnationen von Vampire war es immer relativ leicht an Geld zu kommen. Wem danach ist, der kann als Millionär beginnen und auch im Spiel kann man, ob Superkräften und stinkreichen Freunden (Ahnen usw.) relativ leicht an Geld kommen. Allerdings kann man hier mit Geld auch wirklich nur begrenzt viel anfangen. Die meisten wichtigen Leute die Geld wollen, haben es schon, da müsste man also enorme Summen bieten, und die die kein Geld wollen, naja, denen kann man eh nicht mit Geld kommen. Dementsprechend ist Geld meist nur ein Werkzeug neben anderen zur Manipulation von Sterblichen.

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