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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht
Turgon:
--- Zitat von: Arldwulf am 13.10.2022 | 11:01 ---Es ist halt eher eine gewisse Oberflächlichkeit und "passt schon" Mentalität welche man der Serie anlasten kann, viele Dinge werden mit dem Holzhammer präsentiert und auch (gerade was die Einbindung der pathetischen Dialoge in die Szenen angeht) ein wenig lustlos abgespult.
--- Ende Zitat ---
Bei einer Serie, die so viele Millionen wieder reinspielen muss, erwarte ich schon gar nichts subtiles.
aminte:
Frisches Blut schön und gut, aber dann kann man doch zumindest ein bisschen innerweltliche Logik und/oder Plausibilität verlangen.
Alleine das Hobbit-Volk ist hinten und vorne nicht stimmig. Das sind Nomaden, haben aber kein einziges Nutztier, keine Packtiere, keine Zugtiere, haben aber mit *handwedel* Werkzeugen Karren mit großen Rädern gebaut, die sie in einer Welt ohne Straßen über tausende von Meilen durch die Wildnis ziehen, um dann ein paar Apfelbäume zu ernten? Wat? Und wenn einer sich beim Helfen das OSG verstaucht oder bricht, wird er leider zum Sterben zurückgelassen. *schulterzuck* Entscheidet dann der Älteste, der aber auch von der Story des Charakters her null entwickelt wird. Liest sich das denn keiner durch vorher? Da ist doch fast egal, wieviel Tolkien da drin steckt.
Turgon:
Ich denke, das ist das Ergebnis von dem, was weiter oben schon angesprochen wurde. Es wird vom Zielpunkt aus gedacht und dann der Rest dran irgendwie angepasst, so dass das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Alles andere wie Logik usw. ist zweitrangig.
Gwynplaine:
Neben der fehlenden innerweltlichen Logik und den nicht nachvollziehbaren Enstcheidungen der Charaktere finde ich vor allem schade, das man so offensichtlich den Tolkien-Fans, die nicht nur die Filmtrilogie kennen vor den Kopf stößt und zwar gerade dort, wo es eigentlich unnötig ist.
Beispiel: warum nimmt man für die Kennenlern-Geschichte zwischen Galadriel und Celeborn ausgerechnet die Begegnung von Beren und Lúthien als Vorlage? Soll man da als Tolkien-Leser noch Freudensprünge machen, weil man den Bezug erkannt hat? Das ist doch einfach "lazy writing" zumal den "Nur-Film-Kennern" der Bezug egal wäre, man aber im Zweifel bei den Tolkien-Lesern mindestens ein Augenrollen hervorruft.
Grubentroll:
--- Zitat von: Gwynplaine am 12.10.2022 | 15:54 ---Ich glaube eher, dass hier die Prämisse war: wir wollen die Numenorer mal so richtig Badass in die Orks hineinreiten lassen, um an der Ritt der Rohirrim in RotK anzuknüpfen (das kennen die Leute ja aus den Filmen).
Dafür ist es natürlich blöd, wenn der Kampf in einer Festung mit nur einer schmalen Brücke als Zugang stattfindet.
Generell scheint in dieser Serie oft das Modell: "Ich hab ne Idee, was wir cooles machen können. Wie kommen wir jetzt am schnellsten dahin?" verwendet worden zu sein. Deshalb fühlen sich auch die Charaktere und deren Entscheidungen nicht organsich und echt an, weil man immer vom Ergebnis kommt.
--- Ende Zitat ---
Ja, die Serie wirkt teilweise wie von einem 12-jährigen DSA-Railroading-SL geschrieben.
Wenn ich meinen Spielern so einen Bullshit erzählen täte wie das was da alle 2 Minuten an Kopfschüttelaktion passiert, würde ich pausenlos ausgelacht werden.
Aber bei ner Milliarde-Dollar-Produktion die nebenher auch noch Tolkien verhunzt bitte alle schön den Kotau machen und ja nicht kritisieren, sonst ist man ja "patently evil" und eh sowieso Faschist, wenn man das glauben darf was im Hollywood Reporter Interview so steht.
Sorry, aber mich widert die Großkotzigkeit dieser Leute echt an.
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