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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht
Lyonesse:
Naja, am Ende ist ja nicht mal mehr ein ''Muhahahaa!'' drin, weil Sauron, durch seine
Körperlosigkeit, auf einen Mordor-Muckel wie Saurons Mund angewiesen ist um sich zu
artikulieren; nicht dass der Typ irgendwas unterhaltsames oder diplomatisch verwertbares
beizusteuern gehabt hätte.
Outsider:
--- Zitat ---“Sauron can now just be Sauron,” McKay adds. “Like Tony Soprano or Walter White."
--- Ende Zitat ---
Das empfinde ich als eine Fehleinschätzung und dort liegt auch der Kern des Problems. Sauron ist nicht irgendeine beliebige böse Person die im Leben an Punkt X mal irgendwo auf die schiefe Bahn gekommen ist.
Sauron war für mein Empfinden eher das Prinzip hinter dem Bösen. Das Prinzip ist nicht menschlich oder nach menschlichen Maßstäben hellgrau, dunkelgrau oder gar rosa 8).
Tony und Walter können böses tun, können aber auch gutes Tun. Das ist ihr freier Wille. Das Prinzip Sauron verdirbt, verführt, verdreht es kann nichts Gutes tun, es kennt keine guten Taten und braucht sie auch nicht. Seine Aufgabe in der Geschichte ist der ultimative Feind. Es braucht keine Motive, Antriebe, es muss noch nicht einmal verstanden werden. Es reicht aus das es das einzige Regulativ in Mittelerde sein will.
Erst diese nicht Menschlichkeit macht Sauron für mich aus. Nur so funktioniert er als Feind der freien Völker meiner Meinung nach.
Aedin Madasohn:
Sauron als letzter übriggebliebener Leutnant eines BigEvil gibt Mutti-Curage, um entwurzelt-ausgegrenzten Orken
ein neues Zuhause herbeizumodoren.
Und nur weil Elfen und Numeorer den alten Krieg nicht hinter sich sein lassen konnten, musste er zum nächsten (und übernächsten) Krieg schreiten. Quasi als erweiterte Vorwärtsverteidigung.
Bitte mit Zeitluppenritt über einen Lavastrom auf dem Rücken eines feurigen Balrogs, sonst ist es nicht echt Galadriel-gespiegelt ;D
Achamanian:
Ich fand die letzte Folge überraschend gut - obwohl ich vorab ein bisschen gegen die Möglichkeit des Sauron-Twists gewettert habe, finde ich jetzt, dass er doch erstaunlich gut funktioniert hat. Ich bin jetzt mit vielen Sachen, die mich gestört haben ein Stück verwirrt und bin jetzt wieder an dem Punkt, an dem das ganze für mich interessante, stellenweise auch gute Fan-Fiction ist.
Ich kann mir jetzt in der Rückschau doch ganz gut vorstellen, wie Halbrand als Sauron funktioniert, wenn er eben (noch) etwas menschlicher angelegt ist: Adar hat ihn (fast) umgelegt, er ist vielleicht tatsächlich aus den Südlanden abgehauen, um irgendwo ganz neu anzufangen und wieder Macht zu gewinnen, er hat Galadriel aus dem Wasser gefischt, weil er sich denken konnte, dass so eine mächtige Elbe nützlich sein könnte, er hat evtl. durchaus in Erwägung gezogen, auf Numenor zu bleiben, um dort irgendwann die Strippen zu ziehen - bis Galadriel ihm die Gelegenheit gegeben hat, mit einem Heer in die Südlande zu ziehen und dabei vielleicht Adar zu erledigen ... und dann hat er sich an Galadriel drangehängt, um sich bei den Elben einzuschleichen.
Ich kaufe ihm das jetzt durchaus ein, dass er in einer extrem schlechten Ausgangslage war und sich dann schlau und anpassungsfähig durchlaviert hat.
Vor allem aber gefällt mir, dass das Motiv "Galadriel leistet selbst dem Bösen Vorschub, das sie bekämpfen will", jetzt mal Substanz bekommen hat, denn sie war ja tatsächlich an vielen Punkten der Türöffner für Halbrand, weil es ihr immer nur darum ging, einen nützlichen Verbündeten für ihren Feldzug gegen die Orks zu haben und nie darum, die Motive ihrer Verbündeten zu hinterfragen oder die Ethik ihres Handelns. Kurz: Sie ist jetzt echt in plausibler Weise damit auf die Schnauze gefallen. Und fällt weiter auf die Schnauze, weil sie im Moment nicht von ihrem Macht-gewinnt-Denken lassen kann und wider besseren Wissens das Schmieden der Elbenringe vorantreibt, um in Mittelerde bleiben und weiter gegen Sauron kämpfen zu können. Da wissen wir auch schon, dass das nicht gut endet ...
Schade finde ich nur, dass die ganze Geschichte, wie er sich in Lindon einschleicht und die Ringe geschmiedet werden in einer Folge abgefrühstückt wurde. DAS hätte ich gerne als Kern der Staffel gehabt, gerne über 4-5 Folgen, und nicht das Vorgeplänkel.
--- Zitat von: Outsider am 20.10.2022 | 17:40 ---Das empfinde ich als eine Fehleinschätzung und dort liegt auch der Kern des Problems. Sauron ist nicht irgendeine beliebige böse Person die im Leben an Punkt X mal irgendwo auf die schiefe Bahn gekommen ist.
Sauron war für mein Empfinden eher das Prinzip hinter dem Bösen. Das Prinzip ist nicht menschlich oder nach menschlichen Maßstäben hellgrau, dunkelgrau oder gar rosa 8).
[...]
Erst diese nicht Menschlichkeit macht Sauron für mich aus. Nur so funktioniert er als Feind der freien Völker meiner Meinung nach.
--- Ende Zitat ---
Tatsächlich ist Sauron genau das: Auf die schiefe Bahn geraten. Der "Gott des Bösen" ist wenn überhaupt Morgoth, Sauron tritt erst im Herrn der Ringe als Personifizierung des Bösen auf. Ein Stück weit ist er mit den Ringgeistern vergleichbar, die ja auch als Menschen angefangen haben (okay, Sauron hat als Maiar angefangen, aber eben als ein Maiar Aules, der sich auf Morgoths Seite hat ziehen lassen - und wie viel Schwanken da über die Jahrhunderte und Jahrtausende, bevor er zum Geist geworden ist, im Spiel war, bietet durchaus Raum für Interpretation).
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Lyonesse am 20.10.2022 | 17:27 ---Naja, am Ende ist ja nicht mal mehr ein ''Muhahahaa!'' drin, weil Sauron, durch seine
Körperlosigkeit, auf einen Mordor-Muckel wie Saurons Mund angewiesen ist um sich zu
artikulieren;
--- Ende Zitat ---
Wie meinen zu meinen?
Sauron war kein flammendes Auge
--- Zitat von: Outsider am 20.10.2022 | 17:40 ---Das empfinde ich als eine Fehleinschätzung und dort liegt auch der Kern des Problems. Sauron ist nicht irgendeine beliebige böse Person die im Leben an Punkt X mal irgendwo auf die schiefe Bahn gekommen ist.
Sauron war für mein Empfinden eher das Prinzip hinter dem Bösen.
--- Ende Zitat ---
Kurz gesagt du liegst da falsch
Sauron war nicht böse von Anfang an laut Olorin
IIRC wollte er die perfekte Ordnung
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