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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht
Raven Nash:
War das Drehbuch schon in den ersten beiden Folgen meine Hauptkritik, wird es jetzt noch wirrer. Die ganze Numenor-Szenerie macht so gar keinen Sinn, außer Elendil und Isildur einzuführen (und die neue Schwester, deren Namen ich auch gleich wieder vergessen habe). Immerhin sah man bei den Haarfüßen ein paar dunkelhäutige mehr, wodurch sich der Sterndeuter nicht mehr ganz so als Fremdkörper anfühlt. Wobei die tatsächlich etwas von schwarzen Iren haben...
Arondir (heißt der schwarze Elb so?) ist immer noch genauso uninteressant wie davor, auch wenn er in bester Hobbit-Legolas-Manier durch die Luft segelt. Warum Orks plötzlich von der Sonne verbrannt werden wie Vampire, weiß auch keiner - und wozu malen sie sich weiß an? Sunblocker?
Harbrand (übrigens ein Name, der nach Rhovanion passt, nicht in die Südlande) ist ein schlechter Aragorn-Abklatsch. Die Ähnlichkeit des Schauspielers zu Viggo Mortensen scheint da auch nicht zufällig.
Fazit: Ich werde zukünftig "vergessen", dass neue Folgen kommen und das Zeug irgendwann mal schauen. Voielleicht.
Wenn die Macher sehen wollen, wie man eine alte IP richtig wiederbelebt, sollen sie sich Cobra Kai ansehen.
JollyOrc:
Ausstattung und Handlungsrahmen halten mich tatsächlich bei der Stange, das Casting finde ich grundsätzlich auch durchgehend fein.
Was die Serie allerdings überhaupt nicht kann, aber überall will: Pathos. Alles will groß und bedeutungsschwanger sein, kommt aber als langatmig und verworren daher. Ok, Numenor kann keine Elben mehr leiden, das ist ein Problem und potentiell wichtig. Aber es stört keinen, es wird mir als Zuschauer nicht klar, warum das ein Problem ist, für dass ich mich interessieren sollte, denn Galadriel ignoriert es ja auch, und es hat im Grunde keine Auswirkungen auf ihre Ziele.
Elendil bekommt dramatisch Narsil ausgehändigt, aber nur damit Fans sehen "oh, Narsil!" - denn niemand macht dazu irgendwelche Bemerkungen.
--- Zitat von: Teylen am 10.09.2022 | 01:24 ---Das man dann die Protagonisten ans Ende packt habe ich eher so als soziale Schmach gesehen, nicht dass man die dann echt zurück lässt.
--- Ende Zitat ---
ich hab das tatsächlich so verstanden, dass der Kopf der Karawane das Tempo vorgibt, und das Ende da halt entweder mitzieht - oder eben zurückgelassen wird. Das ist also, insbesondere mit verletztem Bein, schon eine harte Strafe. Man sieht ja auch, dass da niemand schaut, ob die es schaffen dranzubleiben.
Raven Nash:
Das mit der Karawane hat einen IMHO ganz profanen Grund: Am Ende der Karawane ist die Gefahr im Falle eines Angriffes am Größten, insbesondere, wenn es sich um Raubtiere handelt (offenbar sind Warge ja die Apexpredatoren in der Gegend). Wer also ans Ende geschickt wird, trägt das größte Risiko.
Trichter:
Ich finde die Serie nach wie vor gut.
Was mich bei Folge 3 etwas gestört hat war der Warg. Irgendwie sah der so nach Welpe aus und hat auch komische (zu hohe?) Geräusche gemacht. Ich habe die ganze Szene damit gerechnet, dass da gleich noch ein doppelt so großes Elternteil irgendwo herkommt. >;D
Die Reitszene von Galadriel am Strand in Zeitlupe war auch nicht so der Hammer, aber dafür schnell wieder vorbei.
Das Galadriel diplomatisch so ungeschickt agiert mag ok sein, wenn man bedenkt, dass sie sich wohl erst im Laufe der Serie zur Herr-der-Ringe-Galadriel entwickelt.
Bei den Hobbits habe ich es tatsächlich so verstanden, dass die bei ihrer Wanderung einfach nicht auf die letzten warten. Der erste Wagen gibt das Tempo vor und wer nicht mithalten kann bleibt zurück.
Outsider:
Der Warg war mehr eine Hyäne und der Kampf schon wieder ziemlich blass. Numenor sah gut aus, die Handlung vor Ort empfand ich aber wieder maximal durchschnittlich. Zu viele parallele Handlungsstränge die nicht die Zeit in der Folge bekommen die sie bräuchten um sie sich entfalten zu können. Der Aushilfsaragorn wirkt aufgesetzt. Irgendwie ist die Serie in vielem nur ein copy ´n paste der Trilogie in schlechter, inklusive Charakterdarstellung, Kampfchoreographie usw.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das Zeichen, welches ja anscheinend nichts anderes ist als die Bergkette rund um Mordor, ist mit das Dämlichste was man sich ausdenken kann. Sauron ritzt seinen geplanten neuen Wohnsitz in Finrod??? Während ihn alle suchen... true story... :puke:
Ich hoffe um der Serie willen, dass Finrod sich das selbst reingeritzt hat um seinem Volk einen Hinweis auf Sauron zu geben!! Das könnte die Situation noch retten. Das Symbol in der Bergfestung haha...ist dann nur für Saurons Orks damit sie wissen wohin sie den abgedeckten Kanal graben müssen. 8]
Mir ist in dieser Folge erst so richtig aufgefallen, wie wenig Galadriel etwas von einer Elbe hat, wenn sie nicht von Elben umgeben ist. Irgendwie hätten die Macher sie erhabener, weniger menschlich darstellen müssen.
Aber sie haben ja noch 37 Folgen dass alles irgendwie wieder gut zu machen oder die Serie wird vorher eingestellt >;D
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